Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Hier kann jeder seine Modellstraßenbahnanlage in Wort und Bild vorstellen.
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VolkerMZ
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Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von VolkerMZ »

...und vor allem Nick und Standi sind „Schuld“. :wink:

Auch wenn ich vermutlich nie die Qualität und den Detaillierungsgrad der beiden erreichen werde, haben mich die Ergebnisse dermaßen fasziniert, dass ich es auch einmal versuchen muss. Als erstes wird sozusagen ein „Basismodul“ erstellt, an die dann weitere Streckenmodule angeschlossen werden können. Am Streckenende wird dann erstmal in einer provisorischen Schleife gewendet, bis irgendwann auch mal ein durchgestaltetes Schleifenmodul gebaut wird. Alles folgt den klassischen drei Prämissen beim Anlagenbau: zu wenig Zeit, zu wenig Platz, zu wenig Geld. Bis das Gesamtwerk erstmal halbwegs fertiggestellt sein wird, wird es wohl noch ein bisschen dauern. Daher ist es für mich wichtig, möglichst bald mit den mit den einzelnen, betriebsfähigen Teilen schonmal spielen, ähh...sollte natürlich heißen ernsthaft Betrieb machen, zu können. Die Gleise stammen im sichtbaren Teil von Tomytec, im unsichtbaren Teil von Tomix, Roco und Minitrix

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Die hintere Ausweiche wird noch durch eine Kulisse, vor der eine zweigleisige Eisenbahnstrecke auf Arkadenbögen verläuft, optisch abgetrennt. Der Übergang wird dann durch Eisenbahnbrücken, unter denen die Straßenbahn dann „hinter die Kulissen“ verschwindet, getarnt. Links wird einmal die zweigleisige Strecke anschließen, aber durch den „Verbindungsbogen“ ist auch ohne Anschlussmodule schon ein bescheidener Fahrbetrieb möglich. Die Straßenoberfläche wir noch glattgespachtelt und asphaltfarben angemalt, der Gleisbereich dann mit dem Noch-Pflasterkrepp eingedeckt (Dank an Nick für diese Idee). Wenn man die Streifen links und rechts der Schienenköpfe mit ca. 0,5mm Abstand zu den Schienenköpfen aufklebt, dann gibt es auch keine Kontaktprobleme, denn dann haben die Laufflächen genügend „Luft“ und rattern nicht übers Pflaster. Ich überlege noch, in die Rillen schmale Klebebandstreifen nach Standis Idee zu kleben, um die Rillen vorbildgerechter wirken zu lassen.

Die Häuser stehen derzeit nur als Stellprobe auf der Platte, das Haus ganz links wird defintiv noch durch ein etwas voluminöseres ersetzt. Auch das weiße Eckhaus ist noch nicht ganz fertig, da müssen noch einzelne Details montiert und etwas „Patina“ aufgebracht werden. Ingesamt stelle ich aber doch etwas erstaunt fest, wieviel Arbeit selbst in solch einem kleinen Anlagenteil anfällt, bis es ansprechend aussieht. Als nächstes ist erstmal die Elektrik fällig, damit ich schonmal etwas fahren kann, damit die Motivation zum Weiterbau nicht verlorengeht. Als fiktive Vorbildsituation schwebt mir vor, dass die Strecke im nicht dargestellten Bereich im Richtungsbetrieb durch zwei parallele Straßen verläuft, die weiter in die „Stadt“ führen, und sich am linken Rand wieder zu einer zweigleisigen Strecke vereinigen. Am abzeigenden Gleisbogen links wird die stadtauswärtige Haltestelle „Berliner Platz“ hinkommen, während die stadteinwärtige am vorderen Anlagenrand angelegt wird. Dadurch kann die Haltestelle dann sowohl von „links“ kommenden Zügen als Zwischenhaltestelle, als auch den hier wendenden Zügen als Endhaltestelle dienen. Das macht dann schon in der ersten Baustufe einen bescheidenen Fahrbetrieb möglich.

