vierachsige Großraumwagen

Hier gibts alles Wichtige, was mit den Modellstraßenbahn-Fahrzeugen zu tun hat.
(geschlossenes Forum)
Gast

Beitrag von Gast » Do 7. Jul 2005, 14:39

Danke Tobias,

ja, um die Wiener Souvenirmodelle weiß ich Bescheid.

Wie Du schon sagtest, Sie sind verhältnismäßig einfach und würden lediglich eine "Platzhalterstellung" einnehmen.

Schön wäre natürlich ein neuzeitiges Modell in der Qualität und im Preis wie der Halling Gt 4.

Aber danke nochmals

Gerald

Gast

Beitrag von Gast » Do 7. Jul 2005, 15:01

Hallo allerseits,

ich danke herzlich für die Beiträge von Matthias und Gerald; für mich wäre dieses - nennen wir es "Düsseldorfer" - Modell (wie schon mehrfach geschrieben) eine sehr gute Wahl (weil es den Bstlern unter uns ja auch wieder neue Möglichkeiten bietet) und würde mich auf jeden Fall einer Bestellung mit einer kleinen Flotte anschließen.

An tramtobi: Auch danke für deinen Beitrag, aber wenn du die Beiträge in diesem Thema genau verfolgst, hatten wir den Punkt "Wiener Souvenirmodelle" eigentlich in Länge und Breite schon abgehandelt. Vielleicht kann oder will Gerald mit den Kompromissen bzw. der Notwendigkeit zum Eigenumbau genauso wenig leben wie ich...

Von daher möchte ich nochmals bitten, den Sinn und Zweck unserer Diskussion nicht aus den Augen zu verlieren: Wir wollen einen Hersteller dazu kriegen ein Modell nach neuesten Fertigungsmöglichkeiten und zu vernünftigen Preisen auf die Schiene zu stellen! Das wird sicher nicht im nächsten Monat passieren (auch das haben wir im Bezug auf Halling und dessen gute Auslastung mit moderenen Fahrzeugen bereits hinreichend diskutiert), aber wenn wir uns bereits zu diesem Zeitpunkt "verfusseln", wird das nie etwas!!!

Ich möchte hier niemandem zu nahe treten - jeder darf schreiben, was er will und das soll im Sinne der freien Meinungsäußerung auch so bleiben! -, nur bitte beteiligt euch möglichst konstruktiv und zielorientiert an unserem Thema und schaut doch einfach mal, was schon gepostet wurde, bevor ihr selbst Beiträge einstellt...

zu Werner: Lieber Werner, ich ziehe vor deiner Erfahrung, deinen Fähigkeiten und deinen hier eingestellten Beiträgen respektvoll den Hut. Ein Blick auf deine Weichenstraße in der Tipps und Tricks-Ecke lässt mich neidvoll erblassen... Sicher hast du mit deinem jüngsten Beitrag recht: Wenn ich in Berlin lebte, hätte ich dich schon längst zum Kaffee eingeladen!

Das Stichwort "Workshops" war eben genau dazu gedacht, Interessierte aus unterschiedlichen Gegenden an einen Tisch zu kriegen. Ich wäre sogar bereit das zu organisieren, wenn sich ein "Befähigter" findet, der sein Wissen und seine Fähigkeiten (gegen ein kleines Honorar) zur Verfügung stellt. Ich denke, es sollte kein Problem sein, eine Berufsschule oder Volkshochschule zu finden, die Räumlichkkeiten und ggfs. Werkzeug-Equipment zur Verfügung stellt. Aus meiner beruflichen Erfahrung kann ich nur sagen, dass man so ein Angebot halt einfach mal machen müsste. Es muss ja nicht in Karlsruhe sein (*grins*) - vielleicht etwas zentraler, z.B. Frankfurt oder Kassel... (und jetzt bitte kein Gejammer, dass man dann erst 2 oder 4 Stunden dahinfahren muss!!!)

zum Thema Eigenumbauten: Ich habe immer noch etwas Skrupel, einfach mal einer 80 €-Straßenbahn von Roco zu Leibe zu Rücken... Daher habe ich jetzt mit Hamann-Karosserien begonnen, da hält sich im Fall des Misslingens der Wertverlust in Grenzen. Vielleicht darf ich einfach mal fragen, was du, Werner, für eine sinnvolle Werkzeugausstattung im Hinblick auf den Umbau von Kunststoffmodellen hältst - natürlich dürfen auchh andere Forumsteilnehmer ihre Kenntnisse hier einfließen lassen...

