KT4D Dreifachtraktion

Hier gibts alles Wichtige, was mit den Modellstraßenbahn-Fahrzeugen zu tun hat.
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Michael
Beiträge: 28
Registriert: Sa 12. Mär 2005, 22:31

Beitrag von Michael »

Hallo Alex,

Bei dem Wagen erscheint mir die Lackierung sehr einfach: Farbspray aus dem Baumarkt. Nehm ich auch und hat immer funktioniert.
Problematisch wird es nur wenn das Modell schon zusammen gesetzt ist.
Falls nicht, wird´s einfach. Zuerst muss die Farbe angeschliffen werden. Das geht an besten mit etwas Revell-Verdünniung und einem Schienenradierer. :arrow: Nimm bloss nicht zum Schaben oder Abkratzen, die Riefen sieht man meist erst nach dem Lackieren und ärgert sich dann. Das Dach und die Seitenwände sowie Front-, Heckteil Führerstand ohne Rückwand und das Rückfahrpult/Schaltschrank ohne Bodenplatten und Scheiben zusammen kleben . Frontscheiben und Boden nur einlegen zu Formstabilisierung, die müssen wieder raus!. Den Wagenkasten ruhig einen Tag stehen lassen damit der Klebstoff trocknen kann. Die noch vorhandenen Ritzen ausspachteln, Dach ändern , falschsitzene Blinklichter und sowas korrigieren, wieder trocknen lassen und dann nach der Anleitung auf der Flasche lackieren . Es wird nicht beim Ersten mal decken , du brauchst 3 oder 4 Schichten. Zum Trocknen packe ich es immer auf die Heizung.
Wenn alles Trocken ist Den Führerstand nachlackieren , die Rückwand ankleben und die Sitze auf die Bodenplatte kleben. Jetzt die Scheiben einkleben.
Die Bodenplatten durch ganz vorsichtiges Spreizen der Seitenwände einsetzen und eine Klecks Kleber drauf , falls es mal wieder raus muß.Die Werbung anbringen, mit einen dünnen, wasserfesten Edding die Türgummis nachziehen, Leuchten anmalen und das wars (schon) .

:!: Bei schon zusammengebauten Fahrzeugen musst du alles Abkleben. Mal klappt das , meist nicht.

Gruß Micha

Peter Pauker

Beitrag von Peter Pauker »

Danke für die Tipps, werd mir noch einen KT4D Zwickau besorgen und so vorgehen, wie du beschrieben hast, denn die andren Zwickauer, die ich schon beitze sind alle schon mit Wagennummern und sonstigen Details ausgrüstet, da will ich keinen opfern, lieber noch einen mehr, und so den Zwickauer Fuhrpark nachbilden.
Und bei dem "Gelb" werd ich wohl auch nichts beachten müssen, müsste doch eigentlich ein ganz normales Gelb, wa es auch zu kaufen gibt sein, ohne, dass man erst was zusammenmischen muss.
Hab heute Vormittag auch noch einen weiteren Wagen mit der Gelenksteuerung ausgerüstet und auch die Schienenbremse an dem Wagen angepasst, sodass sie nun genau über der Schiene läuft, hab einfach alles abgeschnitten und ein neues Plastestück untergeklebt, was jetzt den richtigen Abstand gewährleistet, sieht gleich viel besser aus.
Kannst du mir noch einen Tipp geben, wie ich vergindern kann, dass beim Lackieren die Farbe ins innere gelangt? Hab nämlich nicht vor, den Wagen auch noch im inneren farblich zu verändern, obwohl das bestimmt auch nicht schlecht aussehen würde, da die zwickauer Wagen im Bereich unter den Fenstern einen roten Bezug haben.
und noch eine Frage, wie soll ich mit dem Verdünner und dem Schienenreinigungsgummi den Lack anschleifen? Wofür ist da die verdünnung gut?
mfg
Alexander

Michael
Beiträge: 28
Registriert: Sa 12. Mär 2005, 22:31

Beitrag von Michael »