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Zur Verdeutlichung nochmal zwei Ansichten vom „Berliner Platz“. Während der Aufbauzug gerade in die stadtauswärtige Haltestelle einfährt, wendet der M6 am Berliner Platz, und fährt gleich in die stadteinwärtige Haltestelle ein.

Soweit erstmal von meinen bescheidenen Anfängen, wenn weitere nennenswerte Baufortschritte zu sehen sind, melde ich mich wieder hier, jedenfalls, wenn Interesse besteht.

Viele Grüße

Volker

Nick
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Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von Nick »

Hallo Volker,

schön das Du dich auch für eine Strassenbahnanlage in Spur N entschieden hast. Der Platzbedarf ist sehr gering und dank der Tomixgleise ist auch ein recht einfacher schneller Aufbau möglich. Wie groß ist die Platte Die Du da jetzt aufbaust? Die Idee finde ich vom Gleisplan her nicht schlecht, bis auf Dein Ausweichgleis (Dazu später mehr). Das die Tomixgleise mit der Straßenbettung so ihre Tücken haben wirst Du noch feststellen. Das Problem mit der Noch-Plasterung auf Tomix-Gleisen hast Du ja schon elegant gelöst, denn dieses würde sonst wenige hunderstel Milimeter über die Schienenköpfe hinausragen. Bedenke bei Deiner Plaung auch schon mal die Standorte Deiner Oberleitungsmasten und der Fahrstreifen und Parkbuchten für die Autos. Soll die Anlage transportabel bleiben, sollte man auf aufwändige "Spinnenetze" beim Oberleitungsbau verzichten. Auch Stopstellen (bei Analogbetrieb) sollte man einplanen, damit man mit mehreren Zügen fahren und halten kann. Was Deine Gebäudewahl betrifft, so würde ich mit den Auhagenhäusern weiterbauen. Diese sind weit maßstäblicher wie die mitlerweile 36 Jahre alten Pola Häuser und brauchen zudem auch weniger Platz.

VolkerMZ
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Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von VolkerMZ »

Hallo Nick,

danke, dass dir mein Anlagenentwurf und -anfang größtenteils gefällt. Die „Größe“ dieses Anlagenteils beträgt gerade mal 40 cm x 75 cm, und ist auch auf leichte Transportierbarkeit hin so klein geplant worden. Dem sind auch die beiden, recht kurzen Gleise „backstage“ geschuldet, auf die aber jeweils ein Achtachser, bzw. Tomytec-AdtranZ-Dreiteiler oder ein Zweiachser-Dreiwagenzug grenzeichenfrei abgestellt werden können. Welche kritischen Punkte siehst du darin? Noch wären Änderungen relativ einfach zu bewerkstelligen. Abschaltbare Abschnitte gibt es mehrere, die beiden Gleise hinter der Kulisse, und der Gleisabschnitt an der Haltestelle an der vorderen Kante werden mittels Schaltern an- und abgeschaltet, die stadtauswärtige Haltestelle wird über die Stoppweichenfunktion der Abzweigweiche geschaltet, und der Gleisbogen zwischen den beiden Haltestellen, sowie das Gleis zwischen dem Modulanschluss und der vorderen Weiche, werden mit der Stoppweichenfuntion eben dieser Weiche geschaltet. Selbst ohne Anschlussmodule können so schon drei Züge analog auf der Anlage verkehren. Ein Digitalbetrieb ist vorerst, vor allem aus Kostengründen, nicht geplant. Mit der Oberleitung bin ich bisher noch nicht „durch“, es wird aber auf eine Mischung aus Masten mit Auslegern und Masten auf der Bedienerseite zu Wandankern auf der bebauten Seite Hinauslaufen. Ob ich Fahrdrähte spanne oder nicht, habe ich noch nicht endgültig entschieden. Bei den Straßenlampen wird es wohl, ebenfalls aus Kostengründen, auf Faller- Attrappen hinauslaufen, bei den Ampeln auf europäisierte Kato-Attrappen. Richtige Parbuchten sind zumindest auf diesem ersten Anlagenteil nicht geplant, die Autos werden einfach am Straßenrand geparkt.