Mit herzlichen Grüßen,
Tim/strabatim :wink:

Gast

Beitrag von Gast » Do 7. Jul 2005, 15:16

Hallo alle zusammen!

Ich hätte da eine Idee. Nun will ich mal fragen, wie ihr die findet:

Ich meine mal davon gehört zu haben, dass die Firma Halling die
Wiener Souveniermodelle herstellt bzw. hergestellt hat. Falls dies
nicht der Fall sein sollte, dann klärt mich bitte auf. Jetzt aber zur
eigentlichen Idee:
Man könnte ja mal beim Hersteller nachfragen, ob sie die DÜWAG-
Serie in einer (kleinen) Auflage neu herstellen könnten. Natürlich
sollte diese Auflage dann stark überarbeitet sein.Trotzdem sollte
der Preis dann aber nicht zu hoch sein.Ich würde da an einen Preis
von etwa 120-130 € denken.Natürlich sollten die Trams dann auch
einen Motor besitzen. Als Importeur für Deutschland könnte man
Herrn Artschwager von bus-und-bahn-und-mehr fragen, der ja auch
den Vertrieb für die Souveniermodelle übernommen hat.
Ich denke, dass man so ein Modell auf den Markt bringen könnte,
von dem nicht nur der Hersteller sehr viel hat, sondern auch der
Modellstraßenbahner, schließlich war dieser Typ sehr stark verbreitet.

Was haltet ihr davon? Vielleicht habt ihr ja ähnliche Ideen?

MFG

Tobi

PS: Nur nicht die Hoffnung verlieren! :wink:

Gast

Beitrag von Gast » Do 7. Jul 2005, 15:30

Hallo Tim!

Entschuldigung, dass ich wieder mit dem alten Kram angefangen habe.
Ich hab halt was länger für den Artikel gebraucht und habe deinen
Beitrag deshalb nicht gesehen. Es ist also nicht meine Absicht das Thema
durcheinander zu bringen :oops:. MFG

Tobi

Gast

Wiener Souvenirmodelle

Beitrag von Gast » Do 7. Jul 2005, 23:05

Servus Tobi, hallo an alle Großraumwagenfans!

Ich denke, auch diesen Punkt hatten wir schon: Die Modelle stammen von Stängl & Salber und wenn eine verbesserte Neuauflage überhaupt realistisch ist, wird sie so viel kosten wie eine Neuentwicklung. Ob man dort aber überhaupt die Notwendigkeit für eine verbesserte Neuauflage (geschweige denn eine Neuentwicklung) sieht, möchte ich bezweifeln...

Ich schließe mich da der Meinung von Matthias und Werner an und würde z.B. eher Halling als Hersteller bevorzugen, weil die Qualität seiner aktuellen Modelle ja wohl außer Frage steht... - das lässt mich für einen "vernünftigen" Großraumwagen im angepeilten Preissegment eher hoffen!

Ich bitte weiterhin um Meinungen/Kommentare zum Findungsprozess eines Modelltyps - und bitte nicht die angenäherten Abnahmezahlen vergessen!!! (die natürlich vom Preis abhängig sein werden, daher angenähert unter der Prämisse des anvisierten Preises von 150 Euro für den Tw und 80-100 Euro für den Bw - damit liegen wir im GT4-Preissegment)

Grüßle,
Tim/strabatim

Werner Jurkowski
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Beitrag von Werner Jurkowski » Fr 8. Jul 2005, 10:51

Hallo Tim,

ich denke, die Diskussion geht jetzt allmählich in die richtige Richtung, also Großraumwagen mit "Düsseldorfer" Front.

Die Spritzformen für die Wiener sind mit einiger Sicherheit nicht mehr bei Stängl (ehemals Stängl & Salber). Der Verbleib war einmal im alten Forum geklärt, die Einzelheiten habe ich aber vergessen. Möglicherweise sind die Wiener Linien Eigentümer der Formen, da sie ja auch Auftraggeber waren.

Auch aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, nicht die alte Form zu verwenden. Eine neue Form könnte in nun bewährter "Hallingtechnik" modular erstellt werden und böte somit die Gelegenheit, zu einem späteren Zeitpunkt mittels anderer Einsätze Varianten der Ursprungsform zu bauen.

