Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

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VolkerMZ
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Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von VolkerMZ »

Leider werde ich meine N-Anlage abreissen müssen, da sich bei einigen Gleiselementen die Kunststoff-„Straße“ so verzogen hat, dass die Schienenprofile jetzt unterhalb(!) der Straßenebene liegen. Sehr weit guckten die Profile ja nie aus dem Pflaster raus, aber jetzt geht gar nichts mehr (außer vielleicht Batteriebetrieb mit Akku im Fahrzeug). Tomytec heißt bei mir ab sofort nur noch Tomydreck. 🤮

Gefrustete Grüße

Volker
axelnetz
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von axelnetz »

Du brauchst definitiv schwerere Fahrzeuge, damit sich die Räter in den Asphalt drücken... aber im Ernst: ich kann deinen Frust nachvollziehen. Ggf. könntest du aber die Oberfläche mechanisch etwas nachbearbeiten und so die Anlage retten? Wäre zumindedt schöner als abreissen, finde ich.
SKIP
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von SKIP »

Volker, kannst Du auch Foto's zeigen vin Deinen Problem??
Gruß Paul
http://www.skiptram.nl
Alsternordbahn
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von Alsternordbahn »

Das ist ja blöd. Wenn Du weit östliche Vorbilder hättest, könnte man zwar sagen, das wäre vorbildgetreu. :roll: Aber in N dürften die Modelle das nicht mitmachen. Schade, denn ich hatte mal ein wenig mit den Gleisen geliebäugelt.
Tramspotters
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von Tramspotters »

Ein Foto wäre in der Tat sehr hilfreich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gleis sich nach unten gedrückt haben. Wohin haben sie sich denn bewegt? In die Platte hinein?

Ich habe Minashina auch mit den Gleisen von Tomytec gebaut. Die Anlage wird jetzt 10 Jahre alt und die Gleise sind immer noch einwandfrei.

Tschoe, Guido
VolkerMZ
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von VolkerMZ »

Auf der Anlage lässt sich das schlecht fotografieren, aber ich habe hier einen Gleisbogen aus der gleichen Packung, die auch verbaut habe. Ich hoffe man kann auf dem Foto erkennen, dass die kurvenäußere Schiene nicht über die Straßenoberfläche heraussteht. Den gleichen Effekt habe ich auch an mehreren Stellen auf der Anlage. Eine Ursache dafür kann ich auch an diesem Gleisstück nicht erkennen. Ist mir auch ehrlich gesagt sch....egal, sowas hat gefälligst nicht vorzukommen. Ich zahle ja auch nicht mit fehlerhaftem Geld, da erwarte ich fehlerfreie Ware, sie wird ja auch nicht als Bastelware mit kleinen Fehlern verkauft.

Bild

Volker
VolkerMZ
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von VolkerMZ »

Auf der Anlage lässt sich das schlecht fotografieren, aber ich habe hier einen Gleisbogen aus der gleichen Packung, die auch verbaut habe. Ich hoffe man kann auf dem Foto erkennen, dass die kurvenäußere Schiene nicht über die Straßenoberfläche heraussteht. Den gleichen Effekt habe ich auch an mehreren Stellen auf der Anlage. Eine Ursache dafür kann ich auch an diesem Gleisstück nicht erkennen. Ist mir auch ehrlich gesagt sch....egal, sowas hat gefälligst nicht vorzukommen. Ich zahle ja auch nicht mit fehlerhaftem Geld, da erwarte ich fehlerfreie Ware, sie wird ja auch nicht als Bastelware mit kleinen Fehlern verkauft.

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Volker
Tramspotters
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von Tramspotters »

Also ich kann aus diesem Foto nichts erkennen. Was für ein Gleis ist das denn überhaupt?

Wohin soll denn die Schiene hin verschwunden sein? Ist das Gleisstück gebogen?

Tschoe, Guido
VolkerMZ
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von VolkerMZ »

Das ist ein gewöhnliches Tomytec-Straßenbahngleisstück. Ein 60-Grad-Bogen mit aufgedruckten (viel zu großen) Pflastersteinen. Hier noch mal Photos von oben und unten.

Bild

Bild

Volker
Tramspotters
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von Tramspotters »

Tut mir leid, aber ohne mehr Infos wird man dir nicht helfen können.
misanek23
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Registriert: So 12. Jul 2009, 10:18

Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von misanek23 »

Ich benutze Tomytec von Anfang an, als er anfing zu produzieren, ich habe keine Probleme. Alles ist ok.
VolkerMZ
Beiträge: 69
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von VolkerMZ »

Hier nochmal ein Versuch, das Problem sichtbar zu machen:

Bild

Abhilfe gibt es da wohl keine, außer großflächig die Straßenoberfläche wegzufräsen, aber wie soll man das anstellen, zumal bei bereits verbauten Gleisen? Das Unheimliche dabei finde ich, dass dieses Problem erst im Laufe der Zeit enstand, ich kann mir allerdings nicht erklären, was genau da passiert ist. Ich hatte den Beitrag auch eher als Info für andere eingestellt, die auch die Gleise verwenden, oder sich mit dem Gedanken tragen, diese zu verwenden.

