Modulbau

Hier kann jeder seine Modellstraßenbahnanlage in Wort und Bild vorstellen.
DSV
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Modulbau

Beitrag von DSV » Sa 6. Apr 2019, 00:36

Hallo allseits,

normal wäre es wohl zweckmäßiger chronologisch vorzugehen, aus bestimmten Gründen halte ich es aber für zweckmäßiger, mit meinen jüngsten Projekt zu Beginnen. Zunächst: Mein Name ich Daniel, ich war sehr lange Teppichbahner, dann wieder lange Zeit typischer Plattenbahner (das übliche Doppelgleisoval in Märklin), habe irgendwann dann eine Festanlage in einer eigenen Interpretation von Spantenbauweise angelegt, irgendwann noch eine Spielanlage im Keller, aber auf allen diesen Anlagen gab es zwar eine angedeutete Straßenbahn, jedoch waren deren Gleise immer von Standmodellen gepflastert.

In meiner Heimatstadt Nürnberg wurde ich zunächst durch die Tram sozialisert, aber U-Bahnen waren schon immer meine Leidenschaft. Ab 1996 ist die U-Bahn auch das einzige Verkehrsmittel, um meinen Stadtteil zu erreichen. Als ein Anwohner einer jener Städte mit richtiger U-Bahn, ist's für mich auch nach wie vor nur dann eine U-Bahn wenns mit Stromschiene fährt - ohne dadurch jetzt einen Glaubenskrieg anzetteln zu wollen. Jedenfalls das Ding U-Bahn faszinierte mich schon lange. Selbst der Holzeisenbahn baute ich als Kleinkind schon Tunnelröhren aus Büchern, und bereits die allererste Plattenanlage bekam bald zumindest einen angedeuteten Tunnelbahnhof "Streckenendheim Ost" noch für die S-Bahn. Der wurde dann sogar an diverse spätere Anlagen umgezogen, und bekam irgendwann eine zweite Ebene mit U-Bahnhof. Meist Kartonkonstruktionen mit gedruckten Wandfließen.

Da ich immer wieder mal andere Bauformen von Bahnhöfen bastelte, zimmerte ich mir aus Dreien schließlich eine Pendelstrecke, auf der ein Hamburger DT5 dann hin und herfuhr. Das ganze war aber doch eher eine "fliegende Konstruktion" und so war der Pendelverkehr der U-Bahn - immerhin das erste Mal, das nicht EBO-Fahrzeuge sich auf meiner Anlage bewegten - nur von kurzer Dauer. Im Zuge dessen, das ich die U-Bahn nun erstens dauerfest und zweitens optisch an realen Vorbildern Anlehnen wollte, wandt ich mich in einem anderen Forum an Nürnberger Bahnfreunde auf der Suche um Tipps, wie man Tübbingtunnel baut. Über paar Windungen und Ecken kam dabei dann eine Kontakt zu den Modulfreunden Nürnberg heraus, die allerdings Straßenbahnmodulanlagen bauen. Und so entstand die Idee, Module mit U-Bahn und Straßenbahn zu bauen, die Straßenbahnseitig an den MFN angeschlossen werden können, U-Bahnseitig aber eine eigene Norm haben. Die Normungsarbeit ist bei weiten noch nicht abgeschlossen - ich bin auch eher der Meinung Norm ist, was am Ende gebaut wird, und weil man erst weiß, was gebaut wurde, wenn es vor einem steht, kanns die Norm eiegntlich erst hinterher geben ;-)

Einen Grobentwurf habe ich schon, z.B das jeder Bahnhof drei Segmenete hat: Einfahrt - Bahnsteigbereich - Ausfahrt. Aber schon die Reihenfolge der Stationen ist steten Wandel unterworfen. Sollte zu Beginn ein Bahnhof ähnlich Nürnberg Frankenstraße entstehen, ist nun der als zweites geplante Bahnhof "Georg-Phillip-Telemannallee" als erstes drangekommen, die Einfahrt also GPT 1/3 ist optisch weitergehen fertig (technsich fehlt bei der Verkabelung noch einiges, bei GPT 2/3 sind große Teile des Bahnsteig und erst Häuser fertig.

