Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Hier kann jeder seine Modellstraßenbahnanlage in Wort und Bild vorstellen.
Einmotorer
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Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Einmotorer » So 25. Nov 2018, 20:10

Hallo, Tramfreunde!

Vor über zwei Jahren habe ich begonnen, auf einer Fläche von 2,40 x 0,70 m ein Straßenbahndepot zu bauen, an das sich rechts noch eine (durch die darüber im 90-Grad-Winkel befindliche kleine Spur-1-Anlage) verdeckte Kehrschleife anschließt.
Zwei Jahre war ich mit einem anderen Modellbahnprojekt beschäftigt, aber jetzt will ich mich wieder der Straßenbahn widmen.
Die Anlage orientiert sich grob an dem Depot Beuel der SSB (Siegburger und Siebengebirgsbahn - heute: Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises -, das Kürzel also nicht mit den Stuttgarter Straßenbahnen verwechseln) bzw. SWB (Stadtwerke Bonn). Neben dem Depot gibt es eine Wendeschleife um das Depot herum.

Außerdem wird es noch einen Streckenast von ca. drei Metern geben, auf dem ein wenig Vorstadt, etwas Überlandstrecke und die Endhaltestelle dargestellt werden sollen. Da auf der Siebengebirgsbahn cremefarbene DÜWAG-Zweirichtungsachtachsergelenkwagen (tolles Wort!) fuhren, diese aber nicht als Modell zu bekommen sind, fahren bei mir Lima-Sechsachser des Typs Bochum der DÜWAG in Doppeltraktion für die Strecke nach Honnef.
Das sieht dann so aus wie der Zweiwagenzug auf diesem Bild (hinter dem vestischen Großraumwagen):

Bild

Für die Vorstadt sind großteils alte Kibri-Gebäude vorgesehen, die gut zur Epoche IV passen. Die Anlage soll Mitte/Ende der 60er oder Anfang der 70er Jahre spielen.
Hier seht ihr den Gleisplan (allerdings ist die linke Wendeschleife um die Wagenhalle herum nicht mit drauf):

Bild

Das Depot bzw. die Wagenhalle ist aus zwei Kibri-Lokschuppen entstanden. Vor zwei Jahren sah sie so aus:

Bild

Da es eigentlich ein Ellokschuppen ist, habe ich ihn heute etwas "tiefergelegt" :mrgreen:, weil bei der Tram nicht so viel Höhe benötigt wird wie bei der Eisenbahn. Jetzt sieht es so aus:

Bild

Noch sieht es in der Halle sehr nach Bogestra und Vestischer Straßenbahn aus, aber das wird sich ändern, wenn erst einmal "H" als Linienbezeichnung und "Honnef" bzw. (auf der anderen Seite) "Bonn" im Zielkasten zu lesen sein werden.

Für den innerstädtischen Verkehr der Linie 2 (Beuel - Dottendorf) werde ich meine beiden Roco-Straßenbahnen nach Kölner Vorbild verwenden, nämlich einen Sechsachser und (selten und lediglich zur Verstärkung) einen Achtachser.
Letzteren seht ihr hier beim Erproben des Lichtraumprofils nach dem "Tieferlegen" der Wagenhalle:

Bild

Ansonsten seht ihr hier noch meine Leitstelle für das Depot:

Bild

Gefahren wird analog. Die Oberleitung werde ich wahrscheinlich nicht funktionsfähig bauen.
Für die Freunde bewegter Bilder gibt es noch zwei Video-Links:

https://www.youtube.com/watch?v=ip35LBEwH5U&t=24s

https://www.youtube.com/watch?v=A3JnvUXidlI

So, das war's für heute.
Ich freue mich auf eure Anregungen und Hilfestellungen.

Viele Grüße aus dem Siebengebirge

Johannes
Zuletzt geändert von Einmotorer am Sa 22. Dez 2018, 12:06, insgesamt 2-mal geändert.

lernkern
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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von lernkern » Mi 28. Nov 2018, 07:21

Tag Johannes.

Fein, fein!

Das Stellwerk bzw. die Leitstelle hatte ich vor langer Zeit auch mal, ist das maßstäblich?

Deine beiden Straßenfahrzeuge gefallen mir gut und beim Depot bin ich gespannt wie es weiter geht! Hast du für den Vestischen einen Lima GT6 durchgesägt?

