KT4D von Herrmann und Partner- Online- Bauanleitung

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fs84
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KT4D H &P- Online-Bauanleitung- überarbeitet

Beitrag von fs84 »

Hallo,

wie vor langer Zeit angekümndigt, habe ich die Bauanleitung für den KT4D um die Nummern der Bauteile ergänzt. Fragen, Ergänzungen und Korrekturen sind daher selbstverständlich willkommen. :) Leider bin ich nciht dazu gekommen, Bilder von den einzelnen Bauschritten zu machen, aber vielleicht fühlt sich jemand anders aus dieser Runde dazu berufen :)

Die Bauteile:
Die zusätzlichen Hinweise bitte nicht als Mäkelei am Bausatz, sondern eher als Hinweis verstehen, wie man die bereits sehr gut gelungenen Bausätze der Firma Herrmann und Partner weiter aufwerten kann.

Wagenkasten:
Teil 28: Bodenplatte für A- Teil
Teil 29: Bodenplatte für B- Teil
Die Türschächte müssen in Fahrtrichtung rechts zeigen! :wink:
Teil 19: Zapfen für die Gelenkverbindung der Bodenplatte (Verwendung nur bedingt zu empfehlen)
Teil 9: Dach für A- Teil
Teil 8: Dach für B- Teil. Das Dachteil für den B- Teil ist an dem zusätzlichen Kasten deutlich zu erkennen.
Seitenwände:
Teil 1: A- Teil, Türseite= rechts
Teil 2: A- Teil, Nichttürseite= links
Teil 5: B- Teil, Türseite= rechts
Teil 6: B- Teil, Nichttürseite= links

Richtungsangaben jeweils in Fahrtrichtung gesehen

Teil 3: Front
Teil 4: Heck (je nach Version), mit Rückleuchten
Teil 7: Heck, glatt/ohne Leuchten (je nach Version)

Zur genauen Heckgestaltung bitte die unten stehenden Hinweise beachten.

Teil 12: Seitenscheibe mittig für die Türseite
Teil 13: Seitenscheibe mittig für die Nichttürseite
Teil 14: Frontscheibe; hat Scheibenwischer aufgeätzt. Ausnahme: KT4Dmod Berlin (welche noch??), hier wurden an den Frontscheiben keine Scheinbenwischer aufgeätzt, sodass Front- und Heckscheibe baugleich sind.
Teil 15: Heckscheibe, da ist nichts aufgeätzt
Teil 17: kleine Fenstereinsätze ohne Ätzung!!! Sie finden Verwendung in den kleinen Fenstern im Gelenkbereich sowie in den kleinen Fenstern am Heck in der Verjüngung
Teil 18: kleine Fenstereinsätze wie Teil 17, jedoch MIT aufgeätzten Oberlichtschiebefenstern: Diese Teile sind für die kleinen Seitenfenster des Führerstandes, die in der Verjüngung liegen.

ACHTUNG: Bei Bausätzen, die einen KT4Dmod zum Vorbild haben, fehlen normalerweise die Teile 12, 13, 17 und 18. Stattdessen liegen die Fenster in Form einer bedruckten Folie bei. Je nach Lieferlos gibt es aber auch hier Unterschiede.
Die Folie für die rechte Seite ist an den ovalen Fensterbedruckungen für die Türen zu erkennen. Für die linke Wagenseite noch eine andere kleine Hilfe: Das “strebenreichere” kleine Fenster am Wagenende gehört zum Führerstand.

Inneneinrichtung
Teil 10: Trennwände für den Türbereich. Die Teile befinden sich am Spritzling mit den Front- und Heckwänden.
Teil 11: keine Ahnung, wofür es gut ist, gehört wohl von innen ans Heck. Ich habe es bisher noch nie eingebaut, da es mir nicht sehr passgenau erscheint.
Teil 16: Fahrgastsitze. Diese können vorab farblich behandelt werden.
Teil 23: Fahrerpult. Vor Einbau bitte das Nasschiebbild mit der Armatur aufbringen!
Teil 26 am Spritzling Bodenplatte: Fahrersitz
Teil 27: Rückwand der Fahrerkabine: Die angedeuteten erhabenen Streben der Verglasung sollten zum Fahrgastraum weisen.