Ich zeige im folgenden aber nicht nur Bilder des fertigen, sondern auch ein biserl die Baugeschichte. Kennern wird mit Sicherheit auffallen, das ich gegen einige eherenen Grundsätze verstoße. So liegen meine Gleise z.B grundsätzlich nie auf Dämmung. Ich messe der Akkustik große Bedeutung bei, meine Züge soll man hören, Schienenstöße wahrnehmen, ich werde an einigen Stellen sogar zur Verbesserung der Akkustuk auf besonders altes Schienenmaterial zurückgreifen. Aber genug der Vorrede, hier der Bericht:

Zunächst wollte ich beim Tunnelbau auf den Lasercutbausatz der Firma Stadt im Modell zurückgreifen, und ebenso auf deren Stromschienen. Da allerdings dann Lieferschwierigkeiten auftraten (auf meine Bestellung vom 5.12.2017 warte ich imme noch) kam es doch zum Tunnel Eigenbau. Durch die zuvor gefundenen Kontakte gelang es, die Kabelhalter für die Tunnelwande selber zu lasern (zu lassen), wodurch das optische Resultat sich von Bausatz kaum noch unterscheidet.

Auf Resten der beim Umbau nicht verwendet Basis des Fertigtunnel entstanden erste Probebauten. Recht schnell machten wir bei shapeway auch geeignetes Material für Feste Fahrbahn ausfindig: https://www.shapeways.com/product/ML78C ... ackmod-end
Zusammen mit den Stadt im Modell-Stromschienen, und den Kabelhalter ergab sich schon mal ein passabler optischer Eindruck:
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Allerdings stellte sich schnell heraus, das zwar Münchner, Nürnberger, Berliner (sogar S-Bahn) Fahrzeuge an der Stromschiene vorbei kommen nur die Hamburger DT5 nicht... Das hieß dann, von nun an nach Montage der Stromschiene die Halter per Lötkolben erhitzen und von den Fahrschienen wegziehen...

Nach diesen Anlauf wurde das ganze grau eingefärbt, und der erste längere Tunnel entstand:


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^ Da man die Tunnel nicht so wirklich beim Zusamenbau kontrollieren kann, das die Gleise beieinander sind, bekommt jedes Segment in Regelrichtung eine Eingleisvorrichtung, die entlaufene Achsen einfängt

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^ Fertig aus 3-D-Druck allerdings zum etwas happigen Stückpreis 40 cm feste Fahrbahn 26 Euro, aber die Wirkung - trotz stark vereinfachter Gleisbefestigung, der festen Fahrbahn ist enorm, das könnten eingepipste Gleise nie so erreichen

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^ die Leitungen, die vorne nach unten gehen, sind die echte Gleiseinspeisung, warum Fake-Kabel aufhängen, wenn man irgendwie eh Fahrstrom rankarren muss?

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^ Hier sieht man anhand der ungewöhnlichen Form der Stromschienenträger das Resultat des Erhitzens und verziehens

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^ Das die Beleuchtung mittig statt an der Tunnelwand ist, hat technische Gründe - so ergibt sich für den Kamerawagen die beste Lichtsituation, und letztlich speziell für dessen Einsatz werden die Tunnel besonders schön gestaltet.

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^ Die Tunnelrampe kurz vor Gebersdorf könnte so aussehen, wenn der alte Entwurf (offene Rampe, offener Bahnhof und konventionelle U-Bahn (geplant als U21)) zur Ausführung gekommen wäre


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^ Bilder aus der Bauzeit

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^ Auch nicht der Endzustand, dort wo die paar Schwellen sind, ist inzwischen die Eingleisvorrichtung hingekommen (von der hab ich dismal kein Bild gemacht)

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^ Drüber kommt Altstadt. Dort sollen stilvolle Häuser hin. Allerdings wollte ich die Häuser miteinnader verbunden. Das geht auch, allerdings will der Bausatz, das man trotzdem alle Seitenwände verbaut, auch die, die man dann gar nicht sieht. Das wiederum wollte ich nicht, die Fasaden sind zu schön, um 4 davon nutzlos zu verstecken. also musste ich fürs mittlere Gebäude einen neuen Dachstuhl bauen, und mir vom OBI die passende Farbe anrühren lassen. Jetzt habe ich von der Farbe des Hotels soviel, das ich ich eine echte Wand damit streichen könnte...