Umbauten:
Bisher habe ich nur Messingmodelle umgebaut. Auch da gibt es natürlich eine gewisse Hemmschwelle, zumal die Modelle etwas teurer sind. Doch auch hier gilt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Seit Jahren habe ich einige Wiener zum Umbau in Berliner Großraumwagen zurückgelegt, meine vielen Messingprojekte haben mich nur daran gehindert, dies auch umzusetzen. Auf der Homepage von Rene Holz kann man solch einen Umbau bewundern, den hat er ganz gut hinbekommen.

Meine Werkzeugausstattung ist eher minimalistisch zu nennen und besteht im Wesentlichen aus einer Laubsäge, diversen Feilen, Zangen, Klammern, Reißnadel, Schiebelehre einem Lötkolben einfachster Art, Mini-Bohrmaschine und als teuerstes Werkzeug eine Drehmaschine.

Für den Umbau von Kunststoffmodellen würde ich auch keine anderen Werkzeuge verwenden (natürlich nicht den Lötkolben). Es ist da grundsätzlich egal, ob man mit Messing oder Kunststoff arbeitet.

Natürlich kann man seine Werkstatt auch noch üppiger ausstatten, z.B. mit CNC Fräse und Kreissäge, dazu wird dann aber meine Werkstatt zu klein. Bisher bin ich mit meiner Ausrüstung gut zurecht gekommen. Für den Selbstbau oder Umbauten muß man also keine großen Investitionen tätigen.

Inzwischen ziehe ich es vor, meine Messingmodelle am PC zu entwickeln und beim Profi ätzen zu lassen. Das geht nicht unbedingt schneller, schont aber meine Gelenke und zahlt sich aus, wenn man mehrere Modelle baut (in meinem Fall immer andere Varianten des Grundtyps).

Workshop:
Ich bin durchaus bereit, meine Erfahrungen auch "live" weiterzugeben. Das wäre dann auf der Basis Messing. Auch mit Kartonmodellbau kann ich dienen. Da baue ich üblicherweise nur Schiffe, die Tipps und Tricks, die man vermitteln kann, sind aber auf Strassenbahnmodelle übertragbar.

Für die Weitergabe meiner Erfahrungen erwarte ich keine Bezahlung. Z.B. treffen sich die Kartonmodellbauer jedes Jahr im April im Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven zu einem zweitägigen Erfahrungsaustausch - dort wird auch Niemand dafür bezahlt. Das Hauptproblem sind dann eher die Fahrt- und Übernachtungskosten.

Anlage:
Lob tut gut - vielen Dank. Die genannte Weichenstrasse ist übrigens Teil des Ersatzstückes für den verschrotteten Betriebshof und somit der zweite Versuch des Gleisbaus. Andere Gleise bestanden vorher nicht auf meiner Anlage. Ich hatte mir bewußt das komplizierteste Teilstück ausgesucht. Mit dem Kernstück der Anlage war auch klar, daß mir der Rest gelingen würde.

Natürlich braucht man für alles, was man baut, etwas Übung und da hat mir meine Feinmechanikerlehre sicherlich geholfen. Allerdings bei Beginn des Anlagenbaus war meine Praxis durch Studium und Einstieg in einen anderen Beruf schon einige Jahre unterbrochen. Ich habe aber erlebt, daß Freunde, die keine solche Grundlage haben (auch nicht in verwandten Berufen) zu vergleichbaren Ergebnissen gekommen sind. Hier half natürlich der gegenseitige Kontakt und der Lernerfolg war durchaus keine Einbahnstrasse - will sagen, auch ich habe davon profitiert.

Wenn Jemand sagt, er möchte nicht bauen, dann ist das zu akzeptieren. Wenn Jemand sagt, er traut es sich nicht so recht zu, dann kann ihm eventuell geholfen werden.

Viele Grüße
Werner

Gast

Beitrag von Gast » Fr 8. Jul 2005, 15:38

Hallo Tim,
hallo allerseits,

Tim, Du triffst den Nagel auf den Kopf. Ich muss mich da auch outen und gestehen, dass ich wirklich nur an "Fertigmodellen" interessiert bin. Anbetracht der Tatsache, dass meine handwerklichen Fähigkeiten gen NULL gehen und ich auch gar nicht das Werkzeug zum Eigen- bzw. Umbau hätte.

Lediglich mit Umlackierungen habe ich schon recht gute Erfolge erzielt.

Sollte tatsächlich einmal unser Traummodell Wirklichkeit werden, würde es sicher vielen Modellbauern entgegenkommen, auch einen "neutralen" Großraumzug kaufen zu können.