Drehgestelle
Teil 30: Drehzapfen für die Drehgestelle des Bausatzes
Teil 35: Grundplatte für Drehgestelle
Teil 36: Drehgestellrahmen (4 x)
Teil 37: Achsen (8 x)
Teile 39 und 40: Federspeicherbremsen. Beim KT4D kommen nur die Teile mit dem zusätzlichen “Dorn” (soll vermutlich die Federspeicherbremse drastellen) zur Anwendung.
Teil 47: Bremsklötze der Schienenbremsen

Stromabnehmer (Kunststoffattrappe)
liegt bei moderniserten Wagen i.d. R. nicht bei. Stattdessen ein Sommerfeldt- Exemplar.
Teil 22: Befestigung Stromabnehmer
Teil 41: Kunststoffstromabnehmer (liegt bei modernisierten Wagen nicht bei)
Teil 42: Zugfeder für Stromabnehmer (2 x)
Teil 43: Wippe für den Kunststoffstromabnehmer

Zurüstteile und sonstiges
Teil 25: Bolzen und Auflage für Schaku
Teil 31: Teile für den Fangkorb. Diese sollten vor der Montage farblich behandelt werden.
Teil 32: Dachantenne, Teil 1
Teil 33: Dachantenne, Teil 2
Teil 34: Fahrerfigur
Teil 44: Dachwürfel für Linienanzeige (nur für CKD- Auführung)
Teil 46: Scharfenbergkupplung (Attrappe)
Teil 48: Außenspiegel

Ein paar Hinweise vorab...
Bei einigen meiner KT4D- Bausätze ist mir teilweise aufgefallen, dass die Gelenknase am Dachteil für das A-Teil verbogen ist. Die Gelenknase zurechtbiegen und mit ein wenig (Zweikomonenten-) Kleber stabilisieren.

Für die Heckgestaltung beachten:
Die KT4D haben in der Regel entweder alle Leuchten komplett am Heck (Berlin und Brandenburg modernisiert, tlw. Altbau-KT4D-> dann Teil 4 verwenden) oder an der Seitenwand hinter der letzten Tür (z. B. Plauen, tlw. Altbau- KT4D, meist Lieferungen ab den 80ern-> dann für das Heck Teil 7 verwenden). Ggf. überzählige Leuchtleisten an den Seitenteilen des B- Teils vorsichtig abschaben.
Die modernisierten Zwickauer Wagen haben jedoch Blinker und Rückleuchten seitlich am Heck und zusätzlich am Heck Rückfahrscheinwerfer analog der T6A2 im Lieferzustand. (s. Beitrag von Peter Pauker mit Bild). Für diese Varainte Teil 4 verwenden und die rechteckigen Erhabenheiten grau lackieren. Es gab aber wohl auch Wagen, bei denen diese Rückfahrscheinwerfer fehlten.
Für Heck KT4Dmod Berlin/Brandenburg (und ggf. andere Vorbilder): Bitte das leuchtenlose Heckteil (Teil 7) verwenden. Die separat beiliegenden Leuchten können dann entsprechend besser aufgeklebt werden. Alternativ könnte man die Leuchten auch aufmalen, das habe ich bisher noch nicht gemacht.

Versuchsweise kann man unter Verwendung von Teil 4 bei den KT4D mit den Leuchten am Heck versuchen, mit Spachtelmasse o. ä. die Leuchten zu verbreitern, wenn man den Wagenkasten montiert hat. Da Front- und Heckteile des KT4D identisch mit denen des T6A2 sind, entspricht die Form der Rückleuchten den Rückfahrscheinwerfern des T6A2, was ein kleiner Unterschied ist.

Bei den Front- und Heckteilen beachten: Es existieren an der oberen, zum Fenster weisenden Kante rechteckige Nasen. Diese bitte vorher mit einem Bastelmesser abtragen, damit die Fenster passgenau verklebt werden können.

Nassschiebebilder
Damit die Schiebebilder etwas robuster werden, lackiere ich sie immer mit ein wenig Klarlack über. Bei älteren Sätzen hat die obereste Lackschicht des Schiebebildes einen teilweise etwas beigen Touch, was auf weißem Hintergrund (Potsdam) auffällt. Daher die Schiebebilder nicht zu großzügig ausschneiden.

Montage
1.Wenn der Einbau funktionsfähiger Kupplungen vorgesehen ist, an den Bodenplatten zunächst die Löcher für die Schrauben vorbohren. Eine geeignete Position ist an der Unterseite der Bodenplatte angedeutet; dort, wo auch der Zapfen für die Kunststoffschaku befestigt wird.