Wenn du verhindern willst, daß die Farbe ins Innnere gelangt, dann würde ich es einfach abkleben mit Malerkrepp. Im Inneren ist es glaube ich nicht so schlim, wenn mal ein wenig Farbe da reingerät.
Das Gelb ist bestimmt das Gelb, welches auch auf dem Umschlag der Gelben Seiten genommen wird, Nimm die doch einfach mit (oder ein Stück davon), dann hast du was zum Anhalten.
Die Verdünnung die trägst du erst mit einem Pinsel auf , daß sich die Farbe ein wenig anlöst. Das klappt aber nicht bei allen H&P Modellen manchmal ist die Werkslackierung so schlecht , daß sie fast abfällt , es gibt aber auch mal hartnäckige Lackierungen. Dann stehst du aber nicht auf´m Schlauch sondern schleifst einfach so ein wenig an und überlackierst das . Der Rat mit dem kompletten Entfärben den gab ich nur , weil ich der Lackierung von Frau Herrmann nicht so traue.
Wenn du jemanden kennst , der gute Beziehungen zu der Firma hat, kannst du auch mal versuchen ein unlackiertes Fahrzeug zu ergattern. Es gibt zwar offiziell keine solchen Fahrzeuge im Katalog , aber da ich auch schon einige unlackierte T4D gekauft habe sollte das vielleicht möglich sein.
Eventuell kannst du es ja mal über unseren Verein, die Magdeburger Straßenbahnfreunde, versuchen (http://www.msf-ev.de).

Dort gibt es einen Herrn Menz, der ist unter Anderem unser Modellbeschaffer. Seine E-Mailaddresse findest du unter den Rubriken Kontakte oder Souveniers. Das wir das schaffen, kann ich allerdings nicht versprechen, aber versuchen können wir es.
Die Aufkleber die sind dann auch nicht so das Problem, würde ich sagen.
Was allerdings die Antriebe betrifft, da geht es uns wie allen Anderen. Zumal ich der einzige bei uns bin, der H&P Antriebe verwendet und selbst die habe ich nur durch beherztes Kaufen letztes Jahr in Leipzig am Messestand bekommen.

Gruß Micha

Hans-Peter Nast

Beitrag von Hans-Peter Nast »

Hi Alexander.
Du kannst am einfachsten verhindern das Farbe ins Innere kommt, indem Du die Fenster von innen mit Klebeband zuklebst.
Wenn du dann den Wagenkasten mit zusammengeknitterter Alufolie ausstopfst (natürlich nicht zu fest) dann wirst Du keine Farbreste oder Spritznebel auf den Innenwänden haben.
Und wenn Du die Alufolie richtig geschickt zusammenknitterst hast Du auch gleich einen Griff, um das Modell beim lackieren festzuhalten.

Zum Punkt Verdünnung.
Die soll wohl einfach den vorhandenen Lack anlösen.
Aber Vorsicht, der Gleisreinigungsgummi kann auch Riefen machen!

Die bessere Variante ist Isopropylalkohol, den gibt es in der Apotheke für etwa 2,50/200ml.
Einfach einen Q-Tip in Alkohol tränken und dann auf der lackierten Fläche hin und her reiben, oder die Teile drin baden.
Das funktioniert eigentlich immer, allerdings ist bei Gießharz-Teilen (Resin/Polyurethan) generell Vorsicht geboten, da die Harze eventuell angelöst werden könnten.
Also generell erst mal an einer unauffälligen Stelle oder einem Gußrest probieren !

Das ist ein Trick, den die amerikanishen Modellbauer anwenden um Modelle zu entlacken.

Der Alkohol löst die Farbe nahezu sofort und greift den Kunststoff nicht an.
Ich habe vor kurzem damit ein Modell abgewaschen, das ich vor etwa 15 Jahren mit Humbrol Farben lackiert (na ja, eher angepinselt :) ) hatte.
Selbst die damals verwendete Autogrundierung habe ich damit runter bekommen.

Damit kann man übrigens auch den Spritznebel im Fahrzeuginneren wieder entfernen.

Viel Spaß beim ausprobieren.

Grüße aus Hamburg
H.-P.Nast

Michael
Beiträge: 28
Registriert: Sa 12. Mär 2005, 22:31

Beitrag von Michael »

Also diese Möglichkeit kannte ich selbst noch nicht. Das ist , bestimmt nicht nur für mich, eine kostengünstige Alternative die ganzen versauten Fahrzeuge wieder flott zu kriegen.
Bekomme ich dieses Isopropylalkohol in jeder Apotheke oder eher in der "seit 100 Jahren an diesem Platz" ?

Danke :)
Gruß Micha
Zuletzt geändert von Michael am So 10. Apr 2005, 09:27, insgesamt 1-mal geändert.

