Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

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Bär-Tram
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Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Bär-Tram » So 29. Jul 2018, 21:49

Hallo zusammen,

dem Thread zur Veranstaltung KBgg Dresden 2018 entnahm ich erheblich abweichende Meinungen über die Qualität des Strassenbahn-Magazins (SM).

Bislang habe ich vom SM lediglich einige Sonderausgaben und ein Monatsheft gelesen. Die Hefte fand ich insgesamt okay, aber das Monatsheft hat mich nicht zu einem ständigen Kauf bei meiner Bahnhofsbuchhandlung oder im Wege eines Abonnements bewegen können. Auch das gelegentliche Sichten des Inhaltsverzeichnisses von aktuellen Heften in der Bahnhofsbuchhandlung meines Vertrauens hat mich unter Modelltram-Aspekten nicht überzeugen können.

Daher meine Frage an Euch, wie Ihr das SM - insbesondere als Modellstrassenbahner - findet.
Viele Grüße
Bär-Tram

Modellstraßenbahnen - Ein bisschen was geht immer :D

Manfred A.
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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Manfred A. » Mo 30. Jul 2018, 18:33

Ich lese das Straßenbahnmagazin gerne, der Modellteil ist halt stark verbesserungswürdig. Überhaupt kommt mir vor, als ob es 75% im Jahr im Modellbahnteil nur um die Anlage und Fahrzeuge von Herrn Spühr geht.

LG, Manfred

Gerdo
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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Gerdo » Do 2. Aug 2018, 21:08

Moin, das SM habe ich seit Heft 0 gesammmelt. Damals gab es noch keinen Modellteil, hat mich aber nicht gestört. Die allgemeinen Traminfo waren mir recht und wichtig. Zur Modelltram kam ich erst viel später.- Meiner Meinung nach irrt der Manfred betreff der Beiträge Spühr. Jeder der sich dort meldet, kommt meiner Meinung nach zu Wort und Bild. Es gibt also eine Vielfalt im Modellteil. Mangels Beiträge ist das Angebot oft nicht so dick.
Mit Grüßen aus Ostfriesland Utz

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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von H-D Nolden » Fr 3. Aug 2018, 20:54

Ich lese das Straßenbahn-Magazin regelmäßig und finde die Beiträge intressant. Zum Modellteil kann ich meinen Vorredern zustimmen

H.D. Nolden

jour-reveur
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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von jour-reveur » Sa 11. Aug 2018, 12:12

Hatte ein Probeabo und hab zugesehen es schnellstmöglich zu kündigen. Der Modellbauteil ist unterirdisch. Liegt evtl. auch an den verantwortlichen Personen.
Den gefühlten Anteil an "Spühringen"-Beiträgen hab ich auch. Andere Vereinsmitglieder haben mehrfach erfolglos versucht Beiträge über den Verein und die Anlage zu platzieren. Von daher mangelt es bestimmt nicht an möglichen Beiträgen. Aber der Unterton der Beiträge z. B. zu KBgg in bestimmten Regionen zeigt wie gefiltert wird und mit welcher Tendenz Stimmung gemacht wird.
Diesen Eindruck bestätigen auch andere, welche persönlich einem bestimmten Redakteur Kontakt hatten. "Ossi-Hasser" ist da nur einer der harmlosen Ausdrücke die in den Gesprächen fallen.
Wenn ich in einer Großstadt mehr als fünf Zeitungsläden besuche ohne fündig zu werden und erst in der zweiten Bahnhofsbuchhandlung eine Exemplar entdecke gibt es nur zwei Möglichkeiten: 1) die Zeitschrift ist so beliebt und ständig ausverkauft oder (und das ist zu treffender) 2) die Zeitung ist unbedeutend und ein Ladenhüter.
Eigentlich schade. Natürlich ist Straßenbahn (leider) ein Randthema, aber Preis und Leistung stimmen nicht überein und da gebe ich mein Geld lieber für andere Sachen aus.

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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Tramspotters » Sa 11. Aug 2018, 19:47

Es kann nahezu fast jeder mitbestimmen, was im Modellteil gezeigt wird. Voraussetzung sind gute Bilder, also nicht mal eben locker mit dem Handy aus der Hüfte schießen und ein vernünftiger Text, der die deutschen Rechtschreibung und Grammatik auch berücksichtigt :wink:

Warum sollte Stimmung gegen irgendeine Region Deutschlands gemacht werden? Kann ich mir nicht vorstellen.
Tschoe, Guido

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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Jan Ruppert » Sa 11. Aug 2018, 21:26