Montage des Wagenkastens
2.Seitenwände (Teile 1, 2, 5 und 6) OHNE KLEBEN an der entsprechenden Bodenplatte (Teile 28 bzw. 29) ausrichten und prüfen, ob die Bauteile gerade sind. Ggf. Begradigen.

3.a) unmodernisierte Wagen: Erst jetzt die Fenster einbauen, dabei bitte die in der Bauteilliste genannte Zuordnung einhalten. Wie beim T6A2 gilt hier: die geätzten Fensterstreben sollten nach außen zeigen- hierzu einfach mal mit den Fingerkuppen tasten. :8
Hier zahlt es sich außerdem aus, die genaue Ausrichtung der mit Ätzung angedeuteten Fenster zu prüfen. Es sieht am fertigen Modelle einfach blöd aus, wenn die geätzten Streben zu einem Wagenende hin diagonal verlaufen... Eine große Hilfe bei der Ausrichtung der Fenster ist eine provisorische Fixierung der Bauteile mit Tesa- Film.

b) moderniserte Wagen mit Folienfenstern: Die bedruckte, “raue” Seite des Folie sollte nach außen zeigen. Vor dem Verkleben die Folie probeweise hin- und herschieben. Es empfiehlt sich, die Folie an den Stellen, an der sie der Verjüngung des Wagenkastens zum Bug bzw. Heck hin folgt, vor dem Verkleben ein wenig zu falzen. Die Folie passt sich dann besser der Waggenkastenwand an. Zur Verklebung reicht die “Flinke Flasche” von Uhu aus- dieser Klebstoff greift auch die Bedruckung nicht an.
Es gibt auch einige raffinierter Methoden, wie etwa die von Choppernachladung, die er am 10.01.2007 in der Fahrzeuggalerie unter dem Titel “KT4D mit aufgesetzten Scheiben” vorgestellt hat.

4.Paarweise Ausrichtung der Seitenwände eines Wagenkastenteils ohne Kleben. Die Höhe stimmt, wenn die untere Kante der Leiste , die im Wageninneren sichtbar ist (soll vermutlich der Heizung entsprechen), der Bodenplatte aufliegt.

5. Ich persönlich beginne bei der Montage des Wagenkastens immer mit dem B- Teil- ist aber Geschmackssache... Frontfenster (Teil 14) bzw. Heckfenster (Teil 15) einklemmen und die nun provisorisch verbundenen Seitenteile an der Bodenplatte ohne Kleben ausrichten. Im Gelenkbereich sollte zwischen Bodenplatte und Wagenkastenwänden kein Spalt vorhanden sein, v.a. dort, wo die Wagenkastenwand die Bodenplatt L- förmig umfasst. Dann hat man sauber ausgerichtet. Front (Teil 14)- bzw.Heckfenster (Teil 15) mit etwas Kleber fixieren. Dann Wandteil von Front (Teil 3) bzw. Heck (je nach gewünschter Ausführung Teil 4 oder 7) an der Klebefläche mit wenig Kleber bestreichen und orientieren. Die Ausrichtung der Seitenwände mit Hilfe des passenden Dachteils (Teil 8 bzw. 9) prüfen. Somit wird vermieden, dass die Breite des Wagenkastens zum Dach hin abnimmt. WICHTIG: Die Dachkante soll NICHT bündig mit der Seitenwand abschließen. Auf beiden Seiten muss ein schmaler Streifen frei bleiben. Dach NOCH NICHT festkleben. Gehäuse gut trocknen lassen.

6.Bei anständiger Ausrichtung ist ein Verkleben von Wagenkasten und Bodenplatte nicht notwendig. Mit ein wenig Gefummel lässt sich der Wagenkasten immer abziehen, wenn man seinen KT4D wie auch immer pimpen will...