@Guido: hast du auch diese Gleise verwendet, oder das Vorgängersystem mit Schotterbettungsgleis und Pflastereinsätzen? Da es für das „Straßengleis“ keine Weichen gibt, musste ich für die Weichen auch darauf zurückgreifen, dabei ist mir aufgefallen, dass die Straßenoberfläche dabei einige Zehntel tiefer liegt. Daher würde ich da auch weniger Probleme erwarten. Vermutlich ist es auch die einzige Lösung für meine Anlage, die vorhandenen Straßengleis-Elemente herauszureißen und durch Schotterbettungsgleis mit Pflastereinsätzen zu ersetzen, da ich bei der Geometrie ja festgelegt bin, wenn nicht alles nochmal neu machen will.

Volker
Alsternordbahn
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von Alsternordbahn »

Ich erinnere mich, dass bei Hartel mal mindestens eine Charge Gerade nach oben durchgebogene Profile hatte. Muss mit starkem Kraftaufwand beim Ablängen passiert sein oder bei der Montage in Heimarbeit hatte jemand mit dem Hammer immer in Gleismitte "nachgeholfen". Damals war man jedoch froh, wenn man überhaupt mal Gleise bekam und aufgefallen war das auch erst beim Fahrbetrieb auf der fertigen Strecke, weil die Züge dann fuhren, wie ein Rennboot über Wellen "reitet". Von Luna erinnere ich auch horizontal (!) verzogene Plastikteile, was man aber auch erst beim Verbauen merkte, weil man statt einer Geraden eine maßstäblichen 3 Kilometer-Radius nachbaute... :cry:

Extrem ärgerlich, weil man einmal fest verbaute Gleise kaum ohne erhebliche Schäden am Umfeld wieder ausbauen und tauschen kann.
Ingbert
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Re: Böse Überraschung bei Tomytec-Gleisen

Beitrag von Ingbert »

Hallo Volker,

auf Deinem letzten Bild kann man es im scharfen Bereich der Außenschiene sehr gut erkennen, dass das Pflastermaterial zu hoch ist. Am Rand trotz Unschärfe wirkt es stimmiger, auch wenn der Höhenspielraum herstellerseitig mutig klein wirkt. Anscheinend hat sich die Pflasterimitation nach oben gewölbt. Die breiten N-Radreifen müssen hier zwangsläufig aufsetzen, was sie ursächlich ja auch tun. Das könnte quellendes Grundmaterial des Pflasterimitats sein oder/und der entsprechende Kleber. In beiden Fällen wird eine Reparatur nicht so einfach möglich sein.

Auf dem Bild scheint direkt an der Schiene anschliessend ein grauer Streifen zu sein. Lässt sich eventuell dieser mit einem Bastelmesser abschneiden? Das könnte in der Breite dem Radreifenüberhang entsprechen. Die entstehende Lücke ließe sich zur Not optisch mit einem Gußmaterial tiefer verfüllen. Die Wirkung einer abgefahrenen tieferen Schiene im Straßenpflaster wäre sogar noch authentisch. Da die Schiene mechanisch mit dem Unterteil befestigt ist und die Struktur separat aufgeklebt scheint, sollte es mechanisch mit der korrekten Gleislage trotz Einbau keine Probleme geben.

Alles Spekulationen anhand Deiner Bilder, da ich selber die Tomytec-Gleise nicht im Einsatz habe.

Bei diesem Höhenunterschied könnte sogar die Drehgestell- oder Fahrwerksabdeckung mittig zwischen den beiden Schienen streifen. Das sieht auf dem Bild auch höher als die beiden Schienenoberseiten aus. Ich denke da speziell an die Kato-Zweiachser der zweiten Generation oder die Hobbytrain- und Arnold-Sechsachser mit ihren kleinen Raddurchmessern und resultierend nur geringem unteren Rahmenfreiraum. Letzteres war bei mir ein Thema beim Rasengleis. So viel konnte ich da gar nicht abmähen ...

MfG,
Ingbert Neumeister
Matthias.Vollstedt
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Registriert: Di 1. Mär 2005, 19:49
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Die üblichen Verdächtigen bei solchen Problemen

Beitrag von Matthias.Vollstedt »

sind:
1. Anlagenunterbau:
1.1. Präzise erstellt, aber später verzogen
1.2. Präzise erstellt, aber falsches Holz
1.3. Präzise erstellt, aber Ortswechsel der Anlage auf unebenem Boden
1.4. Präzision hatte "Luft nach oben"
1.5. Unebene Trassenbretter

Wenn der Anlagenunterbau über jeglichen Zweifel erhaben ist (was eher die Ausnahme als die Regel ist), kommt in Betracht:

2. Gleisbau:
1.1. Präzise erstellt, aber später verzogen (So die Einschätzung des TE)
1.2. Segmente in Längsrichtung "zwängend" verlegt
1.3. (Optisch kaum wahrnehmbare) Knicke im Gleis
1.4. Seitendruck auf die Segmente z.B. durch Straßenfahrbahnsegmente

Das ist ausdrücklich nicht als Kritik am TE gemeint (wie Guido schon schrieb, fehlen da ohnehin nähere Infos), sondern als - unvollständige - "Checkliste" für die Fehlersuche, fußend auf eigenen Erfahrungen beim Anlagenbau.

Viele Grüße
Matthias
Mehr Infos zum Bau und Betrieb von Modelltrams findet Ihr in meinem Buch "Straßenbahn im Modell", 2. Auflage Alba-Verlag Düsseldorf. Allzeit "gute Fahrt" in unserem schönen Hobby wünscht Euch
Matthias Vollstedt
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