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^ die Eiförmige Streckenführung der Tram, wird eine Brunnenumfahrung. Der Clou nicht irgendein Brunnen, nein ein Echtwasserbrunner wird es, und das Wasserreservoir landet zwischen Oberfläche und und Tunnel, das heißt, die U-Bahn fährt unter Wasser

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^ Erste Straßenmarkierungen sind angebracht

Fortsetzung folgt

Gruß D. Vielberth
Zuletzt geändert von DSV am Sa 6. Apr 2019, 00:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Modulbau

Beitrag von DSV » Sa 6. Apr 2019, 00:39

Weiter geht es:

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^ Erster Zuwachs war ein echtes Straßenbahnsignal

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^ Auch oben fügt sich so langsam die Landschaft


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^ Zum Beispiel Werbung auf das wesentliche reduziert ;-)


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^ Hier befand sich eine hässliche Fuge im Straßenpflaster, und weil der nicht beizukommen war, habe ich eine Baustelle draus gemacht, um zwar ohne was kaufen zu müssen,die Figuren und Rohre hatte ich noch. So zeige ich Pfusch am Bau: Rohre bestellt, aber mit zu großen Durchmesser, und die Arbeiter starren drauf, und wissen nicht, wie sie damit weiterarbeiten sollen...

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^ Hier sieht man, wie die U-Bahn zur Trambahn liegt

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Rechts wird sich an dieses Modul der Bahnhof Georg-Phillip-Telemann-Allee anschließen.

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Re: Modulbau

Beitrag von DSV » Sa 6. Apr 2019, 00:48

Kennt ihr die Säulen, die unter den Brücken der Faller-Hochbahnbrücke stehen? Wann immer ich die sah, dachte ich, aus denen müsste man mal eine U-Bahn machen. Nun, dieser Plan wurde in die Tat umgesetzt:

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^ Hauptgestaltungselement des U-Bahnhofes wird seine Mittelkonsole mit besagten kunstvoll verzierten Säulen. Umso mehr freute es mich, als es über den Ersatzteilservice gelang, an diese in ausreichender Menge zu gelangen.

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^ Eigentlich solltendie Säulen grün werden, und der Betonsockel grau, die vermeintliche graue Farbe stellte sich allerdings als Silber heraus. Und da die Teile der Säulen, die versehentlich mit dem silbenen Lack in Berührung gekommen waren noch besser, detaillierter zur Geltung kamen, habe ich spontan auf silberne Säulen geändert.

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^ Zeitgleich war auch der erste Bausatz für Rolltreppen eingetroffen

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Möglichst passende Bahnsteige und kleine Spalte sind mir wichtig, deshalb bleibe ich bei den Bahnsteigen den Prinzip Karton und Bahnsteigbelag aus dem Drucker treu

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^ Die blauen Mosaikwände waren eigentlich für einen Bahnhof Frankenstraße gedacht, aber da ich nun Georg-Phillip-Telemannallee doch zuerst baute, entschloss ich mich, diese hierfür zu modifizieren. Jedes Mosaiksteinchen ist einzeln geklebt. Auf die Länge ist das Muster etwas wellig, ähnlich Friedrich-Ebertplatz, er soll die Wellenbewegung des nahen Flusses darstellen

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^ Auch hier nach jeden Modul/Segmentübergang eine Radfangeinrichtung

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^ Das Verteilergeschoss entsteht, der Aufzug soll später echt fahren - leider reicht er nicht bis zur Oberfläche.

