NEUHEITEN von Halling

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Alsternordbahn
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Alsternordbahn »

Klare Zustimmung! Straßenbahnradien von 250 oder 300 mm an aufwärts mögen zwar noch vorbildgerecht sein, vergrößern aber beim Bau von Schleifen die Anlagenfläche wesentlich. Ein Mindestradius von sogar 360mm bringt bei zweigleisigen Strecken im Oval den gleichen Platzbedarf wie ein normale Modelleisenbahn: 85 bis 90 cm Tiefe!

Wenn ich im Netz Bilder von alten Hamo-Anlagen (Radius 150 mm) sehe, dann erkennt man, wie kompakt damit gebaut werden konnte und wie viel H0-Tram selbst auf einem nur 330mm tiefen Wandregal schon möglich war. (Bei 250mm Radius ist die Anlagentiefe bereits mindestens 550mm.) Auf einer Fläche von 120 x 120 cm konnte man einen ganzen Großstadtbetrieb darstellen...

Auf die paar Zentimeter kommt es nicht an? Doch: Ein Wandregal mit 33 cm Tiefe bekommt man auch in kleinen Wohnungen noch recht gut untergebracht. 55 cm sind dagegen oft einfach schon zu breit und weil man für Einrichtungswagen bei den Endschleifen diese Tiefe dann braucht, wird die Anlagenplanung erheblich erschwert, weil man den Platz für die Endschleifen erst einmal freilegen müsste.

Meine Meinung: Wer Straßenbahnmodelle mit Mindestradien deutlich oberhalb von 225mm rausbringt, hat das Thema verfehlt und bekommt eine glatte 6.
Schienenchaos
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Schienenchaos »

Mit Blick auf die Konstruktion dürfte der angegebene Mindestradius tatsächlich einfach ein Fehler sein. :wink:
LG
Schienenchaos
Hans-Helmut Börß
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Hans-Helmut Börß »

Hallo,

die Konstruktion des Flexity Götebörg ist ja den Varianten Essen und Frankfurt sowie den Citadis Den Haag und Kassel ähnlich (langes Mittelteil) und auch dort gibt Halling einen Mindestradius von ca. 360 mm an.

Viele Grüße
Hans-Helmut
Jan Ruppert
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Jan Ruppert »

Bild
Manfred A.
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Manfred A. »

Leider ist der c 16606 ein mehr oder weniger Phantasiemodell. Der Beiwagen bekam beim Vorbild im Jahr 1984 zeitgleich mit dem damals neuen Stadtwerkewappen die GFK-Türen mit den tiefergezogenen Türfenstern.

Erst nach der Ausmusterung am 30.8.1993 und vor dem Transport nach Kochi/Japan Anfang September 1993 (gemeinsam mit dem L 541) bekam er wieder die alten Türen mit den kleinen Türfenstern (eventuell wurden die GFK-Türen als Ersatzteile gebraucht). Im Buch Bahn im Bild 214 über die Typen T und L der Wiener Verkehrsbetriebe gibt es ein Bild des L 541 + c 1606 bei der Verabschiedung vorm Transport nach Kochi in der Hauptwerkstätte Simmering, hier sieht man den Beiwagen mit den alten Türen. Ich gehe davon aus, daß man bei Ferro Train/Halling/Stängl nach diesem Bild gearbeitet hat.

Auch der Satz im PDF, daß er Beiwagen für die erschienenen E-Modelle verwendbar ist stimmt nicht. Wie geschrieben wurde der Beiwagen 1993 ausgemustert, die bisherigen E1-Modelle sind alle im Zustand des 21. Jahrhunderts (erkennbar u. a. an diversen Piktogrammen).