Mit den Häusern ist das so eine Sache, die Auhagenhäuser sind sehr gelungen, aber maßstäblich auch nur ein Kompromiss, in der Tiefe sind sie, ebenso wie die Polahäuser viel zu klein, selbst mkb (Minitrix) scheint da zu „schummeln“. Vor allem aber ist die Auswahl bei Auhagen doch sehr übersichtlich, inklusive Eckhaus git es gerade mal zweieinhalb verschiedene Häuser, da kann man für ein Gründerzeitviertel auf Pola nicht verzichten. Auf den späteren Modulen werde ich wohl auch das eine oder andere Auhagengebäude verbauen, aber mir gefallen auch die Gebäude der sog. Nachkriegsmoderne, von denen ich einige von Vollmer und Kibri liegen habe, die auch noch unterbringen möchte, ebenso wie die, auch noch bei mir lagernden, Zwanzigerjahre-„City“-Häuser von Kibri. Bei moderneren Wohnblocks bleibt ja eigentlich nur Auhagen übrig, denn was Faller oder Vollmer da im Programm haben, wirkt nicht gerade überzeugend, und ist mir im Original bislang auch nicht untergekommen. Auch das Appartmenthaus von Vollmer, das derzeit den Platzhalter spielt, ist da grenzwertig, und sollte auch nicht frei aufgestellt werden, weil da das Fehlen eines Treppenhauses sofort offensichtlich wird. Das Spielwarenhaus ist diesbezüglich erheblich besser konstruiert, aber sowohl auf der Karton, als auch in der Anleitung, sind die Wandteile der Obergeschosse ebenso sinnfrei kombiniert, wie das Erdgeschoss unter die Obergeschosse plaziert ist. Da läge nämlich das Treppenhaus mitten im Wohnzimmer, und würde im 1. OG abwärts im nichts enden. Mal sehen, was man sonst noch so frokeln kann, für die Fortsetzung der Häuserzeile nach rechts schwebt mir noch ein Haus mit Straßenbahndurchfahrt im Erdgeschoss vor, sowas gab (und gibt es tlw. Auch heute noch) früher gar nicht so selten. In Düsseldorf gibt es zumindest noch einen Betriebshof, der nur durch eine Hausdurchfaht zu errreichen ist, in Wien muss man an der Enstelle in Grinzing „durchs Haus“, und in Hamburg lag die Wendeschleife Niendorf Markt im Hinterhof eines Fünfzigerjahregebäudes. Aber wie gesagt, alles Stück für Stück, es gibt keinen festgelegten und detaillierten Plan, sondern nur eine grobe Vorplanung, im Detail wird dann entschieden, wenn es soweit ist.

Noch eine letzte Frage, mit welchen Tücken und Überraschungen muss ich denn bei den Tomytec-Gleisen noch rechnen?

Volker

Nick
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Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von Nick »

Hallo Volker,

zuerst mal ein paar Dinge zu Deinem Schattenbahnhof. Du benutzt dort Minitrix bzw Roco-Weichen ohne Metallstreifen im Herzstück. Diese sind insbesondere beim Betrieb mit Zweiachsern problematisch, wenn Du nicht mit rasender Geschwindigkeit darüber fahren willst. Roco hatt(te) diese Weichen mit den Metallstreifen ab Mitte der Achtziger im Programm und bessere Kontaktsicherheit wird auch Sech- und Achtachsern nicht Schaden.
Alternative wäre auch den hinteren Bereich mit Tomixgleisen (Ohne Strasse)zu bauen, was vermutlich, durch die kürzeren Weichen, auch die Abstellgleise länger werden lässt. Auf die Stopweichenfunktion würde ich verzichten, wenn es sich nicht grad um Abstellgleise mit Prellbock o.ä. handelt.