Grüße

Jörg

Einmotorer
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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Einmotorer » Mi 28. Nov 2018, 21:14

Hallo, Jörg!
Danke für deine Rückmeldung. Die künftige Leitstelle ist das Faller-Stellwerk B-122 aus den sechziger Jahren. Für die Eisenbahn ist es nicht maßstäblich, aber für die Straßenbahn halte ich es sehr wohl für verwendungsfähig. Die Höhe der Eingangstür (25 mm) beträgt umgerechnet 2,17 m. Das ist für eine Außentür ein vernünftiges Maß. Hier mal die Rückansicht des Gebäudes:

Bild

Der Spalt unter dem Dach kommt daher, dass das Dach noch nicht befestigt ist. Ich muss die Inneneinrichtung noch komplettieren und einige Preiser-Straßenbahner hineinbringen. Was ich mit der Blockstelle (Faller B-123) mache, weiß ich noch nicht genau. Ich finde, dass das zwei schöne Gebäude sind, die die Atmosphäre der frühen sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts widerspiegeln. Zur farblichen Umgestaltung inspiriert wurde ich durch ein Fotos der Blockstelle Klingenhagen (in der Nähe von Seesen/Harz), und so soll dieses Blau die (im wahrsten Sinne des Wortes) Hausfarbe der Gebäude meines Straßenbahnbetriebs werden. Folglich findet sich dasselbe Blau dann auch im Dachbereich der Leitstelle wieder, und die Wagenhalle wird es - wahrscheinlich im Giebel - auch zieren. Corporate identity in den Sechzigern!
Den grünen Großraumwagen der Vestischen habe ich nicht selbst umgebaut, sondern so vor etwa zwei Jahren für ca. 70 EUR bei Ebay erstanden. Ein gelungener und sauber ausgeführter "Umbauwagen", der auch einen anderen Motor als den ursprünglichen von Lima hat und deshalb gute Fahreigenschaften aufweist, auch wenn er relativ stark "schnurrt". Hier ein Video dieses schönen Fahrzeugs:

https://www.youtube.com/watch?v=dnKoOcAtEiI

Ich muss noch erwähnen, dass mich dein Bericht über deine Gütertram-Module sehr beflügelt hat, auch endlich eine Straßenbahnanlage zu bauen, vor allem, als ich deinen Lima-Gt6 mit AEG-Reklame auf dem Überlandstreckenabschnitt gesehen habe. Ohne die Vorstellung deiner Bahn hätte ich wahrscheinlich nicht begonnen. Dafür auch noch mal danke!
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Johannes

Einmotorer
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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Einmotorer » Sa 1. Dez 2018, 16:09

Hallo, Tramfreunde!
MIr wurde heute angesichts meiner Leitstelle die Frage gestellt, ob es denn bei der Siebengebirgsbahn überhaupt ferngestellte Weichen gegeben habe.
Meines Wissens war das zumindest auf ihren eigenen Stredken nicht der Fall. Die Weichen wurden, soweit sie sich im Straßenplanum befanden, mit einer Metallstange vom Fahrer gestellt. Z. B. stieg der Fahrer der LInie 2 (6-achsiger Einrichtungs-Gelenkwagen), die in Beuel durch die Endschleife fuhr, vor der Weiche zur Schleife aus, stellte sie um und fuhr dann mit seiner Bahn in die Schleife.
Auf der Überlandstrecke mit eigener Trasse und auch im Beueler Depot gab es ortsgestellte Weichen mit Weichenhebel, wie auf diesem Bild zu sehen ist:

Bild

Im Bereich der Bonner Innenstadt, wo die Linien 1, 2, H und S dieselben Gleise benutzten, gab es fernbediente elektrische Weichen mit entsprechenden LIchtsignalen. Diese müssen dann ja von einer Fahrdienstleitung gestellt worden sein. Von wo aus das geschah, weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Ich habe deshalb weiter oben auch das frühere Stellwerk als Leitstelle bezeichnet. Es finde es zumindest nicht unlogisch, bei meiner (ja nur grob ans Vorbild angelehnten) Siebengebirgsbahn eine solche Leitstelle im Depot zu verorten. Von dort aus können dann der Betrieb im Depot überwacht und die Weichen in der Innenstadt ferngestellt werden.
Nun meine Frage: Wie wurden denn in den sechziger Jahren bei einem mittelgroßen Straßenbahnbetrieb auf den Außenstrecken die Weichen gestellt? Erfolgte diese bei Ausweichen auf eingleisigen Strecken elektrisch mit Schlüsseltaster oder so? Mitunter wurden ja auch Stäbe aus entsprechenden Behältnissen genommen, um zu gewährleisten, dass ein Abschnitt nur von einem einzigen Fahrzeug befahren wird. Wahrscheinlich gab es dann auch eine Meldung an den Fahrdienstleiter, nicht wahr?
Und innerstädtisch kann es doch nur über eine Fahrdienstleitung erfolgen, oder gab es auch durch die Straßenbahnzüge selber gesteuerte Weichenschaltungen?
Hier wäre ich für eine Aufklärung dankbar.
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Johannes

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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von M.V. Wesstein » Sa 1. Dez 2018, 23:24

Automatischer fahrzeuggesteuererte Weichenbedienung ist Technik der 1970-er (VETAG: Vehicle Tag) aber längst bevor gab es Weichenkontakte, womit der Fahrzeugführer die Weiche mittels Stromfrage stellen dürfte. In verschiederner Städte gab es unterschiedliche Vorschriften, wie z.B.:
  • mit strom: Weiche umstellen, ohne Strom: Weichenstellung belassen
  • mit Strom: gerade, ohne Strom: abbiegend
  • mit Strom: linksführend, ohne Strom: rechtsführend
  • mit Strom: rechtsführend, ohne Strom: linksführend
Welche in Bonn zuständig ist/war, ist mir unbekannt. (die Liste ist nicht vollständig!)

Ferngesteuerte Weichen, wie bei der Bahn, können nür eingesetzt werden wenn der Leitstelle zum jeden Zeitpunkt ein kompletes Überblick hat wo sich welche Züge befinden, ohne Lücken. Dass ist zwar sichere aber auch sehr teuere Technik and daher nicht oft ins öffentliche Strassenbahnverkehr benützt. Mit den Bau von der Stadtbahnen mit seine Tunnel und vom Strassenverkehr getrennte Schnellfahrstrecken und die fortschreitende weitverbreitung der Miniaturelektonik und dazu senkende Kosten hat sich solches Blockstellenbetrieb auch bei der Strassenbahn eingesetzt.

Einmotorer
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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Einmotorer » So 2. Dez 2018, 15:24

Hallo, M.V.!
Vielen Dank für deine Antwort. Das Stellen der Weichen bei der Straßenbahn ist ein interessantes Thema, mit dem ich mich bisher noch nicht befasst habe. Ich werde mich mal beim Historischen Verein der Stadtwerke Bonn erkundigen, wie das in den Sechzigern gemacht wurde - und natürlich auch, wie es heute funktioniert.
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Johannes

Einmotorer
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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Einmotorer » So 2. Dez 2018, 22:56

Hallo, Tramfreunde!

Eigentlich wollte ich heute an der Wagenhalle weiterarbeiten, aber ich habe daran nur ganz wenig gemacht, weil ich mich mit der Verbesserung der Stromaufnahme bei einem meiner Lima-Gelenkwagen beschäftigt habe. Da ich das hintere Drehgestell näher betrachten wollte, musste ich das Gehäuse abnehmen.
Eine Herausforderung ist bereits das Entfernen des Scheinwerfers. Eine selten blöde Konstruktion, finde ich. Es hat dann irgendwie geklappt, ich habe aber nur mit den Fingernägeln gearbeitet, um den Plastikchromring nicht zu zerstören. Gibt es dieses Scheinwerferglas mit Chromring von irgendeinem Anbieter eigentlich auch als flaches Teil, um es dauerhaft am Gehäuse belassen zu können? Die Scheinwerferbeleuchtung möchte ich sowieso ausbauen.
Das Abnehmen des Gehäuses durch Spreizen an den richtigen Stellen war dann kein Problem.
Anschließend habe ich mit einem kleinen Schraubenzieher die Inneneinrichtung hochgehebelt und das Drehgestell durch Zusammenpressen des geschlitzten zylindrischen Führungsstiftes (wie heißt so ein Teil eigentlich wirklich?) entfernt. Da ich nichts Passendes in meiner Bastelkiste hatte, habe ich ein Fünferpack Märklin-Wagenradschleifer im Netz geordert. Sie kosten mit Porto 8,50 €. Damit werde ich dann experimentieren.
Bei der Wagenhalle habe ich dann nur noch die Tordurchfahrtshöhe verringert. Dazu hat mich ein schönes Foto aus der Festschrift "50 Jahre SSB" von 1961 angeregt:

Bild

Man sieht, dass nach oben nicht unnötig viel Platz ist. Bei meiner Halle sieht es nach dem Einsetzen entsprechender Plastikstreifen nun auch glaubwürdiger aus. Gleichzeitig habe ich versucht, die Szenerie von 1961 nachzustellen, soweit es mein Fahrzeugpark erlaubt:

Bild

Sieht doch ganz nett aus, nicht wahr? Da ich noch keine Oberleitung montiert habe, mit den Lima-Fahrzeugen aber ausprobieren wollte, wie es aussieht, wenn sie mit ausgefahrenem Stromabnehmer in die Halle fahren, habe ich mir zwei sehr dünne Stahldrähte auf 2 cm Länge mit oben und unten 180°-Biegungen gebastelt und in die Stromabnehmer eingehängt, wie hier auf dem Bild zu sehen:

Bild

Da der Draht außer bei Nahaufnahmen kaum auffällt, wäre das vielleicht auch eine Lösung, um alle Stromabnehmer später auf gleicher Höhe fixieren zu können, da ich keine funktionierende Oberleitung plane.
Wenn ich am Depot weitergebaut oder das mit der Stromaufnahme positiv abgeschlossen habe, werde ich wieder berichten.
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Johannes

Einmotorer
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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Einmotorer » Mi 19. Dez 2018, 08:25

Hallo, Tramfreunde!
Es gibt ein wenig Neues: Vor einigen Tagen wollte ich etwas Betrieb machen und ausprobieren, wie sich die Linien 2 und H an der künftigen Haltestelle vor dem Depot arrangieren können. Und siehe da: Das geht gar nicht ohne zweites Gleis! Die aus der Stadt (also von rechts aus der verdeckten Wendeschleife) kommende 2 (Einrichtungswagen) endet in Beuel, muss also vor dem Depot die Fahrgäste aussteigen lassen und dann in die Schleife im Depot fahren. Bei nur einem Gleis ist dann natürlich kein Platz mehr für eine von links von der (künftigen) Überlandstrecke kommende H. Also muss ein zweites Gleis her, damit sich die beiden Linien begegnen können. Deshalb habe ich drei Meter Flexgleis und eine Weiche neben das bereits fest installierte Gleis gelegt, um zu gucken, wie es aussieht:

Bild

Wie auf dem Bild zu sehen, wird die Überlandstrecke direkt nach dem Depot eingleisig. Das entspricht zwar nicht der Vorbildsituation, aber spart für die Streckenmodule Platz und ist auch betrieblich interessanter, weil ich auf halber Strecke eine Ausweiche für Begegnungsverkehr machen möchte.
Der Zustieg in die am Depot ihren Kurs Richtung Bonn beginnende Linie 2 findet erst am Beueler Bahnhof nach dem Wechsel auf das rechte Gleis statt.
Eigentlich wäre eine Haltestelle vor dem Depot gar nicht nötig, da der Fahrgastwechsel vor dem Beueler Bahnhof erfolgen kann (und beim Vorbild auch dort erfolgte), aber ich möchte halt gerne auch eine innerstädtische zweigleisige Haltestelle nachbilden, und deshalb der Stopp unmittelbar am Depot.
Notwendig ist ein Gleiswechsel auch, damit die H, wenn sie auf dem vorderen Gleis von links, also von Honnef gekommen ist und rechts weiter nach Bonn fährt, bei der Rückfahrt die in Fahrtrichtung rechts liegende Haltestelle bedienen kann. Normalerweise müsste der Gleiswechsel in der verdeckten Kehrschleife passieren, aber da komme ich so schlecht dran. Und außerdem finde ich es schöner, wenn man zusehen kann, wie die Bahn vom linken auf das rechte Gleis fährt, als wenn das alles unterirdisch passiert.
So ähnlich wird es dann einmal aussehen, wenn sich die beiden Linien dort begegnen:

