KT4D Dreifachtraktion

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Peter Pauker

Beitrag von Peter Pauker »

Hi toofii,
ich werd mich nächste Woche mal drum kümmern, ob man irgendwo die Erfurter KT4D bekommen kann.
Nur jetzt mal noch eine andere Sache, ich habe heute mal mit meinem unmotorisierten KT4D geteset, was passiert, wenn die Drehgestelle festgestellt sind, dabei ist mir aufgefallen, dass das ja bei S-Kurven scheußlich aussieht, also wäre es na nicht besser, wenn man hinteres und vorderes Drehgestell feststellt, aber beiden trotzdem noch einen gewissen Spielraum lässt?
mfg
Alexander

toofii
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Beitrag von toofii »

danke,bitte informiere mich dann

zu deinem Problem :Ich glaube nicht das das dann ohne entgleisen funktionieren wird aber da fehlt mir die praktische erfahrung.
Es wäre sicher möglich einen gewissen Spielraum zu lassen aber ob das am Ende gut geht , wer weis .....

Ich glaube das solltest du einfach mal praktisch testen .
Du kannst uns ja ein Bild zukommen lassen ,davon wo du denkst das es komisch aussieht

MfG
Jan

Werner Jurkowski

Beitrag von Werner Jurkowski »

Hallo Alexander,

ich habe keinen KT4D um es auszuprobieren, aber Dein Versuch kann kein positives Ergebnis bringen.
Beim Vorbild sorgt eine Mechanik dafür, daß beide Wagenkästen in einer Linie stehen. Erst bei einem gewissen Drehgestelleinschlag folgen die Wagenkästen den Drehgestellen. Wenn Du beim Modell beiden Drehgestellen einen Spielraum läßt, knicken Dir die Wagenkästen auch in der Geraden ein, weil Du keine Rückstellelemente hast. Der Trick mit dem Festlegen eines Drehgestelles löst das Problem der zueinander geradestehender Wagenteile in der Geraden, dafür sieht es dann in der Kurve nicht ganz vorbildlich aus.
Die Frage ist also, ob ob es gelingt, auch im Modell Rückstellelemente einzubauen. Aus meiner Sicht hat man da nur die Wahl zwischen einem Federdraht (wie schon mal zum Thema ULF diskutiert, dort ging es um die radiale Einstellung der Fahrwerke) oder einer Zugfeder, die in Längsrichtung unter dem Dach montiert wird. Eine Zugfeder erscheint mir geeigneter. Beidseitig dicht neben der Zugfeder müßten sich beide Wagenhälften berühren. Der Drehgestelleinschlag am Wagenboden muß begrenzt sein, damit die Wagenkästen zum Einknicken gezwungen werden. Die Zugfeder muß so stark sein, daß die Wagenkästen bei Geradeausfahrt zusammengehalten werden, sie muß wiederum auch so schwach sein, daß die Räder auch im engen Radius auf der Schiene bleiben, also nicht ausgehebelt werden.
Ob man die Modelle mit einfachen Mitteln entsprechend abändern kann, kann ich mangels Anschauungsobjekt nicht beurteilen. Wenn es aber geht, dann hat man immer noch ein Justageproblem mit der Feder, aber - wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

MfG
Werner

Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo,
noch eine Idee, die zumindest bei einem Versuchsfahrzeug in IIm hervorragend funktioniert und dem Prinzip des GT6N entspricht:
Die Drehgestelle werden jeweils elastisch mit ihrere Wagenkastehälfte verbunden (Feder oder Gummilitze). Die Feder müsste so kräftig sein, das zuerst das Gelenk einknickt und die Drehgestelle beim Einfahren in eine Kurve oder in S- Kurven noch leicht genug ausschwenken können.

Alexander Dathe
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Beitrag von Alexander Dathe »

Ich bin zwar ein anderer Alexander, aber trotzdem:

Wenn ich wöllte wie ich könnte würd ich hier gern meinen Erfahrungsbericht reinsetzen. Vor einiger Zeit hatten wir genau das Thema diskutiert, wie man die Drehgestelle am HP-Motorfahrgestell für den KT4 feststellt. Alexander scheint hierbei dieselbe Idee zu haben wie ich auch, nämlich dass man die Drehgestelle nur leicht einknicken lässt, während bei weiterer Einfahrt in die Kurve dann das gesamte Fahrzeug am Faltenbalg knickt.

Ich werde den Gummifaltenbalg von HP benutzen, mit dem biegt sich das Fahrzeug auf gerader Strecke selbst in eine Linie.

Sollte ein Papierfaltenbalg benützt werden, muss man dann mit jeweils einer Feder rechts und links das Drehgestell an der beim Fahrgestell schon vorhandenen Feststellschraube einzwängen. Somit biegt sich das Fahrzeug auf der Geraden in eine Linie. Jenes beschreibt mein Vorredner auch.

Eine Feder am Dach scheint mir nicht ausreichend. Zumal die Gefahr gegeben ist, das bei zu starker Feder, das Fahrzeug in der Kurve durch die Federkraft weiter unbeabsichtigt ganz einknickt.