Hallo zusammen,

Was mich stört, ist die nicht wertfreie Berichterstattung über die KleineBahnGanzGross Veranstaltungen. Da wird Stimmung gemacht, da wird Hörensagen verbreitet. Es geht nicht mehr um die Sache.
Von einer Fachzeitschrift erwarte ich, dass über solche Veranstaltungen wertfrei und informativ berichtet wird.
Dass die Anlagen gezeigt werden und in Wort und Bild vorgestellt werden.
Denn wenn man so weiter macht, wird sich bald kein Verein mehr finden, der diese Veranstaltung ausrichten wird. Man will ja nicht hinterher auch so durch den Kakao gezogen werden. Das könnte der Killer für diese Veranstaltungsreihe werden.
Man muss dabei bedenken, dass alle diese Ausstellungen quasi von Laien in der Freizeit geplant und durchgeführt werden. Wir sind keine Profis auf dem Gebiet und machen das nicht jeden Tag. Da kann schon mal das Eine oder Andere nicht ganz klappen. Es ist etwas anderes, eine solch große Ausstellung zu organisieren, als wenn man nur in den eigenen Vereinsräumen seine Anlage präsentiert.
Und darüber sollte eine Fachzeitschrift mit Niveau berichten und nicht noch Finger in die Wunden legen.

Gruß Jan

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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Tramspotters » Sa 11. Aug 2018, 23:42

Jan Ruppert hat geschrieben: Was mich stört, ist die nicht wertfreie Berichterstattung über die KleineBahnGanzGross Veranstaltungen.
Du schreibst im Plural. Über welche anderen Veranstaltungen wurde denn ebenfalls nicht wertfrei berichtet?

Ich würde es als Ansporn sehen, was man in Zukunft besser machen kann, nämlich der Presse rechtzeitig einen schönen Bericht mit Bildern vorbereiten. Proaktiv handeln und nicht sich zurücklehnen und dann beschweren, weil keiner gefragt hat :mrgreen:
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Rolf Hafke
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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Rolf Hafke » So 12. Aug 2018, 18:46

Liebe Fangemeinde,

was Jan zu KBgg sagt, ist sehr speziell. Aber nicht typisch für den SM-Modfellteil.

Es ist doch eine Frage, WIE man auf die Redaktion (im Wesentlichen EINE Person,
die kann man persönlich ansprechen, in Infos einbinden, Mails zukommen lassen -
dann wird auch WAS dabei rumkommen ......
(ich habe für den VDVA zum 60-jährigen Jubiläum die Pressearbeit gemacht,
wir hatten 11 Seiten (additiv) Berichterstattung in 6 Zeitschriften / Magazinen,
auch in Wien beim VEF und in UK beim LRTA in der Monats-Periodika.
Plus 6 Buchbesprechungen für unser Jubiläumsbuch 2016 mit rund 2,5 Seiten,
dafür haben wir vom Verlag 8 Belegexemplare versenden lassen ....)

Ich erinnere mich bei SM im Modellteil an viele Eigenbauten, "Ost"-Modelle und
-Anlagen im Laufe der letzten Zeit.
Wie haben die Kollegen es denn geschafft diese Infos zu verbreiten???
Ihr müsst drauf zugehen .... Mehr als verlieren kann man nicht - ein fairer Partner
sagt einem aber auch dann, woran es gelegen hat, wenn es nicht genommen würde ....

Ein anderes Thema ist der Vertrieb: Ich habe für BS vor Jahren die Akquise über die
PSG vorgenommen. BS bekommt man seitdem in vielen Bahnhofsbuchhandlungen.
Die Entscheidung wurde allerdings in Stuttgart getroffen, bei der Dr. Eckhard-Gruppe.
Zeitschriften werden anders distribuiert als Bücher, die Sonderhefte gehören auch dazu.

Gruß aus Köln
Rolf Hafke

Micha
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Strassenbahn-Magazin

Beitrag von Micha » So 12. Aug 2018, 19:41

jour-reveur hat geschrieben: [...] Wenn ich in einer Großstadt mehr als fünf Zeitungsläden besuche ohne fündig zu werden und erst in der zweiten Bahnhofsbuchhandlung eine Exemplar entdecke gibt es nur zwei Möglichkeiten [...]
Ich weiss nicht, von welcher Großstadt Du da sprichst, aber in Stuttgart bekomme ich das SM in mehreren großen Einkaufszentren.
In allen Zeitschriftenläden an den S- bzw. Stadtbahn-Stationen sowieso. Klar, nicht jeder kleine Kiosk weiter draussen hält es vorrätig.
>TOP< Stuttgart 21 ,Die GANZE Wahrheit !' (Die Anstalt 29.1.19 im ZDF): https://youtu.be/V49b13fYFik ...

Michael
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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Michael » So 12. Aug 2018, 20:40

Hallo in die Runde,

ich kann mich hier in Magdeburg nicht erinnern das SM jemals außerhalb der Bahnhofsbuchhandlung dauerhaft gesehen
zu haben. Es ist halt eine Zeitschrift, die für eine doch zu spezielle Kundschaft ist.
Selbst habe ich die Hefte von etwa 1997 bis 2011 gelesen und auch abonniert. Zum Ende hin haben mir dann Aufmachung
und der Inhalt nicht mehr zugesagt. Auf der einen Seite gab es sehr viele Berichte irgendwelcher längst eingestellten
Bahnen die sich quasi wiederholten auf der anderen Seite waren viele der Bilder retuschiert wurden und hatten alle
einen Schönwetterhimmel der in manchen Fahrdrahtgewirrecken vergessen, also schlecht gemacht war. Mir war das
Preis/Leistungsverhältnis damals zu hoch und ich habe mein Abo gekündigt. Zwischenzeitlich habe zwar mehrfach schon
wieder beim Bahnhof in die Hefte geschaut. sie aber immer wieder dann doch für nicht kaufenswert befunden.
Letztendlich war es aber auch bei mir die Erkenntnis, dass das Internet die für mich interessanteren Berichte lieferte und
auch aktueller war. So gesehen vermisse ich nichts.