Hinsichtlich der weiten Verbreitung im Original, wäre ein Modell-Hersteller gar nicht in der Lage alle Varianten abzudecken. Andererseits würden sich die Umbauer sicher leichter tun einen "Neutralen" umzubauen.

Noch etwas anderes zum Thema Großraumwagen:

Schon vor über einem halben Jahr hatte ich das Thema "Großraumwagen" bei Hödl ins Forum gestellt.
Parallel zu Düwag ging es seinerzeit auch um die bekannten Rathgeber 3achs-Züge aus München. Auch hier gab es eine rege Diskussion und Wünsche und zeigt das große Interesse an diesem Thema.

Ich denke also, wir liegen voll im Trend.

Unabhängig und in Unwissenheit um diese Diskussion hier, habe ich vor 3 Wochen ein Mail an Halling gesendet, mit dem Vorschlag auch einmal über "Westdeutsche Großraumwagen" nachzudenken und anzuregen.

Leider kam eine negative Antwort. Zwar stieß der Vorschlag auf Interesse, allerdings sind die Kapazitäten für dieses Jahr ausgelastet und man sprach: "vielleicht 2006". Immerhin.

Ich weiß nicht, inwieweit bei Vertretern von Herstellern solche Foren Berücksichtigung finden. Bleiben wir also hartnäckig.

Gruß Gerald aus Berlin

PS:
Zum angekündigten Großraumzug M/m München bei Hödl habe ich auch verschiedene Fragen ins Forum gestellt, allerdings bisher ohne Reaktion des Verantwortlichen.
Keine Antwort ist auch eine Antwort. Wißt Ihr vielleicht schon mehr als ich?

Werner Jurkowski
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Beitrag von Werner Jurkowski » Fr 8. Jul 2005, 21:53

Hallo Gerald,

wir können davon ausgehen, daß Hersteller / Anbieter die Diskussionen in diesem Forum verfolgen, von einigen weiß ich das definitiv. Und dann gibt es, genauso wie bei Dir, noch etliche private Schienen. Die Botschaft kommt also sicherlich an. Auch deshalb ist es wichtig, daß die Diskussionen sachlich und konstruktiv geführt werden.

Die Antwort "vielleicht 2006" kann ich überhaupt nicht als negativ bewerten. An dem, was Halling in diesem Jahr auf den Markt gebracht hat und dem, was Rolf Hafke bereits angekündigt hat, läßt sich schon ablesen, daß man sehr gut ausgelastet ist. Wenn man kein Interesse am Großraumwagen hätte, hätte man wohl eine glatte Absage erteilt. Wenn man tatsächlich 2006 anfinge, solch ein Projekt vorzubereiten und 2007 (ist ja nicht mehr so lange hin) das Ergebnis präsentieren könnte, wäre das eine super Leistung.

Die Antwort zum M/m München überlassen wir besser Herrn Hödl. Die Kooperation zwischen Kleinstherstellern scheint nicht immer so zu klappen. Wenn es Erfolge zu verbuchen gibt, ist er sicherlich der Erste, der sich meldet.

Viele Grüße
Werner

Gast

Großraumwagen bei Halling?

Beitrag von Gast » Sa 9. Jul 2005, 16:33

Tagchen allerseits,

auch ich teile Werners Einschätzung, dass ein "vielleicht" keine Absage ist, zumal sich das mit meinem Eindruck deckt, den ich bei meinem Gespräch mit Herrn Halling vor ca. 3 oder 4 Monaten geführt habe... Nur es dreht sich halt immer wieder um Abnahmezahlen, damit das für die Hersteller nicht ein wirtschaftliches "Himmelfahrtskommando" wird!

Zum wiederholten Male daher meine Bitte, hier geschätze persönliche Abnahmezahlen zu nennen - außer Matthias inklusive seiner "Truppe" und mir hat das niemand bislang gemacht... :cry:

Zur Erinnerung: bislang hat sich in unserer Diskussion (unter den Aspekten Verbreitung/Varianten und damit letztlich auch hinsichtlich der Marktchancen) der Düsseldorfer Einrichtungstyp mit gerader Frontscheibe, schmalen Seitenfenstern und Türanordnung 2-2-1 durchgesetzt, der z.T. mit kleinen Veränderungen (Breite!) u.a. auch in Krefeld, Duisburg, Essen, Mülheim, Bielefeld, Wuppertal und Frankfurt lief.

Es versteht sich von selbst, dass wir möglichst auch den passenden Beiwagen (lässt sich auch wunderbar vorbildgerecht auch mit Gelenksechsachsern kombinieren!) auf die Schiene kriegen wollen.