7.Insbesondere dann, wenn das Gehäuse für Wartungen oder Nachrüstungen abgenommen wird, ist es sinnvoll, den Wagenkasten im Gelenkbereich zu verstärken. Dies kann durch Kunstoffstreben erfolgen, die möglichst weit oben quer verlaufen sollen. Im Bausatz ist kein Teil speziel dafür vorgesehen. Da emine Modelle immer die separat angebotenen Drehgestelle und nicht die aus dem Bausatz bekommen, kann ich auf Bausatzteil Nr. 35 (kleine rechteckige Platte für dieMontage des Drehgestells) zurückgreifen.
Dies stabilisiert zusätzlich die Dachpartie, die sich aufgrund der sehr kleinen Klebefläche von den Seitenwänden lösen kann. Die Querstrebe ist kaum sichtbar und das Gehäuse lässt zur Abnahme unten leicht spreizen

8.Vor der endgültigen Monatge des Daches können die Ösen an Bodenplatte und Dach, über die die Gelenkverbindung hergestellt wird, vergrößert werden. Dies sorgt für eine zumindest minimale Beweglichkeit des Gelenks in der Horizontalen.

9. Für die Gelenkverbindung an den Bodenplatten sollte nicht unbedingt der mitgelieferte Kunstoffzapfen (Teil 19) verwendet werden. Sinnvoller ist es, eine Schraube mit passender Mutter zu verwenden. Die Schraube nirgendwo festkleben. Stattdessen die Mutter mit ein wenig passendem Kleber auf der Schraube fixieren, sodass sie sich beim Fahrbetrieb nicht löst, aber ggf. eine Trennung der Wagenkastenhälften möglich ist.

10.Möchte man einen Sommerfeld- Stromabnehmer montieren, sollte man jetzt zumindest das Loch für die Schraube vorbohren.
Wer Wert auf eine genaue Positionierung der Einholmstromabnehmern legt, dem sei gesagt, dass die genaue Position des Einholmstromabnehmers offenbar von Betrieb zu Betrieb variiert. Ich habe bei Vorbildfotos mich daran orientiert, ob das Schleifstück auf Höhe des Fensterholmes zwischen dem ersten und zweitem großen Fenster rechts liegt oder gegenüber dieser Position vielleicht ein wenig zum Gelenk hin verschoben ist.

11.Für die korrekte Ausrichtung von Dach und Karosserie muss unbedingt überprüft werden, dass bei montierten Dach beide Wagenkastenhälften in einer Linie liegen, das Fahrzeug gerade ist und in der Länge weder überstreckt noch gestaucht wird. Dazu die mittlerweile verbundenen Bodenplatten (vgl. Schritt 9) auf den Bausatzteilen für die Drehgestelle (Teil 36) ruhen lassen und, wenn noch nicht geschehen, die dachlosen Wagenkastenhälften aufstülpen. Bitte darauf achten, dass die vordere Dachkante nicht zu weit zum Gelenk hin versetzt ist oder zu stark überragt. Im Idealfall beschreiben Dachkante und Oberrand der Seitenwände in der Verjüngung des Wasgenkastens eine Art Trapez. Hat man die ideale Ausrichtung ermittelt, können Dach und Wagenkasten verklebt werden. Eventuelle Lücken am Übergang Dach/Wagenkasten kann man mit etwas Farbe im passenden Ton oder Modellbauspachtelmasse ausfüllen.

12.Montage des Stromabnehmers:
a) Verwendung der Kunststoffattrappe:
Die Wippe (Teil 43) mittig auf das große Stromabnehmerteil (Teil 41) aufclipsen. Dann den Stromabnehmer (Teil 41) zurechtbiegen und mit Hilfe der Halterung (Teil 22) auf dem Dach fixieren. Teil 22 mit dem Dach verkleben. Die beiden Zugfedern (Teil 42) auf den Holmen des Stromabnehmers festklemmen, eine links, die andere rechts.

b) Verwendung eines Sommerfeld- Stromabhnehmers:
Den Stromabnehemr entsprechend festschrauben.

13.Montage der Drehgestelle:
a) Verwendung der Bausatzversion:
Zunächst auf die Achsen (Teil 38) die Räder (ohne Nr.) aufkleben. Den Drehgestellrahmen (Teil 36) zur Hand nehmen und die Achsen in das Achslager einlegen. Dann von unten die Grundplatte (Teil 35) gegenkleben. Die Bremsklötze der Schienenbremsen (Teil 47) auf Teil 39/40 kleben. Am KT4D finden nur die Teile mit zusätzlichem Huckel/Dorn Verwendung. Die überschüssigen Teile wären beim T/B4D oder T/B6A2 für den Beiwagen bestimmt.
Der Bremsschuh muss an beiden Enden im selben Umfang Teil 39/40 überragen. Die kompletten Bremsimitationen jetzt an die seitlichen Flächen der Rahmen kleben. Bitte auf die richtige Höhe der Bremsschuhe achten – der Bremsschuh darf nicht zu hoch, aber auch nicht zu knapp über dem Schienenkopf sitzen und sollte waagerecht ausgerichtet sein..
Nach Abnahme des Gehäuses die Bodenplatte auf den Nasen der Drehgestelle lagern. Die Verbindungszapfen (Teil 30) von oben in das dafür vorgesehene Loch stecken. Eins sei jedoch gesagt: Diese Verbindung ist wenig robust und wirklich nur für reine Vitrinenmodelle empfehlenswert. Daher sollte man bei der Monatge auch nicht zu gewaltsam vorgehen.