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^ Der Bauhof stellt einen Umbauzustand dar: Ursprunglich lagen da, wo die Rolltreppen sind, Festtreppen zum Bahnsteig. Im Zuge der Nachrüstung wurde ein freitragendes Stahltreppenhaus installiert, das man hier sieht.

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^ Die Decke wird für Wartungsarbeiten klappbar

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Die erste Beleuchtung ist drin

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^ Noch reicht sie nicht über die gesammte Bahnsteiglänge - U-Bahnbau kostet eben, nicht nur in Echt...

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^ Hier fehlt die Stromschiene doch dafür gibts in Kürze eine Lösung



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^ Das werden die Zugänge: Ein amerikanischer Walthers-Bausatz, kombiniert mit einen etwas umgebauten Brawa-U-Bahnwürfel machens möglich.
Zuletzt geändert von DSV am Sa 6. Apr 2019, 00:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Modulbau

Beitrag von DSV » Sa 6. Apr 2019, 00:53

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° Inziwschen habe ich auch den Bereich Richtung Flussufer gestaltet: Eine geschlossene Eisdiele, ein kleiner Park

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^ Und Werbung für eine, nun ja, etwas dubiose Bank. Wems zu klein ist, unten das Plakat:

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^ Noch ein Spazierweg ergänzt


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^ Könnt glatt die Lorenzer Strecke sein?


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Meine Stadt liegt in der Bundesrepublik Franken - folglich gibt es dann eine Botschaft für die Bundesrepuplik Deutschland. Und mit der erlaube ich mir einen Spaß, ich habe einen Gag von Urban Priol in einen Bilderwitz umgewandelt, und dann als Modellbahn-Szene gebastelt.

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^ Die Botschaft wird aber noch mehr Gemeinheiten erhalten, In der Botsachaftsgarage werden neben einer Strech-Limousine auch ein Panzer stehen...

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Nachschub folgt

Gruß D. Vielberth

VolkerMZ
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Re: Modulbau

Beitrag von VolkerMZ » Sa 6. Apr 2019, 18:05

Mal was ganz anderes, gefällt! Bei Für$t€nbank sollen ja auch einige heutige und ehemalige Automanager ihre Konten haben. Bei der Eisdiele fehlt allerdings noch ein Name, beim Anblick dieser Schmuddelhütte fällt mir z.B. „Gelati Salmonelli“ ein. :wink:
Der U-Bahnhof erinnert mich an Hamburg, Berlin, London oder Paris; für Nürnberg scheint er mir etwas old fashioned zu sein. Oder hat man vor dem ersten Weltkrieg schon mit dem Bau eines ersten Abscnitts, einschließlich dieses Bahnhofs, begonnen, und dann die Arbeiten wegen der Krisen nach Kriegsende nicht wieder aufgenommen? Dann wäre es schon logisch, die unfertigen Bauwerke beim weiteren U-Bahnbau weiterzuverwenden. Das würde auch schön die Mischung aus alt (Säulenkonstrution) und neu (Wandfliesen, Bahnsteigbeläge etc.) begründen. Muss ja nicht wie in München sein, wo man die ersten, nicht vollendeten U-Bahnbauwerke mit Trümmerschutt verfüllt und tlw. zur Champignonzucht benutzt hat.
Ich bin jedenfalls gespannt auf weitere Module.

Volker

P. S. das mit den U-Bahnen sehe ich genauso, U-Bahnen müssen einen komplett unabhängigen Bahnkörper und eine Stromzuführung mit seitlicher Stromschiene haben.

Gerdo
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Re: Modulbau

Beitrag von Gerdo » Sa 6. Apr 2019, 20:44

Moin DSV,
bin von Deiner Arbeit begeistert, prima geworden! Frage, welche Tramgleise hast Du verwendet und welche Pflasterung ist das.
Würde mich interessieren und danke für eine Antwort.
Mit Grüßen aus Ostfriesland Utz

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Re: Modulbau

Beitrag von DSV » Sa 6. Apr 2019, 22:06

Hallo zusammen, danke für die Rückmeldung, und nachfolgend zu den fragen

an VolkerMZ

> Bei der Eisdiele fehlt allerdings noch ein Name, beim Anblick dieser Schmuddelhütte fällt mir z.B. „Gelati Salmonelli“ ein.

