Tram Genf Standartwagenzug ... Part 1

Hier kann jeder seine selbst- oder umgebauten bzw. verfeinerten Fahrzeugmodelle vorstellen.
Auch spezielle Techniken wie Beleuchtungen, Antriebe, oder sonstige Verbesserungen an Industriemodellen sind hier richtig.
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Funkenschrauber
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Tram Genf Standartwagenzug ... Part 1

Beitrag von Funkenschrauber »

Das Modelltram-Sommerloch naht und KBgG in München ist nun auch schon wieder vorbei ...

... da versuch ich mich mal mit meinem ersten Beitrag in der Fahrzeuggalerie ...


Ich glaube, zu den Schweizer Standartwagen muß ich jetzt nicht viel erklären.
Ggf sei an dieser Stelle an Google und Wikipedia verwiesen, wo man zu den Schweizer Standartwagen ganz gut nen groben Überblick bekommt.

Da für mich als 4-facher Familienvater die durchaus ansehnlichen Navemo-Modelle preislich in einer weit weit entfernten Galaxi liegen, kam das bekannte Atlas-Modell von Genf gelegen.
Da ich den Wagenkasten nicht all zu sehr umbasteln wollte und Genf bei seinen originalen Standartbeiwagen eine 2-türige Variante beschaffte und die vordere Türe auch noch nicht vorne am Bug, sondern etwas weiter nach hinten, in etwa Höhe des 1. Drehgestells, eingebaut wurde, ruhte das Thema erstmal bei mir ...
Bis ich zufällig im www darauf stieß, das Genf Anfang der 60er Jahre Standarttriebwagen von der stillgelegten Luzerner Straßenbahn übernahm.
Da man mit diesen Triebwagen aber wegen abweichender elektrischer Ausrüstung & Fahrzeugsteuerung nicht wirklich glücklich wurde, baute man dann diese Tw´s knappe 10 Jahre später zu Beiwagen um.
Und somit hatte dann Genf ab den 70ern dreitürige (Türanordnung analog zu den Tw´s) Standartbeiwagen ...

Perfekt!
Vorbild gefunden ... nun kannste doch nen vorbildsgerechten Genfer Standartwagenzug ohne riesen Aufwand aus den Atlas-Modellen basteln.
:D :D

Also ran an´s Werk!


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Ausgangsbasis ist das bekannte Atlas-Modell von Genf ... dem zukünftigen Umbau-Bw mussten erstmal alle Tw-typischen Anbauten wie Scheinwerfer, Lüftergitter usw entfernt bzw verspachtelt werden.

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Danach wurde der Wagenkasten nachlackiert. Fotos von den Luzernern Umbau-Bw´s im www legten einen Lack-Flickenteppich nahe ... gemäß dem Motto "der Umbau soll nicht zuviel kosten ...".

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Dann sollte der Umbau-Bw der stiefmütterlichen Pflege im laufenden Betrieb nachempfunden werden ...
Also Lack & Wagenkasten "herunter gerockt" wirken lassen ...
(... keine Ahnung wo der Bw beim linksabbiegen mit der rechten Wagenseite hängen geblieben war ... sind ja bloß Lackkratzer ...)

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Als nächstes kam die Motorisierung dran.
Ein C1 / c1 - Komplett-Fahrwerk von Halling wurde in der Wagenkastenbreite angepasst, bis der Atlas-Wagenkasten "drauf-flutschte".

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Bügel von Sommerfeldt und (sächsische Schmalspur-) Schaku´s von Veit ... ein Kompromiss, da ich jederzeit den Zug leicht trennen können möchte und alle Kupplungen gleich aussehen sollen ...


... weiter geht´s im Part 2 weil ich irgendwie nicht mehr Bilder einfügen kann ...
Alsternordbahn
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Re: Tram Genf Standartwagenzug ... Part 1

Beitrag von Alsternordbahn »

Funkenschrauber hat geschrieben: Sa 20. Jun 2026, 15:01
Da für mich als 4-facher Familienvater die durchaus ansehnlichen Navemo-Modelle preislich in einer weit weit entfernten Galaxie liegen, kam das bekannte Atlas-Modell von Genf gelegen.
Danke für den schönen Bericht und danke für die ehrlichen Worte ("preislich in einer weit weit entfernten Galaxie").

Ganz klar: Die heutigen Modell-Preise sind definitiv gerechtfertigt, wenn sie als Broterwerb gefertigt werden!! Denn nur ein kleiner Teil der Preise bleibt am Ende wirklich bei den Herstellern.

Doch die Kehrseite dieser Entwicklung ist eben, dass der Kreis derjenigen, die ein solches Modell mal eben so bezahlen können, dadurch kleiner wird. Ferner führen hohe Preise auch dazu, dass die Käufer dann auch kleinste Fehler am Modell nicht mehr tolerieren.
Funkenschrauber
Beiträge: 18
Registriert: Mo 10. Nov 2025, 19:19

Re: Tram Genf Standartwagenzug ... Part 1

Beitrag von Funkenschrauber »

Hallo Alstenordbahn,

da geb ich dir Recht!
Wenn man den Modellbau als Brothaupterwerb betreibt, muß man davon leben können!
Und Zubehör / Zurüstteile (Bügel, Kupplungen, Fahrwerke usw) haben auch ihren jeweiligen Preis, der am Ende im "Endverbraucherpreis" widergespiegelt sein muß, damit es nicht zu einem Minusgeschäft wird ...
Die wenigen Modelltramhersteller können fast einzig nur über die Stückzahlen ihre Gewinnmarge steuern.

Ist der "Endverbraucherpreis" zu niedrig kalkuliert, musst du gewisse Stückzahlen umsetzen, damit unterm Strich kein Minus steht ...
... ist der "Endverbraucherpreis" zu hoch kalkuliert, bleiben unter Umständen die Umsatzstückzahlen aus, weil zu wenige potentielle Käufer den Preis für sich finanzieren können.

Einzigster Wehmutstropfen bei unserem Hobby ... es ist eins mit hohem "Selbst-Bastel-Anteil" (geeignete handwerkliche Geschickligkeit vorrausgesetzt), die am Ende nicht finanziell entlohnt werden muß.

So werkel ich z.B. schon seit längerem am Nürnberger Zeppelinwagen, den ich mit nem Posttram-Maximumfahrwerk zum laufen bringen will.
Wenn ich die dafür inzwischen aufgelaufenen Arbeitsstunden beziffern müsste, kann das am Ende keiner mehr bezahlen.
Aber mir macht das basteln am Modell, um am Ende Unikate zu schaffen, Spaß ...

Zurück zum Genfer Standartwagen und Navemo ... ich hab mal ne Tram 2000 (?) aus Zürich von Navemo in den Händen gehalten und weil mir dessen Preis bekannt war, stellte ich sie auch behutsam & erfürchtig zurück ... Navemo schafft durchaus ansehnliche Modelle ... aber liegen deren Preise für mich wie bereits geschrieben weit weit entfert in anderen Galaxie.
Das stellt keine Abwertung sondern nur eine Faktenfeststellung dar.
Ich möchte das Geld nicht ausgeben und stürze mich gern auf sich bietenden presilichen Alternativen und bin dann Stolz auf das, was ich geschaffen habe ...


In diesem Sinne ...


der Funkenschrauber Micha
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