Peter Pauker

Beitrag von Peter Pauker »

Da werd ich mich mal an den Verein wenden, denn einen bereits lackierten Wagen umlackieren tut mir schon irgendwie weh, aber es geht halt nicht anders.
Und am Montag werd ich auch gleich mal in die Apotheke gehen und mal nachfragen.
und mit den Antrieben ist das wiklich so ne Sache, hab bis jetzt auch nur einen motorisierten T4D und einen KT4D, aber hoffe doch, dass mehr dazu kommt, irgendwann mal.
mfg
Alexander

toofii
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Beitrag von toofii »

habe das "Zeug" auch aus der Apotheke einfach danach fragen wird auch als Hand Reinigungs-Definfektionsmittel genommen ( bezeichnet )

Hans-Peter Nast

Beitrag von Hans-Peter Nast »

Hallo Michael.
Das Zeug gibt es in jeder Apotheke.

Aber beim Arbeiten damit immer für gute Belüftung sorgen, das kann sonst explosible Gemische bilden !


Grüße aus Hamburg
H.-P.Nast

Peter Pauker

Beitrag von Peter Pauker »

Hi,
also ich hab mir das "Zeug" besorgt, aber so super gut funktioniert das irgendwie bei mir nicht, es dauert ganz schön lange, bis man den Lack runter hat, aber es funktioniert auf jedenfall, also danke für den Tipp. Und ich habe zur Probe mal einen ET54 mit einer ganz normalen Spraydose lackiert, und das funktioniert aus wunderbar, der wird jetzt Arbeitswagen bei mir :-)
mfg
Alexander

Michael S.
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Fahrwerk KT4D Beiwagen

Beitrag von Michael S. »

Erstmal ein freundliches Hallo an die Runde, nachdem ich mich endlich im inzwischen nicht mehr ganz neuen Forum auch angemeldet habe.

Einen Punkt haben wir in der Diskussion m.E. noch nicht behandelt: Welches Fahrwerk nehmt Ihr für die "Beiwagen", speziell wenn man das beschriebene KT4D Kreuzgelenk einbauen möchte?

Danke und viele Grüße, Michael S.

Michael
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Registriert: Sa 12. Mär 2005, 22:31

Beitrag von Michael »

Hallo Michael,

Für die geführten Triebwagen kann in der Spurweite H0 das Bausatzfahrwerk genommen werden. Du brauchst zusätzlich nur ein paar Metallradsätze und etwas Polystyrol in Plattenform 0,5mm stark.
Zuerst schneidest du dir 2 Platten mit den Maßen 31 x 12 mm und bohrst in eine Ecke (jeweils 1,5 mm vom Rand weg ) ein 0,8mm Loch. Dieses Teil ersetzt später einmal die Drehgestellunterplatte des Bausatzes.
Anschließend Schneidest du 2 Stücken von 4 x 31mm aus . Das ist später eine Versteifung.
Baue dir den Waagebalken wie beim Antrieb.
Die Bodenplatte muss jetzt beschwert werden (Stahl- oder Bleiplatten von etwa 1,5mm Stärke kamen bei mir zum Einsatz) . vor und hinter jedem Drehgestell der besseren Lastverteilung wegen. Ganz einfach von unten an den Boden kleben .
In den Drehpunkt der Bausatzdrehgestelle bohrst du jetzt ein 1,8mm Loch und schraubst sie mit Zylinderkopfschauben M2x6 so fest, das sie sich noch leicht drehen lassen. Lege die Radsätze ein- sie haben Spiel- dürfen es aber nicht haben. Durch seitliche Ankleben von Plastikstreifen am Drehgestellrahmen wird es beseitigt.
Jetzt werden die großen Plättchen aufgeklebt zum Kupplungende hin vorn bündig ; mit dem Loch, welches übersteht, zum Gelenk und der Nichttürseite hin.Nun die Zugstangen einpassen so das Drehgestelle und Waagebalken gerade stehen.
Die Versteifung klebst du einfach der Länge nach flach unter die großen Platten , weil die sonst zu instabil sind. Noch die Bremsen (Teile 47 und 39 ) passig ankleben und die Gelenkkinematik ist fertig.
Sollest du Schmalspurig fahren dann nimm die fertigen , Schwarzen Drehgestelle und klebe den Plastikwinkel mit Sekundenkleber wie am Antrieb ans Drehgestell. Ob es aber die Weissmetallbodenplatten mit den großen Löchern noch gibt, kann ich dir nicht sagen - vielleicht noch Restposten.