Michael

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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von VolkerMZ » Mi 15. Aug 2018, 14:38

Das mit den übermäßig retuschierten und bearbeiteten Fotos ist mir auch schon (negativ) aufgefallen, bei einigen Abbildungen musste ich ein paar mal hingucken, um zu erkenn, ob es sich um eine Computersimulation oder um ein Foto handelt. Ansonsten ist es wie bei allen Hobbyzeitschriften, ein oder zwei Artikel sind für mich wirklich interessant, der Rest eher so lala bis uninteressant oder nicht wirklich gut gemacht. Der Modellteil im SM ist für mich auch eher uninteressant, von Neuheiten erfährt man im Netz schneller, und außer ein paar echten Highlights sind die Anlagen eher der Kategorie „schlecht bauen kann ich selber“, zuzuordnen, also nichts, wovon ich was lernen oder abgucken kann. Auch wenn ich solche Kunstwerke, wie einige sie hier zeigen, selbst nicht hinbekomme, so ist es doch auch für mich interessant zu sehen, was so alles möglich ist. Und das zeigt das SM leider viel zu selten.

Volker

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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Rolf Hafke » Mi 15. Aug 2018, 14:43

Guten Tag,

der Redakteur kann NUR das bringen, was er selber fotografiert hat
oder ihm in guten Bildern und im Text geliefert wird.

Als Journalist ist JOG kein Modellstraßenbahner, er berichtet nur über
Dinge, die ihm zugeliefert werden .....

Wenn das keiner tut, weil die Bauphase nicht im Bild festgehalten wurde,
dann kann auch nichts darüber gebracht werden ......

Gruß
Rolf Hafke

aufgrund der VDVA-Tagung bleibt das Büro bis 28. August geschlossen

Vincent
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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Vincent » Mi 15. Aug 2018, 17:06

Hallo,
Als Journalist ist JOG kein Modellstraßenbahner, er berichtet nur über
Dinge, die ihm zugeliefert werden .....
was in diesem Beitrag - und auch einigen wenigen anderen hier im Thread - durchkommt, finde ich eher besorgniserregend. Ist das denn die herrschende Vorstellung von Journalismus?

Unsere Lokalzeitung wäre bestimmt gänzlich leer, wenn die Redakteure so arbeiten würden. Sie dient ja gerade dazu, dass die Welt von Sachen erfährt, von denen die breite Masse vorher noch nichts gehört hat: Geschehen, Ereignisse, Veranstaltungen, Meinung, etc.

In diesem Sinne: Ich sehe das anders. Der Berg muss nicht zum Propheten kommen, sondern umgekehrt. Der Redakteur muss die spannende Story finden und nicht umgekehrt. Ist das SM dazu personell nicht in der Lage, sollte man sich breiter aufstellen...

Rolf Hafke
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Re: Strassenbahn-Magazin - Für und Wider

Beitrag von Rolf Hafke » Mi 15. Aug 2018, 17:29

Hallo nochmals,

das sehe ich als Fachjournalist mit einer Nahverkehrs-Redaktion aus der PRAXIS
leider völlig anders:

bei Pressekonferenzen beim hiesigen Verkehrsbetrieb werden Fragen gestellt,
da "krempelt sich bei mir der Magen" um .... Von Nichts eine Ahnung,
und davon viel ...... Inzwischen gebe ich einem der Kollegen (Tagespresse)
Tipps und Informationen. Meist wechseln die Mitarbeiter, häufig sind es Volontäre.

Bei den Industrie-Pressekonferenzen ist es ähnlich, NUR die Kollegen reiner
Fachzeitschriften haben Hintergrundwissen. So gibt es dann bei Siemens
immer wieder die Fragen von jungen osteuropäischen Kolleginnen "wann bekommen
wir denn bei uns in ... auch eine so schöne neue Metro oder ...." ?????

Die Kollegen mit Hintergrund kann man leider schon fast an zwei (oder wenig mehr)
Händen abzählen. Was glaubt Ihr denn, wer bei GeraMond die anderen Redaktionen
leitet, auch bei EM ist der Chefredakteur zwar ein ehem. Eisenbahner, mehr aber nicht.
Lediglich der Kollege, der den Modellbereich leitet, ist Insider.

Bei EK sieht es besser aus, den "stadtverkehr" macht ein mit gutem Wissen
ausgestatteter Journalist, der schon lange dabei ist. Beim Magazin gibt es
viele freie Mitarbeiter..... Auch für die Modellbereiche.

Gruß aus Köln
Rolf Hafke

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