Das Tomixgleis ansich ist nicht schlecht und kinderleicht zu verlegen, was nur stört ist die Breite des Gleises und die Tatsache das die Flächen rechts und links des Gleises weder als richtiger Fahrstreifen noch als Parkmöglichkeit für Autos vernunftig nutzbar sind. Ein Anstückeln von Fahrbahnteilen macht sich optisch bemerkbar zumal ich mir ein einspachteln der Gleisränder + Farbe als problematisch vorstelle. Ich würde auf der vollen Strassenbreite wenn möglich die Noch Pflasterfolie verwenden, es sei denn die Strasse ist so breit wie das Tomixgleis und soll nur einen großen Fahrsteifen darstellen. Farblich nachbehandeln solltest Du die Strassengleise auf jeden Fall. Wichtig ist auch das man sich den Strassenraum mit den Strassenbahnschienen vernünftig einteilt. z.B. Bürgersteig, Parkstreifen, Fahrstreifen, Gleis usw.
Die Idee mit Hilfe des Bürgersteigs die Breite der Tomixgleise zu begrenzen ist eine gute Idee (Siehe Auhagen-Eckhaus) Bedenke auch das Du im Falle von Reperaturen auch an die Gleise/Weichen kommen musst.

Was die Häuser angeht, so würde ich Dir gerne eine andere Sichtweise und Herangehensweise näherbringen.
Den grössten Fehler den die meisten Modellbahner machen, ist sich alle möglichen Häuser die gefallen auf "Halde" zu legen. Das kostest nicht nur viel Geld, sondern man kommt ungewollt in Platznot, weil man versucht fast alles unterzubringen was man so hat. Ich habe meine Anlage mit 3 Vollmerhäusern und 2 von Pola begonnen. Der Rest kam nach und nach,

Jedes Haus hat einen individuellen Charakter und eine Architektur die sich in bestimmte Teile einer Stadt einfügt und für einen bestimmten Zweck erschaffen wurde..
Beispiel: Die modernen Vollmer Stadthäuser (mitlerweile 50 Jahre auf dem Markt) atmen so richtig den Charme der 50/60 Jahre und geben auch dessen Zeitgeist wunderbar wieder. Solche Gebäude sind ideal für innerstädtische Geschäftstrassen und Fußgängerzonen. In der Vorstadt oder in Stadteilen abseits der Innenstadt findet man solche (damals hochwertige Architektur) eher nicht. Am Besten man macht mal einen Rundgang mit offenen Augen, durch die eigene (Groß)Stadt. Mit der Tram geht das besonders gut. GoogleMaps geht notfalls auch.

Viele Grüsse

Nick

Standi
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Registriert: Mi 26. Mär 2014, 19:23

Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von Standi »

Hallo Volker,
sehr schön, noch ein Spur-N-Straßenbahner in der Runde!
was ich da sehe, gefällt mir ausgesprochen gut, besonders gut gefällt mir die Idee, mit dem Segment sowohl den Anfang einer größeren Modulanlage, wie auch eine, kleine eigenständige, voll betriebsfähige Anlage zu erhalten.

Das wichtigste hat Nich schon geschrieben, deshalb von mir auch nur ein paar Anmerkungen.

Tomix-Gleis: grundsätzlich gut, was weniger gefällt ist der unrealistisch große Parallelgleisabstand bei doppelgleisigen Strecken. Aber da Hast Du ja schon eine Lösung gefunden, wie man sieht.
Ich würde auch ganz ohne die fertigen Straßenelemente bauen, zumal das Pflaster und auch das Rasengleis nur aufgedruckt sind. Stattdessen würde ich die Tomix Standardelemente nutzen und die Gleise selber eindecken (Papp- oder Kunststoffeinlagen mit Busch Pflasterfolie, Graupappe, diversen Dekorfolien oder Grasmatte als Eindeckungsmaterialien.

Die ollen Minitrixweichen hinten würde ich heutzutage auch nicht mehr ohne Not verwenden.

Wie Nick schon erwähnte, realistische Straßenquerschnitte sind wichtig für ein überzeugendes Erscheinungsbild, also durchaus mal in die entsprechenden Richtlinien (z.B. RASt) einlesen. Ansonsten finden sich im Netz auch viele Planungsunterlagen von Straßenbahn- Um- oder Neubauprojekten, aus denen sich einiges ablesen lässt.