Bild

Gestern Abend habe ich die Weichenverbindung zum zweiten Gleis eingebaut, die ich letztens nur "zum Gucken" auf das vorhandene Gleis gelegt hatte:

Bild

Hier sieht man den AEG-Solo-Gt6 beim Gleiswechsel:

Bild

Etwas hinter der Weichenverbindung zu Beginn der verdeckten Kehrschleife endet die Fahrt am "Dioden-Prellbock", der nur zur Sicherheit eingebaut ist und später durch ein abschaltbares Stumpfgleis ersetzt wird:

Bild

Die beiden letzten Bilder zeigen die Kreuzung der Linie H. Der Doppelzug fährt nach Honnef, der Solotriebwagen in die Bonner Innenstadt:

Bild

Bild

Und für Freunde bewegter Bilder hier noch ein Link zu einem kleinen Video von der Probefahrt über die neue Weichenverbindung:
https://www.youtube.com/watch?v=m0P5ZLdYalc&t=24s

Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Johannes

lernkern
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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von lernkern » Fr 21. Dez 2018, 13:26

Tag Johannes.

Na, das freut mich aber, dass ich da "mitschuldig" an deinem Depot bin!-)

Die Siebengebirgsbahn kannte ich noch gar nicht, aber auf deinen Originalbildern gibt es ja richtig urige Fahrzeuge zu sehen. Und einen Düwag Großraumzweirichtungswagen will ich auch irgendwann noch haben. Mal sehen, wie und wann das wird.

Viele Grüße und viel Spaß beim Basteln!

Jörg

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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Einmotorer » So 23. Dez 2018, 17:24

Hallo, Jörg und Tramfreunde!
Hier ein kleines Motiv Sonntagsruhe im Depot Beuel der Siebengebirgsbahn:

Bild

DÜWAG, soweit das Auge reicht (na ja, ein wenig übertrieben, nur vier Stück, aber trotzdem schön). Vom Vorbild her eigentlich Quatsch, denn die Siebengebirgsbahn fuhr sonntags, da sie auch als Verbindung für Ausflüge der Bonner ins Siebengebirge diente, auch halbstündlich, wie dem Fahrplan vom Sommer 1965 zu entnehmen ist. Lediglich die Verstärkerzüge in der morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeit entfielen sonntags:

Bild

Der Fahrplan findet sich übrigens im Amtlichen Kursbuch (hier: Sommer 1965) der Deutschen Bundesbahn, was ein Hinweis auf die Bedeutung der Siebengebirgsbahn auch über den rein lokalen Verkehr hinaus ist.

Bild

Schönen 4. Adventssonntag und
viele Grüße aus dem Siebengebirge
Johannes
Zuletzt geändert von Einmotorer am Fr 4. Jan 2019, 06:40, insgesamt 1-mal geändert.

Einmotorer
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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Einmotorer » Mo 31. Dez 2018, 00:52

Hallo, Tramfreunde!
Ich habe den Samstag- und Sonntagnachmittag genutzt und an der Wagenhalle gearbeitet. Gestern wurden das Dach und die Schuppentore zusammengesetzt und angestrichen. Bei den Schuppentoren musste ich die Höhe verringern. Hier ein Bild vom Dach, als es zusammengesetzt und grundiert war:

Bild

Hier die Torflügel nach den ersten beiden Anstrichen. Das Glas habe ich durch eine "Verblechung" ersetzt. Nur bei dem rückwärtigen Tor von Schuppengleis 1, das eine Durchfahrmöglichkeit besitzt, habe ich die Verglasung gelassen (das sind die beiden hinteren Torflügel):

Bild

Da die Tore des Kibri-Lokschuppens ursprünglich rot waren, musste ich dreimal streichen. Für das Foto sind sie mit Tesakrepp von der Rückseite her befestigt. Ich warte noch auf die bestellten Scharniere. Hier seht ihr die Tore provisorisch eingesetzt:

Bild

Die obligatorische Uhr im Giebel ist auch in "Siebengebirgsbahn-Blau". Da die Straßenbahnen derzeit nicht in die Halle fahren können, werden sie davor abgestellt:

Bild

Guckt mal, an der Haltestelle vor der Wagenhalle ist bereits ein Schild, und ein Fahrgast hat sich auch schon eingefunden [smile]:

Bild

Ich hoffe, es gefällt euch. Das Blau ist in echt dezenter als auf den Fotos.
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Johannes
Zuletzt geändert von Einmotorer am Fr 4. Jan 2019, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von U23 Gladbeck » Do 3. Jan 2019, 23:46

Ich finde faszinierend, mit wie viel Akribie und Phantasie Du Dich in die kleine Modell-(Parallel-)Welt hineindenkst und uns hier daran teilhaben lässt. Dadurch wird die Szenerie in Stücken schon jetzt greifbar und vorstellbar. Auch Deine mutige Mischung aus Nachbildung/Anlehnung ans Vorbild und zugleich freier Interpretation und eigener Ideen ist inspirierend. Man merkt, dass Du mit mächtig viel Spaß bei der Sache bist. Viel Erfolg weiterhin!

Einmotorer
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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Einmotorer » So 13. Jan 2019, 12:56

Hallo, Benjamin und übrige Tramfreunde!
Danke für die Blumen, Benjamin. Und es stimmt, ich habe sehr viel Spaß mit der Modellstraßenbahn. Deswegen habe ich jetzt auch wieder weitergebastelt. In den vergangenen Tagen habe ich alles Blaue in einem einheitlichen "Siebengebirgsbahnblau" gestrichen, da ich bisher zweierlei Blau - ein mehr ins Preußischblau Gehendes bei den ursprünglichen Gebäuden und zuletzt bei den Toren ein Enzianblau - verwendet hatte. Das erste Blau war nach zwei Jahren eingetrocknet, daher kam es zu dem zweiten. Nun habe ich alles in einem einheitlichen, etwas gedeckteren und ein wenig helleren Blau gestrichen.
Danach habe ich an den beiden Torflügeln für die Rückseite der Wagenhalle weitergearbeitet, nachdem die winzigen Messing-Scharniere und die Decals mit der Rot-Weiß-Schraffierung gekommen waren. Diese Teile anzubringen war eine echte "Piddelsarbeed", wie man bei uns im Rheinland sagt.
Hier das Vorbild für meine Tore, das aus dem Ruhrgebiet stammt (Betriebshof Essen-Bredeney, Foto aus dem phantastischen, sehr empfehlenswerten Buch "Tram-Tour Ruhr"). Die Tore mit dem Warnanstrich sahen aber bei vielen Depots ähnlich aus:

Bild

Bei mir sieht es momentan so aus, wobei ich natürlich die Scharniere noch anstreichen muss:

Bild

Bild

Bild

Dabei ist mir auch aufgefallen, dass ich an der dieser Schuppenwand unbedingt noch mal spachteln (und dann streichen) muss :shock: . Das habe ich bei der Vorderseite zum Glück schon erledigt.
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Johannes

Achim
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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Achim » So 13. Jan 2019, 16:53

Erstmal Gratulation für die bisherigen Ergebnisse Deiner Arbeit.

Aber warum willst Du die Rückseite "verschönern"?
I.d.R. war es doch so, dass man über Jahrzehnte hauptsächlich an der Rückseite solcher Gebäude gesehen hat, welche Veränderungen am Bau gemacht wurden.
Hier bei Dir sehr schön am Tor, wie auch rund um die Fenster zusehen.
Sieht authentisch aus. Meine Empfehlung: so lassen.

Gruß
Achim

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Re: Depot Beuel und Siebengebirgsbahn

Beitrag von Einmotorer » So 13. Jan 2019, 17:24

Hallo, Achim!
Danke für deine Rückmeldung. Grundsätzlich hast du recht, aber bei der Halle stelle ich mir vor, dass es ein Nachkriegsneubau bzw. zumindest eine komplette Instandsetzung nach Kriegsschäden ist. Deshalb soll der Schuppen ca. 20 Jahre danach (die Anlage soll Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger spielen) noch keine größeren Putzschäden aufweisen. Zumindest der Bereich direkt über dem Tor soll einheitlich aussehen, weil ich dieses Stück eingesetzt habe, damit das Tor nicht so hoch ist und zur Straßenbahn passt (es war ja ursprünglich der KIBRI-Ellokschuppen).
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Johannes

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