Die Eisdiele soll seit einiger Zeit geschlossen sein, deswegen der Schmuddelzustand. Wobei der Name mir gefällt ;-)

> Der U-Bahnhof erinnert mich an Hamburg, Berlin, London oder Paris; für Nürnberg scheint er mir etwas old fashioned zu sein.

Richtig, speziell Hamburg hat mich zu diesem Entwurf inspiriert, inzwischen habe ich die Themeneinengung etwas erweitert zu Stromschienen-U-Bahn es wird künftig ggf. auch Abschnitte die typisch Londonerisch oder typisch New Yorkerisch anmuten geben, alleine schon um den bunten Fuhrpark ausfahren zu können. Technisch, z.B was die Signalanordnung betrifft wird zwar Nürnberg das Vorbild bleiben, aber gestaltungstechnisch will ich das Beste von allen Städten reinpacken, auch weil eine rein Nürnberger-U-Bahn gestaltungstechnisch nicht durchzuhalten ist, und stellenweise fad wäre.

an Gerdo

> Frage, welche Tramgleise hast Du verwendet und welche Pflasterung ist das.

Luna-Gleise mit Pflasterung, im aspaltierten Bereich sind drunter auch Luna Gleise, und oben normale Straßenfolie auf Kartonstückchen geklebt, und eingepasst (der Gleisabstand hätte sonst nicht für den Anschluss an die MFN gepasst). Im Bereich vom Oval habe ich dabei einfach das Pflaster gestückelt, weil die Bögen kürzer als die konfektionierten Maße sind


Gruß D. Vielberth

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Re: Modulbau

Beitrag von DSV » Sa 6. Apr 2019, 22:59

Da über die Bauzeit immer etwas korrodiert, habe ich dazwischen mal im Modul GPT 1/3 Rostbügelfahrten gemacht. Das sind natürlich noch keine vorbildichen Fahrzeugbewegungen, aber zum Schienenreinigen taugts: https://www.youtube.com/watch?v=s05yKudHxDY

Zwischenzeitlich hat sich auch für die Misere der momentan nicht erhältlichen Stromschiene bei Stadt im Modell eine Lösung ergeben:

Als Profil taugt Evergreen 1,5 x 1,5 mm Profil, für Halter hat sich diese Quelle http://www.berlin1zu87.de/shop/s-bahn/s ... ter-detail aufgetan, die sind zwar etwas empfindlicher, erfordern dann aber keine Lötkolbenaktion da sie passend S-Bahn EBO-Profil sind, und schauen den in Nürnberg verwendeten auch ähnlicher. Da auch Berlin (Großprofil) und Hamburg später solche - nur eben gemäß deren Maßen verwendet haben, ein guter Kompromiss.

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^ Ein kurzes Demostück überzeugt mich

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Auch in Echt findet man ja durchaus verschiedenen Bauformen gemischt, so hat nun das stadtauswärtige Gleis, nach wie vor die alten Hamburger Halter

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das stadteinwärtige hingegen die neuen Berliner Halter

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^ das nachträgliche Färben der Stromschiene mit Wattestäbchen ist speziell unter den Treppen eine Schinderei...

Da ich parallel an Eisenbahnmodulen für den MEC Nürnberg, und solchen für einen tschechischen Bahnhof arbeite, geht es bei der U-Bahn grad nicht so flott voran, Immerhin die Häuserzeile, die die Oberfläche des U-Bahnhofes bilden soll, befindet sich in Arbeit:

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Da aber immer einzelne Räume Inneneinrichtung bekommen sollen ich da aber schon alle aufgebraucht habe, kann ich die Gebäude noch nicht zubauen

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^ Die Idee kam mir relativ spontan, aber mir gefällts, man könnte glatt meinen es gehört so... Das kombiniert mit einem Abgang direkt davor, ...

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^ ... freilich bei etwas smäleren Gehsteig um einen Grund zu haben, das Teil nicht auf einen Pfosten zu stellen, sollte eigentlich ganz nett werden.