Bei den Gebäuden hat Nick eigentlich auch schon alles wichtige gesagt, ich rate auch dringend dazu, genau zu schauen, welches Gebäude im Hinblick auf ein nachvollziehbar gewachsenes Stadtbild nebeneinander stehen könnte und würde auch durchaus über Gebäudeselbstbau nachdenken.

Gruß,
Markus

VolkerMZ
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Registriert: Fr 3. Aug 2018, 22:55

Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von VolkerMZ »

Ein paar Antworten:

Die Minitrix/RocoßWeichen taugen in der Tat nichts, das war sparen am falschen Platz, die gehen wieder zurück „in die Bucht“. Ich habe jetzt Tomix-Weichen eingebaut, da bleibt, außer meinen Kato-Zweiachsern, nichts drauf stehen. Die Kato-Zweiachser bleiben aber auch sonst gern mal stehen, da muss ich mir fahrwerkstechnisch noch was überlegen.

Die Tomixgleise lassen sich zumindest in der Geraden recht leicht auf vorbildgerechte Gleismittenabstände umbauen, bei Kurven ist etwas Gestückel leider unumgänglich.

Man muss bei den geraden Gleisstücken lediglich einseitig die Fahrbahn neben der Gleistrasse abschneiden, und die und jeweils zwei solche Teile an der abgeschnittenen Seite verbinden. So etwas scheint sogar konstruktiv vorgesehen zu sein, den es ist an den Stellen eine Sollbruchlinie eingegossen, und die „Seitenwand“ ist an dieser Stelle nochmal vorhanden, einschließlich der Aussparungen für die Klemmverbinder. Zwei solche Teile längs aneinandergesetzt ergeben eine Straßenbreite von Bürgersteig zu Bürgersteig von ziemlich genau 9 Metern, was mir durchaus vorbildgerecht erscheint. Jedenfalls kommt jede Straßenbahn problemlos an am Straßenrand geparkten Autos vorbei. Bei Bedarf kann die Fahrbahn noch durch ansetzen der abgeschnittenen Teile verbreitert werden, was dann auch für breite Ausfallstraßen ausreichend sein sollte. Schwierig dürfte es allerdings bei Gleiswechseln oder Abzweigungen werden, weil dann doch eine üble Stückelei, auch an den Weichen selbst, nötig wird.

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Die Bilder sagen vermutlich mehr als Worte.

Volker

Nick
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Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von Nick »

Hallo Volker

was die Bilder mit dem Tomixgleis angeht, so wäre ich da noch konsequenter und würde auch den Rest der Straßenfläche abscheiden, so das nur ein schmaler Streifen neben den Gleisen übrigbleibt. Die eigentliche Strasse wurde ich dann mit Kork, Deporn o.ä. auffüllen und mit einer dünnen Kunststoffplatte belegen. Du hättest dann zwar immer noch 3 Nähte auf der Strasse, diese aber nicht mehr mitten auf der Fahrbahn.Den Gleisbereich könntest Du dann mit Noch Plasterfolie bekleben und so die Nähte kaschieren, oder Du nimmst halt die mit Pflaster bedruckten Fahrbahnstücke und gehst ähnlich wie oben beschrieben vor.

Was den Kato Zweichachser angeht, nicht immer an das Schlimmste denken. Normalerweise läuft der gut und darf bei Tomixweichen überhaupt nicht stehen bleiben.

VolkerMZ
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Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von VolkerMZ »