Aber ich warte nun schon ein halbes Jahr auf meinen Kt4D-Antrieb. Da kann man recht schnell sauer werden. Scheinbar ist ein neuer Sandwagen wichtiger als das bestehende Sortiment mal zuverlässig ausliefern zu können!!!

Ingo F.
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Beitrag von Ingo F. »

Ich verfolge das Thema auch mit großem Interesse. Bei meinem ersten KT4D (ohne Antrieb) habe ich dem ersten Drehgestell auch mit 2 Stiften begrenztes Drehen ermöglicht. Leider war die Umsetzung nicht entsprechend gut, aber von der Idee her dürfte das garnicht so schlecht gewesen sein. Das hintere Drehgestell habe ich frei drehbar gelassen.
Aber ich warte nun schon ein halbes Jahr auf meinen Kt4D-Antrieb. Da kann man recht schnell sauer werden. Scheinbar ist ein neuer Sandwagen wichtiger als das bestehende Sortiment mal zuverlässig ausliefern zu können!!!
Sorry, aber diese Diskussion hört man immer, wenn es um die Firma HP geht. Ich kann es verstehen, dass man nicht positiv davon angetan ist, so lange auf seine Bestellung warten zu müssen, aber immer stetig Motzen (ich bezeichne es mal so) hilft da wohl wenig weiter, zumal sowas eher demotivierend ist, als das es helfen würde! Ich war von der Freundlichkeit, die mir von Seiten HP entgegengebracht wurde immer positiv überrascht und übe mich in Geduld, weil die Hintergründe, warum die Ware so lange auf sich warten lässt, allen bekannt sein sollten. Und ein Sortiment, dass nicht wächst, wird nach einiger Zeit auch unattraktiv oder? Gerade als Modellstraßenbahner sollte man über jede Bereicherung für unser Hobby glücklich sein.
Viele Grüße
- Ingo

Peter Pauker

Beitrag von Peter Pauker »

Hallo,
also auf m eine Antrieb warte ich auch noch, aber ich bin guter Hoffnung :D , irgendwann wird er schon kommen, so kann ich mir in der Zwischenzeit halt Gedanken über die Gelenkmechnik machen.
Mit den Federn wird ja ganz bestimmt auch ganz schön Kompliziert, denn man muss ja erstmal eine entsprechend starke oder eben schwache Feder finden, dass sehe ich als das größte Problem. In der zwischenzeit hab ich auch mal bei einer unmotorisierten Doppeltraktion das probiert mit den festgestellten Drehgestellen, hat eigentlich ganz gut funktioniert, ist halt nicht perfekt, aber normalerweise reicht es aus. Aber ich werde mich jetzt doch mal hinsetzten und mich mal an der Originalmechnik versuchen, auch wenn ich wenig Hoffnung hab, dass ich das hinbekomme :D , aber ein Versuch ist es mir wert.
Und nochmal wegen H&P, auch ich wie schon mal gesagt, von der Freundlichkeit überrascht und kann es auch auf der einen Seite verstehe, dass es eben "etwas" :-) länger dauert.
mfg
Alexander

Alexander Dathe
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Beitrag von Alexander Dathe »

Also die Freundlichkeit: Sind heutzutage nicht alle furchtbar "freundlich"?

Aber zu Deiner Bezeichnung Motzen, das verbitte ich mir! Ich hatte das bestellt als Weihnachtsgeschenk. Den irgendwann zu zahlenden Betrag jederzeit zur Verfügung zu haben, das ist heutzutage nicht für alle gewährleistet und bereitet auch Kopfzerbrechen.

Was nützt es dem (anderen) Alexander hier herumzudenken wie ich vor einem halben Jahr auch und dann zu warten. Ständig das Warten, wenn man sich doch schon so viele Gedanken gemacht hat. Die Bausätze des des KT4D und des T6A2 nützen ohne Antrieb gar nichts.
Wenn die in großer Stückzahl verkauft werden, warten auch eine größere Anzahl Kunden auf den Motor, das sollte doch klar sein.

Es ist mein gutes Recht meine Meinung zu äußern. Das lasse ich mir nicht nehmen, zumal es wirklich scheinbar idiotisch ist, neu Sachen anzufangen, bevor die alten in großem Maß nicht beendet sind. Wer weiß welcher Verein oder Vertrauter da wieder Einfluß in der Planung geltend gemacht hat?!

Trotzdem bin ich auf HP angewießen.
Zuletzt geändert von Alexander Dathe am Mo 21. Feb 2005, 21:34, insgesamt 1-mal geändert.

michibaer14

Beitrag von michibaer14 »

Hallo Leute !