b) Verwendung eines Drehgestells von Herrmann und Partner, Art. Nr. 30076
Eine entsprechende Aussparung in die Bodenplatte fräsen. Dabei sollte man in Längsrichtung mittig entsprechende Kerben vorsehen, damit man das Drehgestell mit den seitlichen Nasen hereingedreht bekommt- im Grunde genommen wie bei den Tauschbodenplatten für den T4D.
Wenn man möchte, kann man das Drehgestell vor Einbau ein wenig aufwerten.
Die Bremsschuhe der Schienenbremsen (Teil 47) auf Teil 39/40 kleben. Der Bremsschuh muss an beiden Enden im selben Umfang Teil 39/40 überragen. Am KT4D finden nur die Teile mit zusätzlichem Huckel/Dorn Verwendung. Die überschüssigen Teile wären beim T/B4D oder T/B6A2 für den Beiwagen bestimmt.
Dann müssen unbedingt die seitlichen Vorsprünge vom Drehgestellrahmen abgefräst werden- klebt man die Bremsimitationen direkt an, befinden sich die Bremsschuhe der Schienenbremsen außerhalb der Spur.
Die komplette Bremsimitation kann jetzt an den Drehgestellrahmen geklebt werden. Es empfiehlt sich dabei unbedingt, Maß zu nehmen, indem man das Drehgestell auf ein Gleisstück stellt. So lange der Kleber noch nicht fest ist, kann man kleinere Korrekturen vornehmen.
Der Bremsschuh der Schienenbremse sollte sich über der Schiene befinden und waagerecht ausgerichtet sein. Bei der Höhe muss man ein wenig rumprobieren: Der Bremsschuh sollte nicht 5 mm über der Schiene schweben (das sieht bescheiden aus...), aber auch nicht fast auf dem Schienenkopf aufliegen- die kleinen Unebenheiten bleibt das Fahrzeug sonst hängen.
Und wenn man jetzt noch nicht genug vom Basteln hat, kann man das Drehsgestell für die Stromabnahme herrichten. Da gabs es am 26.01.07 bereits eine Diskussion (“Laufdrehgestelle für Stromabnahme”) zu. :wink:


Gestaltung des Innenraums:
14.Zunächst das Nassschiebebild für die Armatur auf das Fahrerpult (Teil 23) aufbringen.
Beachte beim Fahrerstand: Vor Einbau muss hier an den Seiten der Rückwand (Teil 27) und des Fahrerpultes (Teil 23) Material abgetagen werden. Dies ist insbesondere bei Bausätzen der Fall, die einen unmodernisierten KT4D zum Vorbild haben, da hier durch die von innen verklebten Scheiben die Wanddicke verstärkt wird. Die für die Rückwand (Teil 27) vorgesehene Rille mit ein wenig Kleber benetzen. Beim Anbringen der Führerstandrückwand beachten: Die angedeutete Fensterprägung zeigt in den Fahrgastraum, nicht in den Führerstand. Das Fahrerpult mit der Bodenplatte und derRückwand verkleben.
Nicht den Fahrersitz (Teil 26) und ggf. Die Figur (Teil 34) vergessen. Unter Umständen muss der Sitz etwas versetzt werden, da er sich sonst mit dem Bohrloch für die funktionsfähige Schaku in die Quere kommt.

15. Die Sitze (großer Spritzling, Teilnr. 16) entgegen möglicher Hinweise NICHT mit den Seitenwand verkleben!!! Die Sitzanordnung variiert je nach Betrieb und Zustand (modernisiert/unmodernisiert). In diesem Forum gibt es bestimmt Spezialisten, die mehr dazu wissen als ich... Anderenfalls kann der Wagenkasten nur mit Mühe (oder eher gar nicht *g*) abgenommen werden. Inneneinrichtung: Es gelten die bereits beim T6A2 angesprochenen Punkte.