Das ist mit Stichtag heute also der Ist-Zustand, sobald es berichtenswertes gibt, werde ich hier anfügen

Gruß D. Vielberth

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Re: Modulbau

Beitrag von gelenkwagen » Mo 8. Apr 2019, 12:18

Ganz grosser Kino!

So ein U-Bahn hätte ich mal auch gerne.
Ich habe derzeit nur ein kleiner Testplatte/DIorama. Vielleicht sollte man irgendwann ein U-Bahn darunterbauen :)
MFG
Morten aus Dänemark

Meine Modellstraßenbahnen:
http://mortenschmidt.piwigo.com/index?/ ... sporvogne/

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Re: Modulbau

Beitrag von U23 Gladbeck » Di 9. Apr 2019, 18:19

Hallo Daniel,

Danke für Deine umfassende Projektvorstelllung. Ein Paar Rückfragen hätte ich.

> Erster Zuwachs war ein echtes Straßenbahnsignal

Von welchem Hersteller und über welchen Händler hast Du das Signal gekauft?

Und was genau zeigt es an? Etwa so?
(–)
(·)
(|)

Und kennst Du diesen LSA-Hersteller hier?
Turotram im modelltram.de-Forum
Das wäre so mein Favorit.

Viele Grüße,
Benjamin

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Re: Modulbau

Beitrag von DSV » Mi 10. Apr 2019, 08:06

Hallo erneut,

> Von welchem Hersteller und über welchen Händler hast Du das Signal gekauft?

http://www.modellbahnwerk.de/

> Und was genau zeigt es an?
(-)
(|)
(A)

> Und kennst Du diesen LSA-Hersteller hier? – Turotram im modelltram.de-Forum Das wäre so mein Favorit.

Nee, kannte ich noch nicht.

Gruß Daniel

AndreasP
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Re: Modulbau

Beitrag von AndreasP » Do 11. Apr 2019, 18:34

Hallo Daniel,

super U-Bahnhof und Tunnel! Gefällt mir sehr gut.

Da ich auch gerade angefangen habe, so etwas zu bauen, habe ich natürlich ein paar Fragen.

Zunächst zur Tunnelbeleuchtung: welche Lämpchen genau hast du genommen?
Ich habe mir "3mm LED ultrahell warm weiß 15000mcd" besorgt.
Leider finde ich die überhaupt nicht "ultrahell" Es glimmt ein kleines Lichtlein, das eher punktförmig wie eine Taschenlampe aus der Decke auf das Gleis hinunter leuchtet. Ich habe das Gleiche auch in Blau als Notausgangs-Beleuchtung. Die nimmt man kaum wahr.

Zweite Frage zur Bahnsteig/Haltestellenbeleuchtung:
Da habe ich nicht gar nichts entschieden; ich finde nicht das Richtige.
Was hast du hier genommen?

Dritte Frage zur Rolltreppe:
Ich habe die gleichen Teile von Luetke Modellbahn wie du. Ich habe sie aber noch nicht auf dem Bahnsteig angebracht (u.a. auch, weil ich noch Gleise einschottern muss und nicht mit dem Arm hängen bleiben will). Allerdings weiß ich auch hier noch nicht, worauf ich die Rolltreppe stützen will (Säule?) und wie ich dann oben die Fußgängerbrücke baue. Das ist bei dir nicht genau zu erkennen. Wie hast du es gemacht?

Einziger Lichtblick zur dritten Frage allerdings:
Ich habe am Donnerstag auf der Messe in Dortmund mit Herrn Luetke gesprochen. Er plant, entsprechendes im Laufe des Jahres zu konstruieren und anzubieten, vermutlich allerdings mit (geschlossener) Glasfußgängerbrücke (ähnlich der neuen U4-Station Elbbrücken in Hamburg mit dem Übergang zur geplanten S-Bahnstation).