Noch bevor der neue Antrieb für den KT4D auf den Markt kam baute ich in ein Modell ein 23mm-Fahrwerk von pmt ein. Das zweite Drehgestell wurde zur zusätzlichen Stromabnahme herangezogen. Hierfür benutzte ich das Drehgestell mit Schleifern des älteren H&P-Antriebes (mit Gummiriemen, ohne Schwungmasse) für den T4D, welcher sich bei mir nicht bewährte und in der Bastelkiste verschwand.
Leider reichte die Zugkraft trotz Gewichten nicht aus um einen zweiten KT4D zu ziehen. Daher versah ich den "Triebwagen" noch mit einem zweiten pmt-Antrieb (parallel geschaltet). Inzwischen fährt die Traktion zur vollen Zufriedenheit auf meiner Anlage herum. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich so noch den größten Teil der Inneneinrichtung des ersten Wagens verwenden konnte. Im zweiten Wagen wurde kaum etwas verändert, nur Laufdrehgestelle starr eingebaut. Dass die Drehgestelle nicht einknicken stört mich nicht, da bei diesem kurzen Achsstand der Wagen sowieso nach der Kurve etwas auspendelt.
Troztdem würde mich der neue KT4D-Antrieb von H&P interessieren. Leider habe ich noch keinen. Nur für T6 und T4 könnte ich mitreden.

Gruß Micha

Peter Pauker

Beitrag von Peter Pauker »

Der Motor wird schon kommen, ich bin guter Dinge, und aufregen nütz doch sowieso nichts, ich hab gelernt, dass man bei diesem Hobbie geduld haben muss, und deswegen würd ich wirklich mal sagen, hört auf euch aufzuregen, wir können gerne daruber diskutieren, aber bitte nicht immer nur rummeckern.
hat eigentlich jemand mal ein Bild von einer schon realisierten Gelenksteuerung? Ne zeichnung von Original hab ich ja, aber wie sowas eigenbaut in einem Modell aussieht würde mich schon mal interessieren.
mfg
Alexander

Thomas
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Beitrag von Thomas »

Die KT4D Gelenksteuerung hab ich auch in meinem Versuchsfahrzeug ausprobiert, ist schon faszinierend dem Ganzen bei der Arbeit zuzusehen. :D
Die eigentliche Schwierigkeit ist aber das Ganze so einzustellen, dass der Wagenkasten nicht zu viel einknickt, denn wenn der Wagenkasten nicht weiter einknicken kann können auch die Drehgestelle nicht weiter eindrehen. :(
Was HuP betrifft: Ich verstehe ja die Schwierigkeiten und besser das Modell kommt spät, als das es gar nicht existieren würde, aber könnten die einem dann nicht gleich einen realistischen Liefertermin nennen? (Ich warte seit 3 Monaten auf einen Antrieb für den Großen Hecht und Frau Herrman macht mir auch immer Hoffnung, das es noch etwas werden würde)

Ingo F.
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Beitrag von Ingo F. »

Thomas hat geschrieben:Die KT4D Gelenksteuerung hab ich auch in meinem Versuchsfahrzeug ausprobiert, ist schon faszinierend dem Ganzen bei der Arbeit zuzusehen. :D
Hallo Thomas!

Hast du davon vielleicht Bilder, die du hier im Forum zur Verfügung stellen könntest?

Wäre wirklich klasse! :)
Viele Grüße
- Ingo

Thomas
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Beitrag von Thomas »

Werd ich morgen machen, sieht aber etwas merkwürdig aus weils nur zum ausprobieren war.

Thomas
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Beitrag von Thomas »

Also ersteinmal: diese Konstruktion funktioniert wirklich (auf den bösartigsten Lehmann Gleisfiguren), das ganze war erst einmal nur dazu gedacht um zu sehen ob das ganze überhaupt funktionieren kann.
Der mittlere "Waagebalken" ist in der Länge veränderbar um den Knickwinkel einstellen zu können. (Je kürzer der Waagebalken, desto stärker knickt der Wagenkasten ein.)
Die Lüsterklemmen dienen bei diesem "Gerät" dazu, die Zugstangen in der Länge anpassen zu können.
Um das ganze zu vereinfachen dürfte es reichen, von jedem Drehgestell nur eine Zugstange zum Waagebalken zu führen.
Bewegungen der Drehgestelle um Quer- und Längsachse werden durch das Spiel in den Lagerungen ermöglicht.
Genuagenommen ist die Konstruktion Kiunematisch nicht ganz einwandfrei, das wird aber auch vom Spiel aufgenommen.
Übrigens, das Ding hat keinen Pfennig gekostet: Der Wagenkasten ist ein Holzbrett, der Antrieb war vorhanden (Playmobil), das hintere Drehgestell ist von einem alten Eigenbauwagen, die Zugstangen Fahrradspeiche und das Gelenk besteht aus Teilen vom Metallbaukasten.
Bild
Mein H0m KT4D besitzt aber auch nur einen drehsteif und pendelnd (für Gleisunebenheiten) aufgehängten pmt- Antrieb.

Peter Pauker

Beitrag von Peter Pauker »

Danke für das Bild, sieht richtig interessnt aus, sind gute, sogar sehr gute Überlegungen dabei. Gut gemacht!
Jetzt ist halt nur die Frage, wie man das alles auf so ein kleines HO-Modell überträgt?
Aber nochmal, sehr gut gemacht, und bei dem Modell sind ja sogar die Stellschrauben zur Justierung der Stangen in Form der Lüsterklemmen mit eingebaut, so gesehen wie im original.
mfg
Alexander

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