Bilder dieser Schönheiten findet ihr hier:
http://grossraumwagen.de/2108.html (Düsseldorf)
http://grossraumwagen.de/du231.html (Duisburg, alter Lack)
http://grossraumwagen.de/du231beige.html (Duisburg, neuer Lack)
http://grossraumwagen.de/640.html (Essen)

In Anlehnung an Hallings GT4-Preise ist beim Tw mit ca. Euro 150, beim Bw mit Euro 90 zu rechnen...

Also: WER WILL WIEVIELE HABEN???

Herzliche Grüße,
Tim/strabatim

Werner Jurkowski
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Beitrag von Werner Jurkowski » Sa 9. Jul 2005, 23:07

Hallo Tim,

für mich als Berliner ist der Großraumwagen fast ein Exot. Aber einen Zug würde ich mir schon gönnen, so als Gegenstück zum Gothaer Großraumzug. Ein Zug reißt natürlich Niemanden vom Hocker. Ich vermute aber, daß die gleiche Frage bezüglich des Stuttgarter GT4 oder der beiden Hannoveraner auch ein verhaltenes Echo bei der Äußerung von Kaufabsichten gefunden hätte. Sie sind aber Renner geworden. Wenn die Modelle erst einmal in Halling Qualität da sind, dann können auch die nicht widerstehen, die damit noch nicht das Wunschmodell ihrer Stadt haben. In meinem Fall ist es übrigens egal, welche Stadtvariante kommt und ob in Normal- oder Schmalspur.

Viele Grüße
Werner

skytram
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Kulturgut Düwag Großraumwagen

Beitrag von skytram » So 10. Jul 2005, 10:05

Das die Düwag-Großraumwagen schon zu den deutschen Klassikern gezählt werden können, beweist ein Zeitungsartikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 22.11.2001. Im Feuilleton (!!) findet sich ein Artikel von Martin Kuhna unter der Überschrift "Ein Klassiker rollt aus - Weggefährte des Wirtschaftswunders: Über eine Straßenbahn, die viele Stadtbilder prägt".

Aus dem langen Artikel hier ein kurzer Ausschnitt:

1951 bringt dann die "Düsseldorfer Waggonfabrik AG" ihren "Großraumwagen" heraus. Der ist, mit vier Achsen in zwei Drehgestellen, komfortabel und fast quitschfrei; er zeigt moderne, glatte Linien mit gerundeten Kanten. Fünf Jahre später präsentiert die "Düwag" eine noch erfolgreichere sechsachsige Variante, mit einem gelenk in der Mitte und fast zwanzig Meter lang. Dieser Straßenbahn haben die Düsseldorfer eine neue Front gegeben, extravagant, geradezu kühn: Die breite senkrecht zweigeteilte Frontscheibe ist extrem nach hinten geneigt, die beiden außen gerundeten Teile sind überdies nach vorne/oben keilförmig zueinander gewinkelt. Oberhalb der Scheibe sitzt, wie eine wulstige Stirn, der Anzeiger mit Fahrtziel und Liniennummer. Bis in die Gegenwart sind Bahnen mit diesem "Düwag"-Gesicht alltäglich präsent: ein bemerkenswert dauerhaftes Design der Wirtschaftswunderzeit.
Als es 1956 erscheint, baut VW noch den Käfer mit kleinen Heckfenster; Opel, Borgward und Mercedes bieten Ponton-Limousinen [...] Die meisten dieser Autos sehen schon wenig später alt aus, da Amerika alljährlich eine neue Karosseriemode diktiert. Dagegen scheint das "Düwag"-Design, je länger je mehr, auf leicht verschrobene Weise auf Beständigkeit und Heimat zu stehen - wohl auch für Gestrigkeit, denn der bewunderte und imitierte American Way of Life heißt "freeway", heißt Auto [...]


Wenn es also kein Modell von den Düwag-Großraumwagen gibt, ist das so als gäbe es keinen VW-Käfer als Modellauto und keine E 103 für die Modelleisenbahn. Ich glaube das schöne Modelle der gängigen Düwag 4x und dann irgendwann auch der 2,35 m breiten 6x und 8xWagen neue Kunden für das Thema Modellstraßenbahn begeistern könnten.

Viele Grüße,

Stephan

...der natürlich auch ein Großraumwagen kaufen würde, um ihn mit Frankfurter Lackierung zu versehen.