Viel Spaß am Basteln
Gruß Micha

Peter Pauker

Beitrag von Peter Pauker »

Hi,
also ich hab bei meinen KT4D, die die Gelenksteuerung besitzen bis jetzt nur die schwarzen Drehgestelle verwendet, hab mir aber jetzt nur einzelne Achsen gekauft, die werd ich dann in die normalen Drehgestelle einbauen und das da auch mal probieren.
Hab jetzt, nach ewiger Sucherei, den KT4D zum 100jährigen Jubiläum der Straßenbahn Zwickau auftreiben können, da hab ich die Metallachsen in die normalen Drehgestelle eingebaut, und werd da mal die Gelenksteuerung testen. Kann mir jemand sagen, wie man es hinbekommt, dass sich die Achsen in diesen Drehgestellen besser drehen? Bei den schwarzen Drehgestellen funktioniert das irgendwie besser.

Meinen unlackierten Kt4D bekomme ich nun auch, um die "Gelbe-Seiten-Werbung" zu realisieren, hab jetzt mal an einem
KT4D mit Falttüren, die Lackierung ausprobiert, funktioniert wunderbar, den werd ich jetzt zum Plauener "Gelbe-Seiten-Wagen" umbauen. Der unlackierte (mit Schwenktüren) wird dann zum Zwickauer Wagen.
mfg
Alexander

Michael
Beiträge: 28
Registriert: Sa 12. Mär 2005, 22:31

Beitrag von Michael »

Also bei mir ist es so, daß sich die schwarzen Drehgestelle nur mit Nacharbeiten rollfähig machen ließen . bei den Metallradsätzen ( sowohl die von Frau Herrmann gelieferten als auch die umgespurten TT-Radsätze ) gibt es da gar keine Probleme, weil eine 1,5mm Achse in einem 2mm Loch läuft. Der einzigen Nachteil ist eben beim KT4D das ich ein seitliches Spiel habe.
So richtig verstehe ich also nicht , warum das bei Dir nicht funktioníert.

Micha

Peter Pauker

Beitrag von Peter Pauker »

Hallo,
also ich hab jetzt mal noch weitere Metallradsätze verbaut, und meistens rollt der Wagen dann wunderbar, nur manchmal muss man nachhelfen.

Und jetzt mal noch was anderes, ich hab mir gerade eben bei Halling den Antrieb, den Frau Herrmann für ihren Kardanantriebe nutzt, bestellt. Ich bekomme da ein Drehgestell und einen Motor, hat jemand Erfahrung oder ein paar Tipps, wie man den Motor am besten in einen Tatra-Wagen einbaut? Also die Aussparung muss ja so sein, wie hier bei Jan schon beschrieben, nur muss man speziell bei den Halling-Antrieben noch was beachten?
mfg
Alexander

Michael
Beiträge: 28
Registriert: Sa 12. Mär 2005, 22:31

Beitrag von Michael »

Hallo Alle zusammen!

Am 11. und 12. Juni findet ja im Berliner Technikmuseum das Modellstrassenbahnertreffen statt.

Aus dem Grund werde ich meine KT4D`s auch mitnehmen um die Umbauten mal am "lebendigen" Objekt vorzuführen. Als Bühne wird die Anlage der Magdeburger Straßenbahnfreunden fungieren. Sollten sie gerade mal nicht fahren , dann fragt einfach nach Micha´s KT4D-Zug.

Noch ein Hinweis für eventuelle Gastfahrzeuge:
Wir sind fremden Fahrzeugen gegenüber sehr aufgeschlossen. Es gibt jedoch einige Bedingungen:
- Die Stromabnahme erfolgt von der Oberleitung , der Gegenpol über die kurzgeschlossenen Schienen
- Die Fahrzeuge sollten Bogenhalbmesser von 200 mm befahren können.
- Fahrzeuge mit Einholmstromabnehmern werden auf unseren neuen Brücken Probleme bekommen, da die Fahrleitung etwa 3mm zu hoch hängt. Scheren- und Lyraabnehmer sollten keine Probleme machen.
- wir fahren Analog mit 12Volt Gleichstrom.
- Es wird auf eigene Gefahr gefahren. Die Magdeburger Straßenbahnfreunde übernehmen keinerlei Haftung für Schäden an Fahrzeugen die auf unsere Anlage gestellt werden . Die gilt auch für Auffahrschäden ! ( Ich muß das mit dazuschreiben falls irgendwas passiert, damit wir hinterher nicht auf irgenwelchen Forderungen sitzenbleiben)
- Das wir vorher gefragt werden, dürfte selbstverständlich sein.

Wir freuen uns über jeden Besucher und hoffe wir kommen ins Gespräch.

Bis dann, Micha

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