16. Trennwände im Türbereich (Teil Nr. 10- filigrane Teile mit massivem Rechteck, darüber gefensterter Kunststoff mit zusätzlichen haltestangenähnlichen Strukturen) an den Türen. Neben den Türschächten gibt es entsprechende Rillen in den Bodenplatten: an den Türen in Wagenmitte beidseitig, an den Türen an den Wagenenden nur auf der Seite des Türschachts, die zur Wagenmitte hin liegt. Wichtig: Die gefensterte Struktur sollte sich zur Wand hin orientieren und die Seite mit den zwei Streben sollte zum Gang ausgreichtet werden.
Ich habe bei meinen T6A2 und KT4D auf diese Trennwände verzichtet, da sie eher stören, wenn man den Wagenkasten abzieht.

17.Faltenbalg: Am besten dünnes Tonpapier verwenden oder farbigen Ausdruck am PC eines Schnittmusters machen. Die den Bausätzen beiligenden Faltenbälge sind nur für großzügige Radien geeignet, als Schnittmustervorlge sind sie aber gut zu verwenden.

18.Montage der Kupplungen.
a) Für Verwendung der Attrappen die Kupplung zur Verbindung den Zapfen (Teil 25) benutzen. Der Kegel der Schaku (Teil 46) soll in Fahrtrichtung rechts zeigen. Dabei ergibt sichleider aufgrudn eiens Fertigungsfehlers das Problem, dass die Elektrokontaktkupplung vorbildwidrig nach unten zeigt. Entweder man sucht in der Bastelkistenach Ersatz, oder friemlt sich etwas zurecht :)

b) Verwendung der Metallschakus: Wenn der Kegel in Fahrtrichtung rechts , kann hier nix schief gehen.

19.Aus den Teilen 32 und 33 die Antenne zusammenkleben und auf geeigneter Positon auf dem Dach montieren- weiß jemand, wo das Teil genau hingehört?

20.Die Bleche der Fangkörbe vorsichtig zurechtbiegen- wenn man genau hinschaut, erkennt man eine kleine Rille- hier befindet sich die Linie, entlang der man das Teil biegen sollte. Für den Fangkorb befinden sich an der Unterseite der Bodenplatte des A- Teils kleine Erhabenheiten. Das sind die Klebeflächen. Hiersollte man über die Verwendung von Zweikomponentenkleber nachdenken, da sich stabiles Verkleben mit herkömmlichen Mitteln eher schwierig gestaltet.

21.Beschriftung/Nassschiebebilder:
Ein Hinweis zur Front: Bevor man das ensprechende Schiebebild mit Zielfilm usw. anbringt, zuerst die Fensterstreben auf die Frontscheibe malen, sodass man eine Dreiteilung der Frontscheibe in zwei Seitenfenster und ein Frontfenster erhält. Dann das Schiebebild im ausgeschnittenen, aber noch trockenem Zustand ebenfalls dreiteilen: einmal Zielschildkasten und zwei schwarze Folien an den Seiten (an einer Seite abgerundet). Die Teile müssen ein wenig gekürzt werden, damit sie sich mit den aufgemalten Streben nicht ins Gehege kommen. Die oberen Ränder der Frontfenster sollen komplett von den entsprechenden Schiebebildteilen bedeckt sein.

Wie das aussehen kann, zeigt dieses Bild:


Bild

Viele Grüße und viel Spaß beim Basteln,


Fabian
Arne
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Re: KT4D H &P- Online-Bauanleitung- überarbeitet

Beitrag von Arne »

Hallo

ich bin am Bau vom 2 KT4D mod. Potsdamm, als ich die bodenplatte des 1. TW's mit dme Beiligenden Zapfen befestigen wollte, trat folgendes Problem aus: Der Kleber kamm zwischen die beiden Teile, und hätte mir fast A Teil und B teil Bedenplatte zusammengeklebt, ich habe danach eine einfache musterklemme genommen, und die langen enden abgeknipst, wenn ich die noch Grau mache, merkt mann das, glaub ich, nicht!

Zwar etwas rabiat, aber es funktioniert!

Mfg
Arne Hensen
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