Der Kato-Aufbauwagen hat zwar ein wunderschön detailliertes und bedrucktes Gehäuse, aber den Antrieb finde ich wenig begeisternd. Achsstand und Raddurchmesser würden eher zu einem TTm-Fahrzeug passen, das Minimal-Getriebe (Schnecke direkt auf Achszahnrad) ist ja schon seit Jahrzehtnten nicht mehr Stand der Dinge, und auch das starre Fahrwerk ohne Dreipunktlagerung ist nicht gerade ein Garant für sichere Stromabnahme. Die Stromabnahme lässt sich allerdings schon dadurch verbessern, dass man den oder die Beiwagen zur Stromabnahme mit heranzieht, und Trieb- und Beiwagen mit Kabeln fest verbindet. Da es ohnehin keine rangiertaugliche Straßenbahnkupplung gibt, finde ich festgekuppelte Zuggarnituren auch nicht sonderlich schlimm. Das habe ich schon vor Jahrzehnten bei meinen Liliput-KSW so praktiziert, denn solo war der KSW kaum fahrtauglich. Mit Radschleifern im Beiwagen und einer Kabelverbindung zwischen Tw und Bw waren Kontaktprobleme dann kein Thema mehr. Zusätzlich wird der Kato-Bw dann noch eine Dreipunktlagerung bekommen. Aber erstmal muss eine Fahrmöglichkeit geschaffen werden, dann kommen die Fahrzeugoptimierungen.

Was die Straßengestaltung angeht, werde ich erstmal mit den Tomix-Elementen weitermachen, ich wollte allerdings alle Spalten und Übergänge verspachteln und überschleifen, und dann das ganze streichen und mit Noch-Straßenkrepp den Gleisbereich „einpflastern“. Zugänglich bleiben müssen nur die Weichenantriebe, deshalb werden die geraden Ansetzteile auch abnehmbar bleiben (darunter liegen die Antriebe), hier muss ich dann mit Spalten leben. Wenn ich es perfekt haben wollte, würde ich mit N-tram-Gleisen bauen, aber die sind aus Zeit- und Kostengründen derzeit für mich keine Option.

Was die Häuser angeht, liegen wir gar nicht soweit auseinander. Da die Nachbildung einer echten Großstadt-Innenstadt auch in N recht viel Platz braucht, soll meine Anlage quasi die Haupteinkaufsstraße eines größeren Stadteils darstellen, der früher eigenständig war, und erst später eingemeindet wurde. Daher fiden sich hier in erster Linie Häuser aus der Gründerzeit bis Gebäuden aus der Zeit kurz vor, oder nach dem ersten Weltkrieg, dazwischen natürlich auch einige Nachkriegsbauten. Weiter draußen geht das ganze dann in hauptsächlich Nachkriegsbebauung über. Auch die Wendeschleife wird ein „modernes“ Haltestellengebäude im Fünfzigerjahrestil erhalten, aber das ist alles nur Zukunftsmusik. Bei den Gebäuden sind zweifelsohne auch „Lieblingsgebäude“ dabei, aber nur solche, die auch wirklich zur Thematik passen.

Volker

Tramspotters
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Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von Tramspotters »

Ich hab auch ein paar Kato Modelle. Über mangelnde Fahrleistungen kann ich mich nicht beschweren, die Modelle fahren einwandfrei.

Der Achsstand ist zu groß, das ist bekannt, tut dem Modell aber keinen Abbruch.

Nick
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Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von Nick »

@Volker

Bevor Du an die Fahrzeugoptimierung bei Kato Zweiachsern denkst, prüfe bitte ob der Motor noch einwandfrei läuft. Wenn keine Kriechfahrt mit dem Teil mehr möglich ist oder das Fahrzeug ins Stocken gerät, könnte dies auch auf baldigen Motorverschleiß hindeuten.Mit einem vernünftigen Trafo z.B. Arnold ASS solte das Langsamfahren bei den Dingern problemlos funktionieren. Stromführende Beiwagen hatte ich auch mal in Planung, bin aber durch andere Optimierungen der Anlage immer drumrum gekommen.

lernkern
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Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von lernkern »

Tag Volker.

Na, da freue ich mich ja, dass es neben Nick und Standi noch einen weiteren N-Bauer gibt (ich selbst baue -wenn übernhaput - H0m) und hoffe auf viele Bildberichte;-)

Viele Grüße

Jörg

Sarmato
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Re: Ein Anfang ist gemacht (in Baugröße N)

Beitrag von Sarmato »

Hallo,

Ich plane auch eine kleine Straßenbahnanlage in Spur N. Ich freue mich, dass eine weitere N-Anlage gibt!

Gruß
Federico

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