Alternative Antriebe für Hödl/Halling/Rietze Multigelenker

Hier kann jeder seine selbst- oder umgebauten bzw. verfeinerten Fahrzeugmodelle vorstellen.
Auch spezielle Techniken wie Beleuchtungen, Antriebe, oder sonstige Verbesserungen an Industriemodellen sind hier richtig.
j.knopp89
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Re: Alternative Antriebe für Hödl/Halling/Rietze Multigelenker

Beitrag von j.knopp89 »

Hallo Jörg,

Die Bodenplatte ohne Aufnahme für die Gelenke hat 34,3 x 25 x 8 .
Hinzu kommen die Drucktoleranzen.
Gemessen an einem Teil hatte ich 34,65 x 25,2 x 8,02

Mit Gelenkaufnahme sind wir bei einer Länge von 62,52

Viele Grüße
Justus
212 113-1
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Re: Alternative Antriebe für Hödl/Halling/Rietze Multigelenker

Beitrag von 212 113-1 »

Hallo Freunde,
ich habe im Hobby schon viele Wege und Irrwege bei Antrieben mitgemacht und möchte eine erneute Fehlinvestition vermeiden. Ich fahre analog und fast ausschließlich PMT (2-Achser) bzw. Herrmann&Partner (4-Achser) Antriebe. Die Dresdner Gelenkwagen fahren jeweils mit Orginalantrieben. Ein NGT 6 DD- Standmodell wurde nachgerüstet, fährt aber unmöglich und könnte daher einen solchen Glockenankermoter vertragen. Mich interessieren folgende Fragen:
1. Wie verhalten sich die neuen Glockenankerantriebe gegenüber den bisherigen Antrieben bei Geschwindigkeit und Leistung.
2. muss ich bei den neuen Antrieben unbedingt einen Decoder verwenden.
3. Unterscheiden sich die Grundplatten der Kopfteile Combino und NGT 6/8 Dresden grundsätzlich, oder lassen sich die Kopfteile mit wenig Aufwand anpassen. Da meine Modelle eine längere Steigung befahren müssen hätte ich gern die Antriebe in den Kopfteilen. Der auf PMT umgebaute eines Freundes fährt so sehr gut, aber ein freier Durchblick ist natürlich besser.
Bei den NGT 6/8 DD habe ich Achsaufnahmen der leerlaufenden Gestellen leichtlaufend erweitert und die Achsspitzen abgerundet. Zum Schluß wurde alles mit einer 0,5 mm MS-Bodenplatte abgedeckt.
Besten Dank für eure Hilfe
George
lernkern
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Re: Alternative Antriebe für Hödl/Halling/Rietze Multigelenker

Beitrag von lernkern »

Moin.

Und danke, Justus!

Gruß

Jörg
j.knopp89
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Re: Alternative Antriebe für Hödl/Halling/Rietze Multigelenker

Beitrag von j.knopp89 »

Hallo George,

die PMT und Herrmann Antriebe haben einen Vorteil: Ihr Gewicht. PMT verwendet Messing und die Herrmann Antriebe einen Zinkdruckguss? Klotz.

Die Multigelenker sind somit erstmal Leicht. Ohne ein bestimmtes Gewicht wirst du auch mit den Glockenanker ALX Antrieben von Halling keine Freude haben.
Allerdings kann man hier Gewichte nachrüsten und bei Bedarf auch eine Achse mit Haftreifen bestücken.

Ich persönlich, habe mittlerweile mehrere ALX Antriebe zur vollsten Zufriedenheit verbaut.

Der Halling ALX kann natürlich auch Analog, also ohne Decoder, verwendet werden. Die Antriebe haben eine recht hohe Drehzahl und fahren im Vergleich zu PMT deutlich schneller. Aber das liegt ja auch an der Person vor dem Handregler ;)

Die Kopfteile selbst unterscheiden sich in der Form nur in der Abweichenden Front. Hier wurde ich bereits von Kollegen gefragt ob ich dafür auch eine Version zeichnen kann.
Kann ich, sobald mir ein Modell zum abmessen vorliegt. Wenn es dir also nicht eilt, könnte es gut sein, dass ich die Fronten auch noch zeichnen werde.

Ich hoffe ich habe deine Fragen beantwortet.
Viele Grüße
Justus
rolfuwe
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Re: Alternative Antriebe für Hödl/Halling/Rietze Multigelenker

Beitrag von rolfuwe »

j.knopp89 hat geschrieben: Mo 9. Feb 2026, 09:55 ...Der Halling ALX kann natürlich auch Analog, also ohne Decoder, verwendet werden. Die Antriebe haben eine recht hohe Drehzahl und fahren im Vergleich zu PMT deutlich schneller. Aber das liegt ja auch an der Person vor dem Handregler ;)
Der PMT-Vorteil ist die höhere Untersetzung (ein Zahnrad mehr). Technisch gesehen, die bessere Lösung (mehr Volt bei weniger A). Die Differenz zwischen Nennspanng u. der Spannung bei Vmax ist geringer.
Aber Kompromisse bei den Einbaubedingungen erfordern auch mal ungünstigere technische Lösungen. :wink:
212 113-1
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Re: Alternative Antriebe für Hödl/Halling/Rietze Multigelenker

Beitrag von 212 113-1 »

Hallo Kollegen,
Ich bedanke mich für Eure Informationen. Straßenlage und Griffigkeit waren schon bei Otto`s Harry Hurtig Voraussetzung für stabile Fahrt. Wer schon über eine lange Zeit in der Nische Modellstraßenbahn unterwegs ist weiß, wie wichtig gerade bei Ausstellungsanlagen mit analogen „Blocksystem“-ähnlichen Betrieb gleichlaufende Antriebe waren. Von Digitaltechnik oder Minimotoren hat man damals bestenfalls geträumt.
Nicht zu vergessen, dass erst seit Mitte der 1990iger mit den preisgünstigen Antrieben von Stängl(ff), PMT, Herrmann und dem Wiener C von Halling gute serienmäßige Antriebe zur Verfügung stehen. Wer schon mal versucht hat, einem KSW von Liliput oder einem 2- achsigen Interurban von Mechanotechnika Jugoslavia mit 1- Achsantrieb aus Plastik Laufkultur beizubringen, weiß was ich meine. Auch die Drehgestellantriebe für den Großen Hecht auf Basis der Z-Motoren von H&P waren ja kein Erfolg.
Mit dem Erscheinen der Niederflurmodelle stellte sich die Antriebsfrage neu. Kippneigung und Gewichtsausgleich bei gleichzeitigem Wunsch nach freiem Durchblick und kostengünstiger Fertigung stellten neue hohe Ansprüche. Gerade die ersten NGT-Modelle Dresden und de Liin waren damals eine Überraschung. Deshalb finde ich es toll, wenn hier über das Modalltram-Forum derartige Hilfen angeboten werden und die sich daraus ergebenden Fragen beantwortet werden. Ich werde deshalb auch gern auf das derartiges Kopfmodul warten.
Also vielen Dank noch mal
George
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