LG, Manfred
Petz
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Petz »

Alsternordbahn hat geschrieben: Mi 14. Okt 2020, 10:44Meine Meinung: Wer Straßenbahnmodelle mit Mindestradien deutlich oberhalb von 225mm rausbringt, hat das Thema verfehlt und bekommt eine glatte 6.
Sehe ich genauso und zumindest sollten die konstruktiven Drehgestellauslenkwinkel das in jedem Fall ermöglichen.
Und nachdem ich es geschafft habe durch teilweise Fräsungen und anderes taugliches Tun meinen ganzen Fuhrpark auch zu 190 mm Radientauglichkeit zu "überreden", sollte das bei der Konstruktion nicht nur keine Mehrkosten verursachen sondern generell kein Thema sein. Das man dann wie ich als H0 - Fahrer sich mit teilweisen Karosserieausnehmungen für die Radsätze abfinden muß ist natürlich auch klar aber zumindest technische Einschränkungen darf es da nicht geben.
Es ist ja irgendwie traurig das Hamo das trotz "schwangerem" :lol: Motor und massiven Drehgestellgetriebeblöcken schon vor Jahrzehnten zusammenbrachte... :roll:
Grüße von Markus

Man muß im Leben für seine Erfahrungen bezahlen, wenn man Glück hat bekommt man manchmal Rabatt (Oskar Kokoschka)
Hans-Helmut Börß
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Hans-Helmut Börß »

Manfred A. hat geschrieben: So 1. Nov 2020, 15:42
Leider ist der c 1606 ein mehr oder weniger Phantasiemodell. Der Beiwagen bekam beim Vorbild im Jahr 1984 zeitgleich mit dem damals neuen Stadtwerkewappen die GFK-Türen mit den tiefergezogenen Türfenstern.
Frage an den (oder die) Wien-Experten: Hatten alle c-Beiwagen die Türen mit den längeren Fenstern oder gab es auch Umbauwagen, welche die alten Türen behalten haben?

Viele Grüße
Hans-Helmut
Manfred A.
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Manfred A. »

Bei den Umbauwagen der Type c hatten nur die Wagen 1606, 1608 und 1609 die GFK-Türen mit den tiefergezogenen Fenstern. 1606 und 1609 bekamen diese im Jahr 1984, der 1608 im Jahr 1985. Zeitgeich bekamen die 3 Wagen da auch das damals neue Stadtwerkewappen (das am Modell zu sehende).

LG, Manfred
Hans-Helmut Börß
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Hans-Helmut Börß »

Danke an Manfred für die Erläuterungen!

Dann hätte es also mit einer anderen Nummer ein stimmiges Modell werden können.

Viele Grüße
Hans-Helmut
Manfred A.
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Manfred A. »

Ja, stimmt.

Außer man will den c 1606 im Zustand zwischen Ausmusterung und Transport nach Kochi nachbilden, dann paßt das Modell wie es ist.

LG, Manfred
Manfred A.
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Manfred A. »

Ein Nachtrag. Im Netz hab ich ein Bild des c 1606 mit den GFK-Türen mit den tiefgezogenen Türfenstern gefunden.

LG, Manfred
Tramspotters
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Tramspotters »

Hans-Helmut Börß hat geschrieben: Di 3. Nov 2020, 09:28 Danke an Manfred für die Erläuterungen!

Dann hätte es also mit einer anderen Nummer ein stimmiges Modell werden können.

Viele Grüße
Hans-Helmut
Da fragt man sich dann, warum man das nicht gemacht hat.

Unbegreiflich.
Manfred A.
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Re: NEUHEITEN von Halling

Beitrag von Manfred A. »

Hier ein paar Bilder von der aktuellen Neuheit, dem Wiener C1 115, quasi ein bildliches Unboxingevent.

So wird das Modell geliefert, in der bekannten grünen Schachtel.

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Der Inhalt der Schachtel. Das Modell, 2 Decalbögen, der Schaffnersitz, die bekannten Zurüstteile. Erstmals ist beim Triebwagen auch der Spritzling mit den Dachlüftern beigepackt.

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Der Triebwagen selbst.

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Am Dach sind die Löcher für die Lüfter und die Dachsignale vorgebohrt. Einzig das Loch für den Lüfter über dem Fahrerplatz fehlt.

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Die Neuheit bei diesem Modell versteckt sich unter der Inneneinrichtung. Eine kleine Platine mit NEM651-Schnittstelle.

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Leider ist der für das Modell gemachte Beleuchtungssatz noch nicht lieferbar. Ich bin gespannt wie der sein wird. Auf alle Fälle muß man beim Modell wohl ein wenig bohren. Ich vermute mal, daß aus diesem Grund der Bugscheinwerfer und der Rangierscheinwerfer nicht bedruckt sind.

LG, Manfred
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