Timm Siegel

Beitrag von Timm Siegel » So 10. Jul 2005, 11:55

Wenn es wirklich auf einen DÜWAG hinausläuft, sollte man nicht stur an der "Düsseldorfer" Front festhalten und die Version mit geneigter Stirnscheibe nicht ganz aus den Augen verlieren, da sie als Umbaugrundlage für div. Fahrzeuge herhalten kann

Gast

Düwag 4x

Beitrag von Gast » So 10. Jul 2005, 12:19

Hallo Timm,

dann mach doch bitte einen konstruktiven Gegenvorschlag und nenn vor allem deine Abnahmezahlen!!! Einfach den erreichten Stand der ganzen Diskussion wieder einzureißen und neu zu starten finde ich nicht fair - insbesondere nachdem dein Interesse ja wohl sowieso eher zu den Sänften tendiert!!! :evil:

By the way: welche geneigte Frontscheibe meinst du? Es gibt bekanntlich die Essener/Hannoveraner-Variante und die Kieler/Bonner, die allerdings die geringsten Fertigungszahlen erreicht hat (Stichwort Marktfähigkeit!!!). Ich vermute die meinst den "dicken" Bug (Essen/Hannover), weil man daraus die Kasseler "Sänften" und Wegmann-Gelenkwagen ableiten könnte... :wink:

Gruß,
Tim/strabatim

Werner Jurkowski
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Beitrag von Werner Jurkowski » So 10. Jul 2005, 12:46

Hallo zusammen,

bei der Diskussion um den zu bauenden Typ sollten wir jetzt bei der "Düsseldorfer" Front bleiben. Wenn ich jetzt auch noch meinen "heißen" Kandidaten einbrächte, wären wir bei der x. Variante und würden am Ende nichts bekommen.

Denkt bitte daran, daß ein wesentlicher Grund für Halling als Wunschproduzent ist, daß man dort Erfahrung mit modular aufgebauten Spritzgießformen hat. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, durch andere Formeinsätze Varianten mit z.B. anderer Stirnfront zu fertigen. Das aber alles schön nach der Reihe, zuerst müssen die Investitionskosten mit einer Variante eingespielt werden, sonst platzen die Wünsche wie Seifenblasen.

Werden die Großraumwagen erst einmal ein Erfolg, stehen die Türen sicherlich auch für weitere Modelle der Epoche III offen. Ich kann mir gut vorstellen, daß Herr Halling daran interessiert ist, nicht für alle Zeit abhängig vom Sponsoring der Waggonbauindustrie zu sein. Wenn dort mal ein Sanierer den Rotstifft an der "falschen" Stelle ansetzt, sind wir Neese.

Viele Grüße
Werner

Gast

Beitrag von Gast » So 10. Jul 2005, 13:27

Vielen Dank, Werner!!! Ich bin beruhigt zu sehen, dass hier noch einige Forumsteilnehmer mit mir am gleichen Strang ziehen!

Was weitere Varianten im modularen Aufbau angeht, sehe ich das genau so wie du: ob nun andere Köpfe, andere Fenster, Türen auf beiden Seiten - die Möglichkeiten sind vielfältig, wie wir bereits in der Diskussion "gelernt" haben... Über die Farbvarianten will ich gar nicht reden!!!

Als Ergänzung dazu: Herr Halling sagte mir in unerem Telefongespräch, dass in absehbarer Zeit wohl auch noch die ZR-Varianten des GT4 kommen werden: Freiburg, Reutlingen und Neunkirchen!

Insofern denke ich, dass wir mit dem "Düsseldorfer" Großraumwagen erst einmal gut bedient sind, da sich aus der Form (wenn man die Breite vernachlässigt) schon eine Reihe von Städtevarianten erstellen lassen. Über einen möglichen modularen Ausbau der Modellpalette werden dann sicher die Verkaufszahlen entscheiden... - wir haben es also in der Hand, Jungs!!!

Und damit die "Bastelspezis" auch nicht zu kurz kommen, sei an dieser Stelle erwähnt, dass sich mit dem "Düsseldorfer" Gr 4x z.B. die 8x Gl-Tw mit "Sänfte" (Hallo Timm :wink: ) für die Fernlinie K oder der Duisburger Tw 1232 (der im Laufe seines "Lebens" unter stets wechselnden Betriebsnummern ein 4-, 6-, 10- und 8-Achser war :o ) umbauen lassen!!!

Wenn das nichts ist... :P

Grüßle,
Tim/strabatim

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