Zu Stadt im Modell:
Ja ja ...die Wartezeiten.... sie haben (theoretisch) tolle Produkte, praktisch kommt vieles nicht oder mit jahrelangen Verzögerungen.
Der Hit: ich habe im August 2011(!) 2 Straßenbahnfahrzeuge der ehem. Hamburger Strab. bestellt und dafür meine Planung einer N-Spur-Analge mit vielen Fahrmöglichkeiten und langen Zügen über den Haufen geworfen zu Gunsten einer H0-Stadtanlage mit Hamb. U-Bahn und Straßenbahn (mein Kindheitstraum). Liefertermin war Q4/2011. Anfang 2019 wurde die Strab nach unendlichen Vertröstungen still und leise aus dem Programm genommen. Nachfragen wurden nicht beantwortet. Immerhin habe ich erfahren, dass VK-Modelle die Strab jetzt mit einem deutschen Hersteller (statt China) plant und eventuell 2020 damit auf den Markt kommt.

Ich habe selbst aktuell den DT5, will den DT2 (kommt Ende 2019) noch dazu nehmen und nächstes, meinentwegen übernächstes Jahr die Strab (V6E) dazu nehmen.

Soweit erstmal.

Weiter viel Spaß und Erfolg beim Basteln!

Gruß aus dem Norden
Andreas

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Re: Modulbau

Beitrag von U23 Gladbeck » Mo 15. Apr 2019, 13:20

DSV hat geschrieben:
Sa 6. Apr 2019, 00:53
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Streichst Du das Holz, das den Untergrund darstellt, noch farbig an?
– Schwarz wie bei den MFN?
– Oder gemustert (Gesteinschichten immitierend)?

Gruß, Benjamin

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Re: Modulbau

Beitrag von DSV » Mi 17. Apr 2019, 00:00

Hallo allseits,
Hallo Andreas P

> Zunächst zur Tunnelbeleuchtung: welche Lämpchen genau hast du genommen?

Ehrlich gesagt einen genauen Hersteller kann ich da nicht benennen ist sind jedenfalls echte Glühbirnen, aus denen braune Kabel rausgehen, ein Restposten meines Modellbahnhändler, ungefähr ähnlich diesen: https://www.fechtner-modellbau.de/fahrz ... hmesser-ca Sind mit Sekundenkleber geklebt, an der Tunneldecke zusätzlich noch mit extragroßen Heißkleber"bollen" weil ich natürlich nicht will, das die durch Erhizung irgendwann von der Decke fallen.

> Leider finde ich die überhaupt nicht "ultrahell" Es glimmt ein kleines Lichtlein, das eher punktförmig wie eine Taschenlampe aus der Decke auf das
> Gleis hinunter leuchtet. Ich habe das Gleiche auch in Blau als Notausgangs-Beleuchtung. Die nimmt man kaum wahr.

Die Befürchtung hatte ich bei LEDs auch, deswegen die empfindlicheren Glühlampen (und weil ich generell Glühlampenlicht als angenehmer als LED empfinde)

> Zweite Frage zur Bahnsteig/Haltestellenbeleuchtung: Da habe ich nicht gar nichts entschieden; ich finde nicht das Richtige. Was hast du hier
> genommen?

Ganz normale Wageninnenbeleuchtung warmweiß. Ich habe dabei die von MS Modellbahnservice Lingen genommen, weil der zweite Nürnberger Modellbahnladen zui dem ich regelmäßig gehe, die im Angebot für 8,99 das Stück hat (12 LED, 290mm lang, mit einstellbaerer Helligkeit)

> Dritte Frage zur Rolltreppe: Ich habe die gleichen Teile von Luetke Modellbahn wie du. Ich habe sie aber noch nicht auf dem Bahnsteig angebracht
> (u.a. auch, weil ich noch Gleise einschottern muss und nicht mit dem Arm hängen bleiben will). Allerdings weiß ich auch hier noch nicht, worauf ich
> die Rolltreppe stützen will (Säule?) und wie ich dann oben die Fußgängerbrücke baue. Das ist bei dir nicht genau zu erkennen. Wie hast du es
> gemacht?

Das war bei mir ein recht interessanter Bauschritt. Unter den Rolltreppen Richtung Holz sind auf mehrere Lagen abwechselnd Pappe, Heißkleber, Pappe ... geklebt solange, bis die Kontaktplatte bündig mit dem Bahnsteig war. Die Rolltreppen da drauf geklebt standen die sogar von selber. Ich habe die natürlich nur kurz so freistehend gelassen. Die Wände meinem Bahnhofes hinten sind ja höher als die eigntliche Bahnsteighalle. Ich habe ein Kartonstück etwas länger als von der Sichtkannte vorn zur Hinterwand genommen und Breite eines bloßen Korridors genommen und in der Hinterwand dafür einen Ausschnitt gemacht. Diese Kartonteil liegt also auf der Rückwand und der Mittelkonsole auf, das Stück Richtung Sichtkante ist freitragend. Und die Unterseite der Rolltreppen liegen dann wieder auf der Oberseite dieser Kartonplatte auf. Um dann auf höhe der Fußböden der ankommenden Rolltreppen zu gelangen, habe ich oben Karton-Längsstreifen aufgeklebt, und auf denen sitzt wieder eine Kartonplatte mit Flußbodenpapier, die dann den Boden des Verteilergeschosses bildet. Das Verteilergeschoss ist folglich auch nicht wegklappbar, nur daneben kann man auf machen.

Ich hoffe man erkennt es halbwegs:
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^ Das unten ein Stück Fußboden zu sehen ist liegt daran, das ein ein Stück verbastelteten Bahnsteigs war, den ich recycled hab, der wahre Fußboden liegt höher). Anbei siehst du hier auch die LED-Streifen der Beleuchtung.

> Ja ja ...die Wartezeiten.... sie haben (theoretisch) tolle Produkte, praktisch kommt vieles nicht oder mit jahrelangen Verzögerungen.

Zuvor hatte es zumindest bei mir eigentlich gut geklappt, meine beiden DT5 (wobei ich mir den zweiten eigentlich nur wegen eines Getriebeschadens des ersten gekauft habe, weil es hieß, die Ersatzteile gäbs nicht, als es die dann doch 2 Jahre später plötzlich doch gab, habe ich meinen ersten auch wieder flott gemacht...), die Stromschienen und auch das erste Tunnelstück kamen eigentlich immer relativ zeitnah. Erst seit meiner letzte Bestellung geht nu irgendwie nichts mehr voran. Ich bin gespannt, ob irgendwann noch das Zeug kommt, andererseits nu habe ich ja schon teilweise Ersatz, und viel größerer Stückzahl als ich zu Träumen gewagt hätte (bei Wandhaltern und Stromschienenträgern)

Gruß Daniel

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Re: Modulbau

Beitrag von DSV » Mi 17. Apr 2019, 00:10

Hallo erneut,

ich seh grad, ich habe ja sogar mehr Leuten noch nicht geanwortet, gleich mal nachholen

an Gelenkwagen

> So ein U-Bahn hätte ich mal auch gerne. Ich habe derzeit nur ein kleiner Testplatte/DIorama. Vielleicht sollte man irgendwann ein U-Bahn
> darunterbauen

Warum nicht, zumindest der Hk schafft von Modell ja auch relativ enge Kurven, und denn hast du ja (hab grade in deine Seite reingeschmökert)

an U23 Gladbeck
> Streichst Du das Holz, das den Untergrund darstellt, noch farbig an?

Müsste ich eigentlich der besseren Haltbarkeit halber, andererseis müsste man dafür innen wie Außen streichen, und dafür isses eiegntlich zu spät.

> – Schwarz wie bei den MFN?
Wäre eine Möglichkeit, wäre dan auch zum MEC passen.

> – Oder gemustert (Gesteinschichten immitierend)?

Hab ich auch schon drüber nachgedacht, vor allem die Idee, dann vielleicht ein Sauerierskellet in eine Bodenschicht mit rein zu malen, das gäbe sicher nen netten Gag! Bin aber noch nicht final sicher

Gruß Daniel

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